HANDBALL
Nümbrecht setzt gegen Palmersheim auch auf den Heimfaktor
Oberberg - In der Handball-Regionalliga will Gelpe/Strombach trotz Personalsorgen nachlegen - Oberliga: Auch bei den Löwen und Nümbrecht fallen mehrere Spieler aus - Gummersbach II will gegen Aufsteiger Bardenberg endlich punkten.
Vorschau Regionalliga Männer
HC Gelpe/Strombach – BTB Aachen (Samstag, 19:45 Uhr, Eugen-Haas-Halle).
Es fehlen: Moritz Riedel, Lasse Jürges (Verletzung).
Einsatz fraglich: Felix Soldanski (Bänderriss), Arvid Pötz, Konstantin Kasch, Christopher Falkenreck Valverde (alle angeschlagen), Felix Löpker (Grippe).
Am Wochenende könnte sich die Mannschaft des HC Gelpe/Strombach fast von selbst aufstellen. Die Liste der potenziellen Ausfälle bei den Oberbergern wird vor dem 3. Spieltag der Regionalliga immer länger. Neben den beiden Langzeitverletzten Moritz Riedel und Lasse Jürges drohen im Heimspiel gegen BTB Aachen fünf weitere Spieler auszufallen. Konstantin Kasch, Christopher Falkenreck Valverde und Felix Soldanski schleppten sich schon angeschlagen durch das Auswärtsspiel in Mönchengladbach. Torhüter Felix Löpker kämpft mit der Grippe und bei Arvid Pötz steht nach seiner Bauchmuskelzerrung noch eine genaue Diagnose aus. „Wir werden erst kurzfristig nach dem Abschlusstraining entscheiden können, wer am Samstag wirklich aufläuft“, sagt HC-Trainer Florian Greißner.
Zumindest eine gute Nachricht gab es für ihn unter der Woche bereits. VfL-Leihgabe Julien Kübler wird wohl sein Ligadebüt für Gelpe/Strombach geben. Die Personalprobleme kommen allerdings zur Unzeit. Denn aus dem Auftaktprogramm hatte sich die Gummersbacher Spielgemeinschaft durchaus einige Punkte versprochen. „Unsere Situation kann man nicht schönreden. Sie ist, wie sie ist. Aber jammern wollen wir auch nicht“, will Greißner nicht nach Ausreden suchen. Dass es mit schmalem Kader schwieriger wird, hat man bereits bei der Niederlage in Mönchengladbach gesehen, als den HC-Handballern in der Schlussphase schlicht die Puste ausging.
Greißners Ziel bleibt es aber ohnehin alle Spieler im Kader weiterzuentwickeln: „Wir wollen irgendwann in der Saison sagen können, dass wir auch mit wenigen Spielern absolut konkurrenzfähig sind.“ Am Samstag würden ihm aber auch zwei ‚dreckige‘ Punkte vollkommen ausreichen. BTB Aachen startete wie die Oberberger mit einem Sieg und einer Niederlage. Der klaren 30:37-Auftaktpleite beim Spitzenteam aus Korschenbroich folgte ein souveräner 33:25-Heimsieg gegen Refrath/Hand. „Das ist eine sehr eingespielte Mannschaft, die gegen Refrath sehr effizient war und ein überzeugendes Tempospiel hat.“ Aufpassen müsse man vor allem auf „die ausgesprochen gute Rückraumreihe“ um Tim Schnalle, Joshua-Jeremias Wagner und Carsten Jacobs. 44 der 63 BTB-Saisontore gingen bislang auf das Konto des Rückraumtrios.
Vorschau Oberliga Männer
VfL Gummersbach II – VfL Bardenberg (Samstag, 19 Uhr, SCHWALBE arena).
Nach zwei Spielen wartet Regionalligaabsteiger VfL Gummersbach II weiter auf die ersten Punkte in der Oberliga und hat nach der deutlichen Klatsche in Palmersheim momentan auch das schlechteste Torverhältnis aller Teams. Nicht zufrieden war Trainer Joao Caracóis Palma vor allem mit der zweiten Hälfte in Palmersheim. Nachdem sein Team 30 Minuten lang absolut ebenbürtig war, sorgten eine Unterzahlphase nach der Pause und eine Rote Karte wenig später dafür, dass die Gummersbacher jegliche Kontrolle über das Match verloren. „Wir müssen besser spielen. Auch für die Jungs wäre es wichtig, dass wir punkten, damit sie Selbstvertrauen gewinnen“, sagt der VfL-Coach.
Die nächste Chance auf Punkte hat das Akademieteam am Samstag gegen den VfL Bardenberg. Der Verbandsligaaufsteiger überraschte am ersten Spieltag mit einem 32:32-Unentschieden beim hochgehandelten TV Birkesdorf, verlor dann aber sein erstes Heimspiel am vergangenen Wochenende gegen den 1. FC Köln mit 25:29. Herausragender Torschütze im Team von Ingo Driessen ist Spielmacher Tim Gellin, der 13 seiner 16 Saisontore gegen Birkesdorf erzielte. „Uns erwartet ein ähnlicher Gegner wie in Palmersheim. Bardenberg ist eine physische Mannschaft mit einigen erfahrenen Spielern“, sagt Caracóis Palma, dem fürs Wochenende einige Spieler auszufallen drohen. „Für uns ist es ein weiteres Spiel, um uns zu entwickeln“, sagt der Portugiese.
HBD Löwen Oberberg – TSV Bonn rrh. II (Samstag, 19:45 Uhr, Burstenhalle Bergneustadt).
Es fehlen: Magnus Berscheid, Hendrik Wunderlich (beide Knieprobleme), Lars Rostalski, Tobias Damm (beide Verletzung), Tobias Mlynczak (Urlaub).
Bei den HBD Löwen Oberberg kehrt keine Ruhe ein. Nach dem verpatzten Ligaauftakt mit Niederlagen gegen Königsdorf und in Longerich gehen Trainer Marijan Basic zunehmend die Spieler aus. Neben den Ausfällen der beiden U19-Spieler Magnus Berscheid und Hendrik Wunderlich sowie den Verletzungen von Lars Rostalski und Tobias Damm fällt für das Heimspiel gegen die TSV Bonn rrh. II mit Tobias Mlynczak der nächste zentrale Baustein für die Defensive aus. „Wir kämpfen mit Problemen, mit denen wir im Sommer nicht gerechnet haben. Wir können derzeit nur sehr eingeschränkt trainieren und haben keinen Shooter, der aus neun Metern ein einfaches Tor machen kann“, sagt Basic. Eine Option für Samstag könnte zumindest Co-Trainer Marc Erlinghagen werden, der aufgrund der Personalnot ohnehin dauerhaft mittrainiert. „Er kann die Jungs hoffentlich etwas entlasten und ein paar Minuten Gas geben“, so der Löwen-Coach.
Früher als erwartet könnte zudem Torhüter Alen Caber sein Comeback geben. Nach langer Verletzungspause hatte sich der Routinier an den ersten beiden Spieltagen schon mit warmgemacht, kam aber jeweils noch nicht zum Einsatz. „Er trainiert mit und fühlt sich gut“, sagt Basic über ihn. Mit Bonn II erwartet der Spielertrainer einen starken Gegner, der mit einer 33:37-Niederlage in Nümbrecht und einem 37:30-Heimsieg gegen Wölfe Voreifel in die Saison gestartet ist. „Das ist eine gut ausgebildete und sehr schnell agierende Mannschaft“, stellt sich Basic auf eine aggressive 6:0-Deckung beim Gegner ein. Die nächste Niederlage wäre aus seiner Sicht fatal: „Dann wäre der Fehlstart perfekt. Wir müssen über 60 Minuten unsere Leistung abrufen und nicht nur 30 Minuten lang.“
SSV Nümbrecht – TV Palmersheim (Sonntag, 18 Uhr, GWN-Arena).
Es fehlen: Mats Weber, Lennart Last, Torben Lang (alle Verletzung), Magnus Hosan (krank).
Einsatz fraglich: Johannes Urbach, Paul Borisch (beide Handverletzung), Hendrik Wilkens (krank).
Zwar ist die Tabelle nach zwei Spieltagen noch längst nicht aussagekräftig und dennoch kann man am Sonntagabend von einem ersten Spitzenspiel der noch jungen Saison sprechen, wenn der Zweitplatzierte SSV Nümbrecht den Tabellenführer TV Palmersheim in der GWN-Arena empfängt. Der Regionalligaabsteiger und der Geheimfavorit auf den Titelkampf sind die einzigen beiden Teams mit zwei Siegen. Vorfreude herrscht bei Nümbrechts Coach Manuel Seinsche allemal: „Palmersheim bringt häufig viele Fans mit und wir hoffen auf eine volle, stimmungsvolle Halle.“ Die Voraussetzungen sind bei Nümbrecht allerdings nicht die besten. Neuzugang Magnus Hosan ist die komplette Woche krankgeschrieben und auch hinter den Einsätzen von Johannes Urbach und Paul Borisch stehen dicke Fragenzeichen, nachdem beide beim knappen Sieg in Köln einen Schlag auf die Hand bekamen.
Auch die Trainingswoche verlief eher suboptimal aus Nümbrechter Sicht, da auch in der GWN-Arena die Krankheitswelle zuletzt grassierte. „Das macht es uns nicht einfacher, gewisse Dinge einzustudieren. Unsere Absprachen passen noch nicht zu 100 Prozent“, meint Seinsche, der hofft, dass sein Team die Fehlerquote gegen Palmersheim erheblich minimieren kann. Zumindest defensiv war er mit dem Auftritt in Köln aber sehr zufrieden. „Mit Palmersheim erwartet uns ein Gegner, der seinen Kader im Sommer mit Simon Schlösser unheimlich verstärkt hat und auch einige junge Leute eingebaut hat. Das macht sie deutlich weniger ausrechenbar“, findet Seinsche, der aber ohnehin mehr auf die eigene Leistung schauen will: „Wenn wir weiter so viele Fehler im Aufbau machen, wird das irgendwann bestraft werden.“
KOMMENTARE
1
Warum sind so viele Spieler in den jeweiligen Vereinen verletzt ? Aus meiner Sicht sind viele nicht mehr so belastbar. Schade
Werner, 01.10.2026, 12:49 Uhr2
@Werner Oder der Sport ist viel schneller und intensiver geworden?
Rückraumshooter86, 01.10.2026, 20:42 UhrLinks zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.