Oberberg - Hückeswagen und Nümbrecht II gelingen im Abstiegskampf wichtige Siege - Oberwiehl schlägt Refrath/Hand II (AKTUALISIERT).
ATV Hückeswagen – TSV Aufderhöhe II 25:19 (13:6).
Der dringend benötigte Befreiungsschlag gelang den ATV-Handballern im Abstiegskampf der Verbandsliga, Staffel 3. Das Team von Markus Pabst gewann das Kellerduell gegen den TSV Aufderhöhe II vollkommen verdient mit 25:19 und hat durch die Elberfelder Niederlage im zweiten Kellerduell des Spieltags gegen Wuppertal nun wieder etwas mehr Luft zwischen sich und den Abstiegsrängen. „Heute bin ich einfach happy“, freute sich Pabst über einen starken Auftritt seiner Mannschaft, die die Grundlage für den Heimsieg schon vor der Pause legte. Die Gäste waren ohne ihren Topshooter Ruben Heinrichsdorff angereist und suchten immer wieder Durchbrüche. Das bekam Hückeswagen hervorragend verteidigt, sodass über 3:3 (9.), 7:3 (17.) und 10:6 (24.) schon zur Pause eine solide 13:6-Führung auf der Anzeigentafel stand.
Auch offensiv agierten die Gastgeber clever, schafften immer wieder Isolationen und zogen viele Siebenmeter. Hier zeigte sich Paul Borisch (Foto) eiskalt. Elf seiner zwölf Strafwürfe zappelten im gegnerischen Netz. „Er war heute eine Bank“, lobte ihn sein Coach. Doch nicht nur der Routinier zeigte keine Nerven, auch über Außen hatte Hückeswagen fast eine 100-Prozent-Quote, sodass die Partie beim 22:12 (50.) frühzeitig entschieden war. In der Schlussphase schlich sich durch viele Wechsel zwar noch ein wenig der Schlendrian ein, doch selbst mehrere Zeitstrafen auf beiden Seiten ließen keine echte Spannung mehr aufkommen. Pabst sprach anschließend von einem wichtigen Sieg, „auch weil wir jetzt an Wuppertal und Aufderhöhe auf einen Punkt herangerückt sind“. (pn)
Hückeswagen: Paul Borisch (11/11), Til Kuhlwilm (4), Philipp Borisch, Felix Scheider, Tim Botsch (je 2), Tobias Bonekämper, Moritz Mettler, Fabio Krempel, Maximilian Hoffmann (je 1).
Ergebnisse und Tabelle Staffel 3
SSV Nümbrecht II - SG Monheim 28:17 (17:12).
Befreiungsschlag für den SSV Nümbrecht II! Mit dem deutlichen Heimsieg über die SG Monheim gaben die Verbandsliga-Männer ihr rote Laterne ab und stehen über Nacht sogar auf einem Nichtabstiegsplatz, der aber abhängig von der Ergebnissen der direkten Konkurrenz am Sonntag ist. Erleichterung herrschte schon vor dem Spiel: Kevin Schieferdecker und Jens Frey kehrten in den Kader zurück und bildeten ein solides Deckungszentrum und auch Fabian Benger, Kreisläufer des Regionalliga-Teams, stand als Aushilfe zur Verfügung. Angespornt durch die Verstärkung ging der SSV direkt mit 8:4 (13.) in Führung, verpasste es dann aber nachzulegen. „Der Verlauf bis zur Halbzeit hat mir nicht so gut gefallen, da haben wir einige Fehler gemacht. Nach der Pause wurde es auch nicht wirklich besser“, kommentierte Trainer Patrick Seebaum. Seine Mannschaft hielt den Abstand zwar über das 17:12 bis zur Pause konstant bei fünf bis sechs Toren, sorgte aber mit einigen Fehlern dafür, dass die Gäste immer noch Hoffnung auf ein Comeback hatten.
Seebaum sah noch Verbesserungspotential bei den Gastgebern: „Ich bin nicht mit allem zufrieden. Wir haben sie etwas zu sehr auf die leichte Schulter genommen und waren nicht so konzentriert.“ In der Schlussviertelstunde zeigte sich dann aber das erarbeitete Selbstvertrauen der Nümbrechter, denn anders als in der Hinrunde wurden sie nicht nervös, sondern erhöhten ihre Führung über 24:16 (49.) zum 28:17-Endstand. Neben Dauerbrenner Lennart Last, der erneut bester Torschütze war, sorgte vor allem Torhüter Alexander Orth mit einigen Paraden für die Entscheidung. Auch Seebaum war schlussendlich zufrieden: „Wir freuen uns über die zwei Punkte, auf dem elften Platz zu sein und den direkten Vergleich gewonnen zu haben.“ (bm)
Nümbrecht II: Lennart Last (11/3), Kevin Schieferdecker (6), Fabian Benger (3), Hendrik Willkens (2), Lucas Hemker (2), Justus Stein, Alexander Seinsche, Mats Weber, Mathis Pötzsch (je 1).
CVJM Oberwiehl - HSG Refrath/Hand II 30:28 (15:14).
[Jan Herhaus glänzte bei den Oberwiehlern mit einer hundertprozentigen Wurfausbeute.]
Am Ende ist es noch einmal knapp geworden. Zwei Sekunden vor der Schlusssirene sicherte Phil Nückel mit seinem Treffer zum 30:28 den Sieg der Oberwiehler. Zuvor hatte man gegen die Refrather Zweitvertretung ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. „Wir sind erstmal froh, dass wir gewonnen haben. Es war das erwartet schwere und unangenehme Spiel. Wir sind nicht gut ins Spiel reingekommen, haben uns sehr schwer gegen die 3-2-1-Deckung getan und haben in der ersten Halbzeit viel zu viele Fehler produziert“, war CVJM-Trainer Christian Schüttenhelm mit der Auftaktphase alles andere als einverstanden. Acht Fehlpässe und fünf technische Fehler zählte der Coach. „Das ist einfach zu viel. Damit haben wir Refrath natürlich die Chance gegeben, über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren zu kommen.“
5:8 stand es noch zehn Spielminuten, ehe die Gastgeber mehr und mehr das Heft in die Hand bekamen. „Wir konnten uns aber auf unsere Deckung verlassen. Wenn wir Sechs-gegen-Sechs gespielt haben, hatten wir es eigentlich gut im Griff und konnten Bälle gewinnen. Bis zur Halbzeit haben wir uns dann rangerobbt, konnten ausgleichen und am Ende der ersten Halbzeit sogar in Führung gehen“, freute sich Schüttenhelm über die Wende.
Nach dem Seitenwechsel legten die Oberwiehler zunächst noch ein Tor Vorsprung drauf, doch eine Hinausstellung gegen Ole Knotte ließ die Refrather wieder Morgenluft wittern. Schnell war der Vorsprung dahin und die HSG ging ihrerseits mit 19:18 in Führung (39.). „Wir hatten dann wieder eine Phase, in der wir zu viele Fehler gemacht haben. Refrath hat das wieder genutzt, um auszugleichen. Aber wir konnten uns erneut auf unsere Deckung verlassen und das wir gut verteidigen und sind dann auf vier Tore weggezogen“, so der Coach, dessen Team vor Beginn der Crunchtime 24:20 (49.) vorne lag, die Führung aber beinahe wieder verspielte. Ein Wurf an den Pfosten, einen an die Latte und das Spiel stand auf der Kippe. Refrath hatte nun auf eine offene Manndeckung umgestellt und kam zum 28:29-Anschlusstreffer. Schüttenhelm nahm die letzte Auszeit und Nückel nutzte den letzten Angriff zur Entscheidung. Herausheben wollte Schüttenhelm Jan Herhaus, der nicht nur vom Siebenmeterpunkt ohne Fehler blieb, sondern auch aus dem Feld heraus mit einer 100-Prozent-Quote glänzte. (thg)
Oberwiehl: Jan Herhaus (6/3), Moritz Madel, Phil Nückel, Julian Klein (je 4), Jascha Hartmann (3), Johannes Schneevogt, Artur Gartung, Lennart Frielingsdorf (je 2), Sean Bockhacker, Jan-Philipp Sträßer, Julian Marenbach (je 1).
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