HANDBALL

Niederlage im Kellerduell

bm, pn, thg; 22.03.2026, 18:15 Uhr
HANDBALL

Niederlage im Kellerduell

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bm, pn, thg; 22.03.2026, 18:15 Uhr
Oberberg - Der CVJM Oberwiehl dominiert trotz Klisterverbot die SG Monheim - Nümbrecht II verliert beim TK Nippes nach schlechter Leistung - Hückeswagen muss nach Niederlage in Remscheid weiter um den Klassenerhalt zittern (AKTUALISIERT).

SG Monheim – CVJM Oberwiehl 21:35 (12:18).

 

Die Oberwiehler haben die knifflige Aufgabe in Monheim in glänzender Manier gelöst. Trotz Klisterverbot dominierte der CVJM den Gastgeber nach Belieben. „Ich bin mega stolz auf meine Jungs. Sie haben den Charaktertest bestanden“, zeigte sich Oberwiehls Trainer Christian Schüttenhelm begeistert vom Auftritt seiner Truppe. Zu Beginn der Begegnung waren die Gäste allerdings noch nicht richtig im Spiel und brauchten einige Minuten, um sich an die ungewohnte Situation, ohne Harz spielen zu müssen, zu gewöhnen. 6:4 stand es nach acht Minuten noch für die Monheimer, dann zog der CVJM unaufhaltsam vorbei. Schüttenhelm hatte sich im Vorfeld eine Strategie überlegt, um sich den Umständen in der SG-Spielstätte anzupassen. „Wir haben offensiv gedeckt, damit die Monheimer nicht frei werfen konnten und haben dann versucht, mit Tempospiel nach vorne zu kommen und einfache Tore zu machen. Das hat ab der Mitte der ersten Halbzeit gut funktioniert. So mussten wir nicht in den Positionsangriff und das schwere Spiel ohne Harz machen“, erklärte der Coach, dessen Equipe sich schließlich zügig absetzte.

 

Mit dem 7:6 (12.) gelang die erste Führung und bis zur Pause erhöhte man den Vorsprung auf sechs Treffer. Nach dem Seitenwechsel sorgten die Oberwiehler dann schnell für klare Verhältnisse. In Minute 44 war die Begegnung beim Stand von 25:14 längst entschieden. In den ersten 20 Minuten des zweiten Durchgangs kassierten die Gäste lediglich drei Gegentore. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann noch einmal eine Schippe draufgelegt und sind noch effektiver im Angriff gewesen. Aber auch in der Deckung. Ich bin super stolz auf meine Mannschaft, wie sie den Kampf und die Situation angenommen hat und wie sie es dann zu Ende gespielt hat“, so Schüttenhelm. Bereits am Donnerstag geht es für die Oberwiehler weiter. Dann empfangen sie im Kreispokal-Halbfinale den SSV Nümbrecht (20:30 Uhr). (thg)

 

Oberwiehl: Artur Gartung (8/1), Frederik Schneider (6), Jascha Hartmann, Ole Knotte, Julian Klein (je 3), Lennart Frielingsdorf (5) Moritz Madel (5/4), Phil Nückel (2).

 

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Turnerkreis Nippes - SSV Nümbrecht II 30:23 (15:17).

 

Nur zwei Tage nach dem überraschenden Punktgewinn bei der HSG Rösrath/Forsbach ließ der SSV Nümbrecht II die Chance aus, auch beim deutlich schwächer einzuschätzenden Turnerkreis Nippes etwas mitzunehmen. Dabei wäre dies laut Trainer Patrick Seebaum absolut möglich gewesen: „Wir müssen mit drei, wenn nicht sogar vier Toren Vorsprung in die Pause gehen.“ Zuvor hatte er gesehen, wie sein ersatzgeschwächtes Team den ersten Durchgang über weite Phasen im Griff hatte. Nach dem 4:6 (10.) und 9:12 (20.) verpasste es der SSV dann aber, die Führung weiter auszubauen und leistete sich in der Schlussphase der ersten dreißig Minuten ein paar unnötige Fehler. Es war bereits zu merken, dass Goalgetter Lennart Last, der zeitgleich im Kader der Regionalliga-Mannschaft stand, an allen Ecken und Enden fehlte. Die offensive Verantwortung lag hauptsächlich auf den Schultern von Kevin Schieferdecker und Mats Weber.

 

Aufgrund des Kräfteverschleißes der zwei Spiele in drei Tagen lief bei den Nümbrechtern dann nach der Pause nur noch wenig zusammen. In Windeseile drehten die Gastgeber die Parte und gingen beim 18:17 (37.) erstmals in Führung. Auch eine Auszeit von Trainer Seebaum zeigte kaum Wirkung: „Es wurde mal Zeit, dass wir richtig grottige 30 Minuten spielen. Nach dem, was wir uns schon alles erarbeitet haben, bin ich überrascht darüber, was wir dann da geboten haben.“ Besonders die Offensive der Gäste wirkte nun zahnlos, sodass sich die Kölner über 25:21 (49.) immer weiter absetzten und schlussendlich einen 30:23-Heimsieg feierten. „Was wir am Donnerstag noch draufgelegt haben, war heute zu wenig. Nippes hat im Endeffekt verdient gewonnen“, so Seebaum. Der Übungsleiter hatte aber den Tabellenstand zur Osterpause im Blick: „Unter dem Strich sind wir dem zufrieden, was wir erreicht haben.“ (bm)

 

Nümbrecht II: Kevin Schieferdecker (8), Mats Weber (8/3), Alexander Seinsche (2), Justus Stein, Hendrik Wilkens, Felix Boers, Stephan Bitzer, Mathis Poetzsch (je 1).

 

 

HC BSDL – ATV Hückeswagen 31:22 (15:12).

 

Einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst haben die Handballer des ATV Hückeswagen. Das Team von Markus Pabst verabschiedete sich mit einer 22:31-Auswärtsniederlage in Remscheid beim HC BSDL („Bergische Soldaten der Liebe“) in die Osterpause. „Wir sind sehr enttäuscht, weil wir uns hier mehr ausgerechnet hatten“, sagte der ATV-Coach im Anschluss und sprach aufgrund der äußeren Einflüsse von „einem ganz schlimmen Handballspiel“. Schon früh war Musik in der Partie. Soldatenspieler Björn Sichelschmidt sah bereits nach vier Minuten die Rote Karte. Auf beiden Seiten folgten noch einige Zeitstrafen. Aus sportlicher Sicht machten die Oberberger auch zu viele Fehler. Besonders monierte Pabst, dass seine Spieler nach etwa einer Viertelstunde die taktische Marschroute verließen und dem gegnerischen Rechtsaußen Leon Sonneborn fortan zu viele Räume gaben. So wurde aus einer 11:9-Führung (22.) der Oberberger bis zur Pause ein 12:15-Rückstand.

 

Noch gravierender war allerdings die Wurfquote seines Teams. Die Soldaten agierten konsequent mit dem siebten Feldspieler. Hückeswagen verteidigte die Unterzahl zwar gut, verpasste es aber sich zu belohnen. Allein sechsmal flog der Ball am leeren Gehäuse der Gastgeber vorbei. „Spätestens nach dem dritten Fehlversuch merkte man wie die Energie aus meinen Jungs entwich. Das hat unsere Moral gekillt“, sagte Pabst. Im zweiten Durchgang ließ Hückeswagen zudem zu viele Würfe über Außen und im Durchbruch liegen, sodass die Hausherren sich nach dem 20:17 (44.) vorentscheidend zum 25:19 (51.) absetzten. Im Abstiegskampf der Verbandsliga Gruppe 3 hat sich vor den Osterferien nichts getan. Auch die Hückeswagener Konkurrenten verloren allesamt, sodass die ATV-Handballer mit einem knappen Vorsprung auf den Relegationsrang in die Osterpause gehen. (pn)

 

Hückeswagen: Paul Borisch (6/2), Maximilian Hoffmann, Philipp Borisch (je 4), Felix Scheider, Tim Botsch, Arne Höhfeld, Til Kuhlwilm (je 2).

 

Ergebnisse und Tabelle Staffel 3

 

Ergebnisse und Tabelle Staffel 4

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