HANDBALL

19 Zeitstrafen: Hückeswagen zeigt im Abstiegskampf Nerven

bm, pn, thg; 03.05.2026, 11:05 Uhr
HANDBALL

19 Zeitstrafen: Hückeswagen zeigt im Abstiegskampf Nerven

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bm, pn, thg; 03.05.2026, 11:05 Uhr
Oberberg - Der ATV Hückeswagen muss weiter um den Ligaverbleib bangen.

SSV Nümbrecht II - HSG Rösrath/Forsbach 29:29 (11:14).

 

Das Duell der Verbandsliga-Männer des SSV Nümbrecht mit der HSG Rösrath/Forsbach verspricht in der aktuellen Saison viel Spannung. Nachdem der SSV bereits im Hinspiel einen überraschenden Punktgewinn feierte, erreichten sie nach einer fulminanten Ausholjagd nochmal das selbe Ergebnis. Bis zum 7:7 (16.) sahen die Zuschauer in der gut gefüllten GWN-Arena ein ausgeglichenes Spiel, doch danach setzten sich die favorisierten Gäste (Tabellenplatz vier) über 8:11 (24.) zum 11:14-Pausenstand ab. In der Halbzeitbesprechung gab Trainer Patrick Seebaum seinem Team nochmal neue taktische Mittel an die Hand. Die nun engere Deckung gegen die Rösrather Rückraumshooter Kutter und Balz hielt das Spiel offen, sodass die Gastgeber beim 20:22 (45.) wieder an einer Überraschung schnupperten.

 

Auch die starke Leistung von Leo Lesser, der Alexander Orth im Tor ersetzte, bereite der HSG zunehmend Kopfschmerzen. Zunächst blieb alles wie erwartet und der Favorit hatte in der 55. Minute (24:29) alle Trümpfe in der Hand. „Die letzten fünf Minuten waren Wahnsinn. Leo Lesser hat freie Würfe weggenommen und Leon Ernst hat auf der Mitte zwei wichtige Tore gemacht“, beschrieb Seebaum die unglaubliche Aufholjagd seiner Mannschaft. Tatsächlich vernagelten sie ihr Tor und kamen Stück für Stück näher heran. Weniger Sekunden vor Schluss setzte Lennart Last zum Eins-gegen-Eins an und wurde dabei so hart gefoult, dass Gegenspieler Nick Kutter die rote Karte sah.

 

Der 18-jährige Mats Weber trat zum entscheidenden Siebenmeter an. Seebaum war sehr glücklich über die Kaltschnäuzigkeit seines Kreisläufers: „Mats behält die Ruhe und macht den Ausgleich, obwohl er schon einen vergeben hatte. Das war durchweg eine tolle kämpferische Leistung.“ Weiterhin bewertete der Übungsleiter der Wert der Unentschiedens: „Das war ein wichtiger Punkt, da Monheim gewonnen hat. Mit der kämpferischen Leistung haben wir den auch verdient.“ Die Nümbrechter sind aktuell auf dem zwölften Tabellenplatz, der gleichbedeutend mit der Rettung wäre, sind aber punktgleich mit den Konkurrenten aus Haan, Aachen und Monheim. (bm)

 

Nümbrecht II: Lennart Last (7), Mats Weber (7/2), Kevin Schieferdecker (5), Leon Ernst, Lucas Hemker (je 3), Justus Stein (2), Mathis Pötsch, Marius Ranke (je 1).

 

Ergebnisse und Tabelle Staffel 4

 

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MTV 61 Elberfeld – ATV Hückeswagen 22:19 (14:10).

 

Die Handballer des ATV Hückeswagen hätten am Samstag den Klassenerhalt perfekt machen können. Doch nach der Niederlage beim bisherigen Tabellenvorletzten MTV Elberfeld müssen die Oberberger weiter zittern. Der bereits vor der Saison zurückgezogene HSV Solingen-Gräfrath steht als Absteiger fest, davor gibt es einen packenden Vierkampf um den Relegationsplatz. Hückeswagens Vorteil: Das Team von Markus Pabst hat gegen Aufderhöhe II, Elberfeld und die SSG Wuppertal/HSV Wuppertal den direkten Vergleich auf seiner Seite. Dazu haben Aufderhöhe II und Elberfeld im Saionendspurt nur noch ein Spiel zu absolvieren.

 

ATV-Trainer Markus Pabst kochte auch am Morgen nach dem Spiel vor Wut. Angesichts von zwölf Zeitstrafen gegen sein Team (Elberfeld bekam sieben), darunter mehrere Meckerstrafen, fühlten sich seine Spieler von den Schiedsrichtern benachteiligt. Dem erfahrenen Coach war das allerdings zu einfach: „Ich bin stinksauer auf mein Team. Wir halten Elberfeld bei 22 Toren, erarbeiten uns sogar in Unterzahl Chancen, werfen dann aber ganz schlecht.“ Allein im ersten Durchgang kamen bei den Gästen noch zwölf technische Fehler dazu.

 

„Wir machen uns selbst Baustellen durch Strafen, Undiszipliniertheiten und egoistische Aktionen auf. Man kann sagen, dass wir verpfiffen worden sind. Man kann aber auch sagen, dass wir furchtbar aufgetreten sind. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, aber mit Ausschlag zu Letzterem“, ließ Pabst weiter Dampf ab. Über 4:3 (8.) verlief das Spiel bis zum 11:7 (24.) noch in ruhigen Bahnen. Fortan waren beide Teams aber kaum noch komplett auf dem Spielfeld. Hückeswagen lief dem Rückstand über 18:13 (43.), 20:15 (51.) und 21:19 (60.) bis zum Schluss hinterher. „Am Ende verlieren wir verdient. Wir hätten einen schönen Abend mit dem sicheren Klassenerhalt haben können. Stattdessen versauen wir ihn uns selbst, weil wir die Aufgabe nicht annehmen“, so Pabst. Mit einem Sieg aus den verbleibenden zwei Spielen haben die Oberberger den Klassenerhalt weiter in eigener Hand. (pn)

 

Hückeswagen: Paul Borisch (4/1), Til Kuhlwilm (3), Maximilian Hoffmann, Arne Hoehfeld, Felix Scheider, Philipp Borisch (je 2), Lucas Frischmuth, Moritz Mettler, Hendrik von Egen, Tim Botsch (je 1).

 

Ergebnisse und Tabelle Staffel 3

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