HANDBALL

Heimserie soll auch gegen Rimpar halten

pn; 26.05.2022, 15:40 Uhr
Archivfoto: Thomas Wirczikowski ---- Schon in der vergangenen Saison erwiesen sich Ex-VfL-Talent Yonatan Dayan und seine Rimparer Wölfe als unangenehmer Gegner für den VfL Gummersbach.
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Heimserie soll auch gegen Rimpar halten

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pn; 26.05.2022, 15:40 Uhr
Gummersbach – Nach dem Ausrutscher in Dresden hofft VfL-Coach Sigurdsson wieder auf frischere Beine bei seinem Team – 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

VfL Gummersbach – DJK Rimpar Wölfe (Freitag, 19 Uhr, SCHWALBE arena).

 

Hinspiel: 25:28.

 

Auf den Titelgewinn folgte der Meisterkater. Wirklich sauer war VfL-Coach Gudjon Valur Sigurdsson nach der knappen 29:30-Niederlage in Elbflorenz aber nicht. „Es kam vieles zusammen. Wir haben die Liga gewonnen, eine andere Abwehr probiert und auch personell ein wenig anders agiert. Vielleicht fehlten uns einfach die letzten zwei bis drei Prozent“, blickt der Isländer noch einmal auf das Spiel in Dresden zurück, in dem seine Mannschaft nur in der Anfangsviertelstunde überzeugte. Am Ende hätte einfach das Team gewonnen, das mehr an diesem Tag gewollt hätte, spricht er von einer Mentalitätsfrage: „Ich bin mir aber sicher, das wäre uns nicht passiert, wenn wir diese Punkte noch gebraucht hätten. Denn insgesamt haben die Jungs eine überragende Saison gespielt.“

 

Einen erneuten Ausrutscher soll es am Freitagabend dann auch nicht geben, wenn die Rimpar Wölfe ihre Visitenkarte in der SCHWALBE arena hinterlassen. Denn ein Ziel haben die Oberberger immer noch vor Augen: Ihnen fehlen noch zwei Heimsiege für eine perfekte Saison in eigener Halle. In 17 Spielen gelang es in den vergangenen Monaten keinem Gegner, einen Punkt aus der Festung SCHWALBE arena zu entführen.

 

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An das Hinspiel haben die VfL-Handballer allerdings keine guten Erinnerungen. Kurz vor Weihnachten musste das Sigurdsson-Team nicht nur den Schock über den Kreuzbandriss von Linksaußen Hakon Styrmisson verdauen, sondern kassierte in Würzburg zudem eine vollkommen verdiente 25:28-Niederlage. „Das Spiel war eine Katastrophe. Da brauchen wir gar nichts schönreden“, sagt der VfL-Coach, der hofft, dass sein Team die Meisterfeierlichkeiten nun abgehakt hat und wieder etwas frischer auf den Beinen ist.

 

Gegner Rimpar spielt trotz einer kleinen Minikrise von zuletzt drei Niederlagen eine mehr als solide Saison und konnte sich im Verlauf der Rückrunde mit Überraschungserfolgen gegen Nordhorn oder Hüttenberg frühzeitig von den Abstiegsrängen entfernen. Dabei weiß das Team von Trainer Julian Thormann vor allem spielerisch zu überzeugen. „Sie verfügen nicht über den größten Rückraum, sind aber sehr spielintelligent“, beschreibt Sigurdsson die Unterfranken. Gefahr strahlen Patrick Schmidt, Jonas Link, Steffen Kaufmann und Yonatan Dayan vor allem mit ihren Schlagwürfen aus, aber auch das Zusammenspiel mit Kreisläufer David Kovacic ist eine echte Waffe. Zudem warnt Sigurdsson vor der Defensive der Wölfe: „Da schätze ich sie stärker als viele andere in dieser Liga ein.“
 

Personell hat sich beim Spitzenreiter wenig getan. Neben dem Langzeitverletzten Styrmisson wird auch Timm Schneider weiter ausfallen. Ob der Kapitän noch ein letztes Spiel im VfL-Trikot machen wird? „Vor zwei Wochen hätte ich ja gesagt, inzwischen bin ich skeptisch“, sagt der VfL-Coach. Die Frage sei auch, ob man dieses Risiko überhaupt eingehen wolle, wenn der Spielmacher bislang nicht ernsthaft ins Training einsteigen konnte. Auch der Traum vieler Fans Stanislav Zhukov in dieser Saison vielleicht noch einmal auf dem Feld zu sehen, bleibt unerfüllt. Der Ukrainer absolviert zwar fleißig sein Rehaprogramm, mehr als Wurftraining sei bislang aber nicht möglich gewesen. „Das wäre sicher eine schöne Geschichte ihn spielen zu lassen, aber wir wollen kein trauriges Ende mit einer neuen Verletzung.“

 

In Sachen Personalplanung will der Isländer dagegen keine weiteren Einblicke geben. Auf die Frage, ob Miro Schluroff der letzte Transfer für die kommende Saison sei, zuckt er nur vielsagend mit den Schultern und weicht aus: „Unser Ziel ist es, so besetzt zu sein, dass auf jeder Position ein Konkurrenzkampf herrscht.“ Schulroff sei dafür ein wichtiges Puzzleteil. „Ein unheimlich spannender Spieler“, so Sigurdsson.

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