HANDBALL

In Mannheim gefordert: Gummersbach will Fehlstart vermeiden

pn; 01.09.2026, 13:00 Uhr
Foto: Thomas Wirczikowski ---- Toptalent Nikola Roganovic erlebte ein schwieriges Bundesligadebüt. Sein Trainer Gudjon Valur Sigurdsson ist vom hochveranlagten Schweden weiter absolut überzeugt und will die nötige Zeit zum Reifen geben.
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In Mannheim gefordert: Gummersbach will Fehlstart vermeiden

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pn; 01.09.2026, 13:00 Uhr
Gummersbach – Die VfL-Handballer treffen am Mittwochabend bei den Rhein-Neckar Löwen auf ihren Ex-Spielmacher Kentin Mahé – 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

Von Peter Notbohm

 

Rhein-Neckar Löwen – VfL Gummersbach (Mittwoch, 20 Uhr).

 

Kann der VfL Gummersbach den Fehlstart in die neue Saison abwenden? Nach der Auftaktniederlage gegen den Deutschen Meiser SC Magdeburg wartet in der Handball-Bundesliga schon am Mittwoch die nächste Aufgabe auf das Team von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson. Es geht zu den Rhein-Neckar Löwen, dem nächsten ambitionierten Gegner.

 

Panik herrscht beim isländischen VfL-Coach nach der 31:33-Heimniederlage vom Sonntag keineswegs vor – im Gegenteil. Obwohl die Oberberger mit Neuzugang Alex Dujshebaev und Teitur Einarsson auf zwei wichtige Spieler verzichten mussten und nach den Abgängen von Julian Köster und Dominik Kuzmanovic im Sommer im Umbruch stecken, verkaufte sich der VfL gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Magdeburg teuer.

 

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„Wir haben ein wirklich gutes Spiel gemacht“, fand Sigurdsson auch am Montag noch lobende Worte für den kämpferischen Auftritt seiner Mannschaft. Nur die Anfangsphase, in der Magdeburg schon früh auf fünf Tore davonzog, war nicht nach dem Geschmack des Isländers, der anschließend aber kaum noch Fehler seiner Mannschaft und eine extrem hohe Wurfquote sah. „Wir müssen uns für nichts schämen oder etwas knallhart analysieren. Ab der zehnten Minute haben wir bis auf drei, vier Kleinigkeiten wirklich ein Topspiel gemacht. Wir sind aber auch auf einen routinierten Gegner getroffen, der nur schwer zu stoppen ist.“

 

Vor allem Miro Schluroff, Kay Smits und Ellidi Vidarsson waren offensiv echte Ankerpunkte und wurden jeweils in die Mannschaft des Spieltags der HBL nominiert. Defensiv räumten zudem Tom Kiesler und Kristjan Horzen auf. Fast schon als Ritterschlag darf man die Auszeit von SCM-Coach Bennet Wiegert verstehen, der seine Spieler anmahnte, nicht mehr über Kiesler zu attackieren. Einzig Neuzugang Nikola Roganovic fiel am Sonntag ab. Das schwedische Toptalent probierte viel, nahm sich auch einige Würfe, wirkte bei seinem ersten Bundesligaspiel aber nervös und traf nur einmal per Siebenmeter.

 

Sigurdsson suchte unmittelbar nach dem Match und auch am Montag das Gespräch mit dem Youngster. „Wir haben uns ein paar Sachen angeschaut. Er hat nicht verlernt Handball zu spielen. Der Unterschied zur Vorbereitung ist, wir hatten eine volle Halle, einen Gegner, der nicht immer dasselbe macht und er hat auch noch nie gegen Magnus Saugstrup gespielt.“ Der Isländer will dem Schweden Zeit geben: „Er hat Talent bis zum geht nicht mehr. Wir werden weiter mit ihm daran arbeiten.“

 

Sowohl Roganovic, der trotz der zwei Fehlversuche am Sonntag weiterhin als neuer erster Siebenmeterschütze vorgesehen ist, als auch der nur wenig eingesetzte „Gassi“ Sindrason hätten in der Vorbereitung bewiesen, dass sie das Niveau haben, „aber das ist eine neue Erfahrung und sie kommen aus Ligen, in denen sie dominiert haben. Das müssen sie jetzt erleben“, meint Sigurdsson. Positiv bewertet der Coach, dass die erfahreneren Spieler im ständigen Austausch mit den Talenten sind und diese führen.

 

Dass nun nur drei Tage später das nächste Spiel in der SAP Arena ansteht, sieht man in Gummersbach positiv, schließlich wartet dieser Rhythmus im Europapokal ab Oktober ohnehin auf das Team. Die Löwen starteten ebenfalls mit einer Niederlage in die Saison. In Hannover verlor die Mannschaft von Maik Machulla, die ohne DHB-Kreisläufer Jannik Kohlbacher (krank) auskommen musste, trotz einer 26:21-Führung eine Viertelstunde vor Schluss mit 31:32. Der Ex-Gummersbacher Kentin Mahé übernahm bei seinem neuen Cub die Rolle des Siebenmeterschützen und traf alle drei Versuche. Haupttorschützen waren die beiden Spielmacher Haukur Thrastarson (7) und Dani Baijens (5) sowie Neuzugang Aron Seesing (5).

 

Sigurdsson hat in seiner Videoanalyse zwei starke Mannschaften gesehen. Vor allem defensiv hätten die Löwen „wirklich kompakt und gut gestanden“. Hannover habe in der Schlussphase dann aber eine überragende Leistung abgeliefert. „Beide Teams sehen sehr interessant aus und frischer als letzte Saison“, so der VfL-Coach. Bei Gummersbach werden wahrscheinlich erneut Teitur Einarsson und Alex Dujshebaev (rechter Oberschenkel) wegen muskulärer Probleme ausfallen. Man schaue bei beiden derzeit von Tag zu Tag, so Sigurdsson vor der Abreise am Dienstag nach Mannheim.

 

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