HANDBALL
In Wetzlar fällt für die VfL-Handballer der Startschuss für die englischen Wochen
Gummersbach – Nach dem harten Auftaktprogramm muss der VfL Gummersbach am Sonntag erstmals zu einer Pflichtaufgabe – Sigurdsson warnt dennoch vor dem Gegner - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Von Peter Notbohm
HSG Wetzlar – VfL Gummersbach (Sonntag, 16:30 Uhr).
Ab jetzt heißt es Schlag auf Schlag für die Handballer des VfL Gummersbach! Nach dem harten Auftaktprogramm mit den drei Duellen mit den deutschen Champions League-Vertretern stehen in den nächsten 17 Tagen sechs Spiele in Liga, DHB-Pokal und European League auf dem Programm. „Jetzt fängt das an, wofür wir vergangene Saison so hart gearbeitet haben, dass wir dabei sind“, will Gummersbachs Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson nicht jammern – im Gegenteil: es herrscht Vorfreude rund um die SCHWALBE arena.
Den Auftakt in die englischen Wochen macht am Sonntag das Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar. Angesichts der Gummersbacher Ambitionen ein vermeintliches Pflichtspiel gegen den Tabellenvorletzten, doch Sigurdsson warnt! „Das ist meiner Meinung nach im Vergleich zu letzter Saison eine verstärkte Mannschaft“, sagt der VfL-Coach. Dass die Hessen sich mit 1:7 Punkten aber schon wieder früh im Tabellenkeller wiederfinden, hat auch der Isländer registriert. „Sie haben sich mehr erhofft, haben es teilweise aber auch gut gemacht. Wir müssen gut vorbereitet sein. Wetzlar wird auf sein Heimspiel brennen.“
Besonders den Saisonauftakt dürfte man sich bei den Hessen anders vorgestellt haben. Am ersten Spieltag verlor das Team von Rúnar Sigtryggsson das Heimspiel gegen Aufsteiger Bietigheim mit 33:35. Es folgten eine weitere Niederlage in Lemgo (27:31) und ein Punktgewinn vor eigenem Publikum gegen Eisenach (31:31). Zuletzt unterlag Wetzlar mit 30:38 bei Meister Magdeburg.
Dabei hatte man den Kader im Sommer durchaus verstärkt, um nicht wieder in den Abstiegskampf zu geraten. Der letztjährige Beinah-Absteiger holte Tomáš Piroch aus Leipzig und Nikolaj Læsø von Bjerringbro-Silkeborg für den Rückraum. Aus Melsungen kam mit Außen Martí Soler und Torhüter László Bartucz ein Duo. Dazu aus Kiel mit Petter Øverby ein renommierter Name für den Kreis. Noch keine Rolle spielte bislang der neue HSG-Kapitän Josip Simic, der den Ex-Gummersbacher Dominik Mappes im Sommer beerbte. Der Kroate zog sich kurz vor Saisonbeginn einen Muskelfaserriss zu, könnte gegen den VfL nun aber erstmals spielen.
Respekt hat Sigurdsson aber nicht nur wegen der Neuzugänge. Auch die letzten VfL-Auftritte in der Buderus Arena waren wenig prickelnd. In der vergangenen Saison gewann man trotz schwacher Leistung knapp, in der Saison davor gab es sogar eine Niederlage. An der Halle will der Isländer das aber nicht festmachen, „sondern mehr an unserer Leistung“. Die Vorbereitung auf das Match stimmt ihn jedenfalls positiv: „Wir wollen genauso gut spielen wie in Berlin, aber mit einer besseren Wurfquote.“
Denn obwohl Gummersbach bei den Füchsen am vergangenen Wochenende klar mit 28:33 unterlag, hat Sigurdsson auch einiges Positives gesehen. „Wir haben die Chancen bekommen, die wir haben wollten. Das bestätigt uns zumindest darin, dass das, was wir uns vorgenommen haben, funktioniert hat“, sagt er. Dass seine Spieler in der zwölfminütigen, torlosen Phase allerdings mehrfach vollkommen freie Chancen liegen ließen, stimmt auch ihn nachdenklich. „Die Jungs waren maximal enttäuscht. Wir hatten schon bessere Wurfquoten.“
Personell gab es vom VfL-Coach ein kleines Update. Mathis Häseler stieg nach seiner Fußverletzung am Freitag wieder ins Training ein. Man müsse beim Nationalspieler nun die Reaktion auf die Belastung abwarten. Was genau der Rechtsaußen hatte, wollte Sigurdsson nicht verraten, sagte nur: „Es ist keine Verletzung, die ihn lange rausnimmt. Unsere Physios haben sich gut um ihn gekümmert.“ Wann mit einer Rückkehr von Teitur Einarsson und Tom Kiesler zu rechnen ist, ließ der Isländer ebenfalls offen. Er rechne mit beiden in den nächsten Wochen, eine Rückkehr Einarssons sei dabei aber deutlich näher als die von Kiesler.
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