HANDBALL
Nächster Kracher: Gummersbach muss in den Fuchsbau
Gummersbach – Bei den Füchsen Berlin endet am Sonntag das anspruchsvolle Auftaktprogramm der VfL-Handballer - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Füchse Berlin – VfL Gummersbach (Sonntag, 18 Uhr).
Ein Topspiel jagt das nächste! Nach den Kracher-Heimspielen gegen den SC Magdeburg und die MT Melsungen müssen die Handballer des VfL Gummersbach am vierten Spieltag der Handball-Bundesliga zum nächsten deutschen Champions League-Vertreter. Am Sonntag, 18 Uhr, tritt das Team von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson in der Max-Schmeling-Halle bei den Füchsen Berlin an. Es ist der Abschluss des herausfordernden Auftaktprogramms, aus dem die Oberberger bislang 3:3 Punkte geholt haben.
„Es wird ein sehr hartes und körperliches Spiel, aber wir fahren dahin, um die zwei Punkte mit nach Gummersbach zu nehmen“, sagt Kreisläufer Kristjan Horžen vor der Abreise an die Spree. Um in Berlin bestehen zu können, müsse das Team eine konstante Leistung über 60 Minuten abrufen, „und die Chancen, die wir bekommen, nutzen“.
Die Berliner, amtierender DHB-Pokalsieger und Vizemeister, haben sich im Sommer nach den Abgängen von Torhüter Dejan Milosavljev und Rückraumspieler Lasse Andersson beim Ausrufen eines Saisonziels zurückhaltend gezeigt. Erstmals wurde von den Verantwortlichen keine konkrete Platzierung ausgerufen. Auch Lukas Herburger (HC Kriens-Luzern), Max Beneke (FRISCH AUF! Göppingen), Clemens Möstl (1. VfL Potsdam, Leihe), Nejc Cehte (RK Alkaloid Skopje) und Valter Chrintz (Ziel unbekannt) gehören nicht mehr dem Füchse-Kader an.
Geholt wurden zunächst nur Frederik Simak (TBV Lemgo Lippe) und Torwart-Altstar Andreas Palicka (HSG Wetzlar), der die neue Nummer Eins Lasse Ludwig unterstützen soll. Schon in den ersten Spielen der Füchse zeigte sich aber, dass der Verzicht auf eine Nachverpflichtung von Andersson wohl ein Fehler war. Kurzfristig wurde vergangenen Woche der französische Nationalspieler Aymeric Zaepfel (PAUC Aix en Provence) für ein Jahr nachverpflichtet, um Matthes Langhoff im linken Rückraum zu entlasten.
Unumstrittener Superstar im Team von Trainer Nicolej Krickau ist aber weiterhin Welthandballer Mathias Gidsel, der auch diese Saison schon wieder 23 Tore in drei Spielen erzielt hat. Schmerzlich vermisst wird zudem DHB-Spielmacher Nils Lichtlein, der sich im Sommer einer Operation am linken Fuß unterziehen musste und auf unbestimmte Zeit ausfällt. Seine Rolle nimmt vor allem der norwegische Nationalspieler Tobias Grøndahl (15 Tore) ein. Auch Linkshänder Fabian Wiede arbeitet an seinem Comeback nach einem Kreuzbandriss im Oktober 2025. Einen Großangriff planen die Berliner kommende Saison, wenn die beiden Superstars Simon Pytlick und Dika Mem in die Hauptstadt wechseln.
Horžen warnt trotzdem vor den Füchsen: „Berlin ist immer noch eine sehr gute Mannschaft mit viel Qualität. Gerade im Rückraum läuft der Ball schnell, aber sie spielen sich ihre Chancen auch geduldig aus, wenn es nötig ist.“ Die Berliner starteten mit 4:2 Punkte in die Saison. Auf die 31:38-Supercup-Niederlage gegen den SC Magdeburg folgte ein 33:31-Heimsieg gegen die MT Melsungen, eine 32:36-Liganiederlage in Magdeburg und ein knapper 34:33-Auswärtserfolg beim TVB Stuttgart. In der Champions League gewannen Gidsel & Co ihr Auftaktmatch bei Partizan Belgrad am Donnerstagabend souverän mit 44:33.
Mit den Berlinern dürften die VfL-Handballer auch noch eine Rechnung offen haben. Ende April endete im Fuchsbau bei der 26:28-Niederlage die Gummersbacher Siegesserie von elf Spielen in Folge und bedeutet auch das Aus der damaligen Champions League-Träume der Oberberger.
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