Oberberg – In der U15-Regionalliga verlieren die SSV-Handballerinnen deutlich gegen das Topteam St. Tönis – Weibliche U19 der HSG Marienheide/Müllenbach durchbricht eine lange Negativserie.
Männliche U19-Oberliga
HBD Löwen Oberberg – SG Langenfeld 38:28 (19:14).
Mit einem klaren Sieg gegen die SG Langenfeld gehen die Löwen in die Herbstpause. „Wir waren von Beginn des Spiels an das dominante Team und in Führung, die wir bis zum Schlusspfiff kontinuierlich ausgebaut haben“, zog Interimscoach Antony Hudak-Domokos ein zufriedenes Fazit. Angeführt von den torhungrigen Rückraumspielern Sverre Jürges, Leo Dietrich und Milo Gießelmann ließ das Team keine Zweifel über den späteren Sieger aufkommen.
Bereits zur Pause betrug der Vorsprung fünf Tore, obwohl man bis dahin schon einige freie Würfe liegengelassen hatte. In der zweiten Halbzeit setzte sich der souveräne Auftritt fort und in der 48. Minute betrug die Führung beim 33:23 erstmals zehn Tore. Mit 8:2 Punkten haben sich die Löwen auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschoben und damit in der Spitzengruppe der Oberliga festgesetzt.
HBD Löwen: Sverre Jürges (9), Leo Dietrich (8), Milo Gießelmann (8/1), Elijah Prystaw (5), Kevin Buchholz (3), Eric Halding-Hoppenheit (2), Niklas Lüders, Marlon Theurich, Jonas Woggon (je 1).
Weibliche U19-Regionalliga
TV Aldekerk - HSG Marienheide/Müllenbach 25:27 (11:16).
Auch ohne ihren privat verhinderten Trainer Michael Debus holten die weiblichen U19-Handballerinnen der HSG Marienheide/Müllenbach in Aldekerk einen überraschenden Sieg. Noch nie in fünf Jahren Regionalligazugehörigkeit war es der oberbergischen Spielgemeinschaft gelungen, den Dauerrivalen in einem der zwölf Duelle zu besiegen. Nur zwei Remis standen bislang in der Statistik. Mit kleinem Kader, aber mental gut vorbereitet durch Trainerin Jennifer Debus waren die Gäste sofort im Spiel.
Aldekerk, das mit der vollen Kapelle antrat, legte vor und die Gäste zogen bis zur zwölften Minute nach. Dann gelang es der HSG zunehmend das Tempospiel der Gastgeberinnen zu stoppen und sich bis zur Pause eine 16:11-Führung herauszuspielen. Kurz nach der Pause erhöhten die Oberbergerinnen sogar zum 13:19 (36.), ehe eine HSG-Schwächephase die Aldekerker Aufholjagd zum 21:22 (49.) einleitete. Zwei Tore von Elodie Hilbring und Hanna Ruhe sorgten aber wieder für etwas Durchatmen, sodass die Gäste die knappe Führung über die Zeit brachten, obwohl Aldekerk mehrfach zum Anschlusstreffer kam.
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[Foto: privat.]
„Was mich heute so begeistert hat, war die Arte und Weise, wie dieser Sieg zustande kam. Natürlich aus einer sehr starken Abwehr heraus und gutem Handball, einer tollen und geschlossenen Mannschaftsleistung, war dies ein taktisch sehr cleveres Spiel. Wir haben uns immer wieder auf geänderte Bedingungen eingestellt und diese in den Griff bekommen. Ein sehr taktisch geprägter Sieg, der von uns in den zurückliegenden Trainingseinheiten gut vorbereitet war“, freute sich eine stolze Jennifer Debus.
Marienheide/Müllenbach: Tiara Siemerkus (8/3), Elodie Hilbring, Marie Weingärtner (je 7), Hanna Ruhe, Mira Lynn Nieborowski (je 2), Mia Klose (1).
Weibliche U15-Regionalliga
SSV Nümbrecht – Tschft. St.Tönis 6:47 (6:19).
Eine bittere Niederlage kassierten Nümbrechts U15-Handballerinnen beim Tabellenführer aus St.Tönis. In der zweiten Hälfte ereilte die Oberbergerinnen dabei sogar die Höchststrafe: sie blieben ohne Torerfolg. Trainer Fabian Benger sprach anschließend vom „erwartet übermächtigen Gegner“: „Wir waren uns der Stärke der Turnerschaft bewusst. Entsprechend haben wir den Fokus bewusst auf unsere Abwehrarbeit gelegt, um nicht überlaufen zu werden.“ Ein Plan der zumindest eine Viertelstunde lang gut aufging. Bis zu diesem Zeitpunkt hielt sich das Ergebnis bis zum 4:6 vollkommen im Rahmen.
Doch anschließend sorgten zahlreiche Fehlpässe dafür, dass St. Tönis immer wieder zu einfachen Ballgewinnen kam, die konsequent in Gegenstöße umgemünzt wurden. Schon zur Pause stand beim 6:19 der Sieger fest. „In der zweiten Halbzeit wurde es dann zur Kopfsache. Die anhaltende Fehlerquote nahm uns mehr und mehr die Sicherheit, sodass unser Spiel immer statischer wurde und wir letztlich keinen Weg mehr fanden, dem Spiel eine andere Richtung zu geben“, so Benger, dessen Team nun gnadenlos überlaufen wurde.
„Es tut mir Leid für unsere Mädels, insbesondere, weil wir es als Trainerteam in der zweiten Halbzeit zu keinem Zeitpunkt geschafft haben, die nötige Sicherheit zu geben - das müssen wir zukünftig besser lösen. Ansonsten gilt es, das Spiel schnellstmöglich abzuhaken, bevor es in die Herbstpause geht“, sagte der SSV-Coach.
Nümbrecht: Klara Bouillon (4), Marlene Faulenbach, Emma Rösner (je 1).
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