HANDBALL

Nümbrechts Torfrauen überragen – Gelpe/Strombach verliert beim Letzten

thg; 16.04.2026, 12:20 Uhr
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Nümbrechts Torfrauen überragen – Gelpe/Strombach verliert beim Letzten

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thg; 16.04.2026, 12:20 Uhr
​​​​​​​Oberberg – Die Handballerinnen des SSV Nümbrecht spielen nach dem geschafften Klassenerhalt befreit auf und besiegen auch Lank – Der HC Gelpe/Strombach blamiert sich beim Tabellenletzten aus Kempen.

Von Thomas Giesen

 

TD Lank – SSV Nümbrecht 19:27 (11:12).

 

Die Nümbrechterinnen drehen am Saisonende noch einmal richtig auf. Nach dem jüngsten Sieg beim TV Witzhelden, der gleichzeitig den Klassenerhalt bedeutete, gewannen die Schützlinge von Trainerin Martina Duckart auch deutlich bei Treudeutsch Lank. „Ich bin unglaublich zufrieden mit meinen Mädels. Wir hatten vor dem Spiel noch gesagt, dass wir die beiden Spiele, die wir zusammen spielen können, nur noch genießen wollen. Das sind nur noch Bonusspiele für uns. Wir hätten nie damit gerechnet, dass wir den Klassenerhalt so früh realisieren können. Dementsprechend ist es umso schöner zu sehen, wie frei meine Mädels sein können. Die Lockerheit hat man gemerkt“, war Duckart begeistert.

 

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Zu Beginn war von der Lockerheit allerdings noch nichts zu sehen. Nach knapp sechs Minuten lagen die Gäste mit 0:4 hinten – viermal hatte Lanks Nora Becker getroffen. „Es war nicht so, dass wir schlecht gespielt hätten, wir haben uns sehr gute Chancen herausgespielt, haben aber die Tore nicht gemacht. Dementsprechend kam auch der Rückstand zustande. Sobald wir getroffen haben, waren wir aber auch drin im Spiel.“ In Minute 15 hatten die Nümbrechterinnen das Spiel wieder ausgeglichen. Über 5:5 ging es auf Augenhöhe in die Pause. „Wir haben es dann sehr diszipliniert gespielt und versucht, die freien Spielerinnen zu finden. Wir haben uns ins Spiel reingekämpft und sind dann folgerichtig auch in Führung gegangen. Es war in der ersten Halbzeit ein enger Schlagabtausch“, so Duckart.

 

Schon im ersten Durchgang zeigte sich das SSV-Torhüterinnenduo glänzend aufgelegt. Während Jana Steinebach über 60 Minuten die Arbeit im Spiel ablieferte, kam Anna Meißner für die Siebenmeter zwischen die Pfosten und hielt insgesamt überragende sechs von sieben Versuchen der Meerbuscherinnen. „Man muss die beiden hervorheben. Auch was Jana im Spiel an freiesten Würfen gehalten hat, war unglaublich. Die beiden hatten einen unglaublichen Sahnetag.“ Im zweiten Durchgang machten die Nümbrechterinnen dort weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Mit einer guten Torwartleistung und diszipliniertem Spiel im Feld. „Wir sind super gut aus der Kabine gekommen und haben uns auch von kleinen Rückschlägen wie Zwei-Minuten-Strafen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Am Ende ist es eindeutig geworden, das lag aber auch daran, dass Lank Sekt oder Selters gespielt hat“, so Duckart, die sich nun auf den letzten Akt ihrer Nümbrechter Trainerkarriere freut, ehe sie das Amt abgibt. „Wir wollten heute zeigen, dass wir der beste Aufsteiger sind. Und das haben wir mit dem Sieg geschafft. Jetzt ist der Fokus auf den Derbysieg gegen Gelpe/Strombach gerichtet. Den wollen wir auf jeden Fall holen.“

 

SSV Nümbrecht: Laura Harscheid (7/2), Elena Seiffarth (6), Lara Schmalenbach (5), Lotta Werthenbach (4), Lara Deinert (3), Sabrina Kirchhoff (2).

 

 

VT Kempen – HC Gelpe/Strombach 36:35 (17:20).

 

Die Gelpe/Strombacherinnen sind auf dem absteigenden Ast. Im Nachholspiel bei VT Kempen blamierte sich die Equipe gegen den Tabellenletzten. „Das ist eine bittere Niederlage, die wir einstecken mussten. Es war über das ganze Spiel hinweg zum wiederholten Male in dieser Saison so, dass wir ein extremes Problem in der Chancenverwertung haben. Wir haben sicher 15 bis 20 Fehlwürfe im gesamten Spiel eingesammelt“, zeigte sich HC-Trainer David Hoffmann fassungslos. „Wir hatten dazu auch defensiv unsere Probleme, den Gegner in den Griff zu kriegen. Wir haben es dann im Spielverlauf mit mehreren Umstellungen versucht, was aber nicht so funktioniert hat, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir schaffen es aber dennoch, uns zur Pause einen Drei-Tore-Vorsprung herauszuspielen“, so Hoffmann.

 

7:4 führte das Ligaschlusslicht, ehe die Gäste besser in die Partie kamen. Über 14:14 (22.) ging es mit 20:17 in die Halbzeit. Kurz nach dem Seitenwechsel kassierte Mia Klose jedoch eine Zwei-Minuten-Strafe und binnen drei Minuten hatten die Gastgeberinnen zum 20:20 ausgeglichen. Anschließend entwickelte sich ein von beiden Seiten fehlerbehafteter Schlagabtausch mit wechselnden Führungen, bei dem sich kein Team auf mehr als zwei Tore absetzen konnte. 27 Sekunden vor der Schlusssirene gelang Kempen der Siegtreffer. Auch eine letzte Auszeit brachte den Gelpe/Strombacherinnen für die Schlusssekunden keinen Erfolg.

 

Wir haben die Führung nach der Pause zu leichtfertig wieder hergeschenkt. Danach ist es ein enges Spiel. Wir haben es nicht geschafft, unsere technischen Fehler und Fehlwürfe zu reduzieren und deshalb verlieren wir dieses Spiel. Das ist extrem bitter. Es ist die zweite Niederlage in Folge, bei der nicht das abrufen, was wir können und was wir spielen wollen.“

 

HC Gelpe/Strombach: Desiree Horn (9), Kathleen Hertes, Denise Szakacs (je 7), Celine Blumberg (5/2), Zoe Viebahn (4), Mia Klose (2), Marlin Keuper (1).

 

Ergebnisse und Tabelle

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