HANDBALL

Neue VfL-Trikots: Puma ersetzt Hummel

pn; 16.03.2026, 18:00 Uhr
Foto: Matthaeus ---- VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler (r.) freut sich über den Deal mit Puma-Geschäftsführer Arthur Hoeld.
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Neue VfL-Trikots: Puma ersetzt Hummel

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pn; 16.03.2026, 18:00 Uhr
Gummersbach - Der VfL Gummersbach beendet die Zusammenarbeit mit Hummel und setzt künftig auf Puma - Geschäftsführer Arthur Hoeld erweitert den VfL-Wirtschaftsrat - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

Von Peter Notbohm

 

Die Partnerschaft zwischen dem VfL Gummersbach und Hummel, dem ältesten Teamsport-Ausstatter, endet vorzeitig. Wie der Handball-Bundesligist am Montag bekanntgab, wird der Verein ab der kommenden Saison in Puma-Trikots auflaufen. Zuletzt war das in der Saison 2010/11 der Fall, als man den letzten europäischen Titel holte. Zur genauen Vertragslaufzeit machte der VfL Gummersbach keine Angaben. Offiziell spricht man von einem „langfristigen Vertrag“ mit dem Unternehmen aus Herzogenaurach und einem „der umfassendsten Ausstattungsdeals in der Vereinsgeschichte“.

 

Gleichzeitig wird Puma-Geschäftsführer Arthur Hoeld dem Wirtschaftsbeirat des VfL Gummersbach beitreten und soll dort seine internationale Erfahrung und sein Netzwerk einbringen. Der Deal mit Puma umfasst nicht nur das Bundesligateam, sondern auch die Handballakademie und die Ausstattung des Verwaltungsbereichs.

 

VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler spricht von einem echten Meilenstein und einem möglichen Gamechanger für den Club: „Mit Puma gewinnen wir nicht nur einen Ausrüster, sondern einen globalen Partner, der unsere Vision teilt: den VfL Gummersbach und den Handball noch attraktiver zu machen und dabei auch neue Wege zu gehen. Gemeinsam wollen wir den Verein weiterentwickeln, neue Zielgruppen erreichen und eine starke Community rund um den VfL aufbauen.“

 

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Schindlers Vision: Der VfL soll nicht nur sportlich entwickelt werden, sondern auch „als Marke, Lifestyle und kulturelle Bewegung“. Dafür sei Puma mit seiner internationalen Stahlkraft der ideale Partner. Er erinnert sich gerne an die alten Zeiten in Puma-Trikots zurück: „Mein erstes VfL-Trikot war ein Puma-Trikot. Umso schöner ist es für mich, dass unsere Mannschaft künftig wieder in Puma-Trikots auflaufen wird.“
 

Auch Arthur Hoeld betont das Entwicklungspotenzial: „Puma und der VfL stehen beide für Tradition, Geschichte und sportlichen Erfolg. Genau deshalb passt diese Partnerschaft so gut zusammen. Handball ist eine olympische Kernsportart mit enormem Potenzial. Gleichzeitig ist Puma eine der wenigen globalen Multisport-Marken. Gemeinsam
können wir mehr machen als ‚Business as usual‘. Handball kann auch Lifestyle und Kultur sein und genau daran wollen wir gemeinsam arbeiten.“ Dass Hoeld gleichzeitig dem Wirtschaftsrat beitritt, ist aus Schindlers Sicht eine Bestätigung, welchen Stellenwert der VfL Gummersbach für ihn und Puma habe.

 

Puma war zuletzt in die Verlustzone gerutscht. Wie die Börsen-Zeitung vor drei Wochen berichtete, stand im Geschäftsjahr 2025 unter dem Strich ein Fehlbetrag von 643,6 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 280,7 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz von Puma brach im vergangenen Jahr um 13,1 Prozent auf knapp 7,3 Milliarden Euro ein. Währungsbereinigt lag das Minus bei 8,1 Prozent. Für das neue Geschäftsjahr geht Puma von einem weiteren Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus, erst 2027 soll das Unternehmen wieder zu Wachstum zurückkehren.

 

Der neue Chef Hoeld hatte demnach im dritten Quartal einen Konzernumbau angestoßen, der die Konzentration auf Kernsportarten, weniger Produkte und der Ausbau des Direktgeschäfts mit den Konsumenten. Dazu sollen Lagerbestände abgebaut, unrentable Läden geschlossen und Stellen gestrichen werden. Im oberbergischen Traditionsverein scheint man in Herzogenaurach nun einen Markt der Zukunft zu sehen.

 

Die Partnerschaft mit dem bisherigen Ausrüster Hummel habe man einvernehmlich beendet, hieß es auf OA-Nachfrage. Ursprünglich galt der im Sommer 2024 abgeschlossene Deal mit den Dänen bis zum Sommer 2027. „Ich möchte mich ausdrücklich bei Hummel für die vertrauensvolle und professionelle Partnerschaft bedanken. Hummel hat uns in den vergangenen Jahren als verlässlicher Partner begleitet und die Entwicklung des VfL Gummersbach mit großem Engagement unterstützt“, so Schindler.

 

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