HANDBALL
Der Aufsteiger will sich nicht verstecken
Oberberg - Die Wahlscheider Wölfe peilen in der Verbandsliga den Klassenerhalt an - Die neue Trainerin übernimmt erst zum Oktober.
Von Uli Klein
Der Aufstieg in die Verbandsliga sorgte natürlich für kollektive Begeisterung bei den Handballerinnen des TV Wahlscheid. Famose 20:0 Punkte und ein überragendes Torverhältnis von 353:210 gaben in der Abschlusstabelle der Regionsoberliga denn auch statistisch eindrucksvoll Auskunft über die Dominanz der Wölfe in dieser Spielklasse. Trotzdem hätte das Aufstiegsrennen am Ende nicht spannender sein können. In den Aufstiegsplayoffs bezwangen die Wahlscheiderinnen die HBD Löwen Oberberg II in einem umkämpften Endspiel mit 26:25.
Trotz des bemerkenswerten Durchmarsches betritt man in Wahlscheid durchaus demütig das sportliche Neuland: "Klassenerhalt und 20 Punkte plus x holen", lautet die Zielsetzung für die am 19. September bei der Zweitvertretung des HSV Bocklemünd beginnende Saison. Die angesichts der bärenstarken Vorsaison relativ defensiv anmutende Erwartungshaltung beim Liga-Frischling hat indes nicht nur mit der neuen, unbekannten sportlichen Umgebung zu tun.
Vielmehr werden die Wölfe kurz vor dem Saisonstart heftig vom Verletzungspech gebeutelt. Aktuell ist gleich ein halbes Dutzend Spielerinnen angeschlagen, mit Celina Krischen, Senabou Reinartz zwei dürften zwei zumindest im November wieder einsatzfähig sein. Verena Hendricks (Februar) und Stefanie Naaf (Saisonaus nach Kreuzbandriss) fallen sogar noch länger aus. "Wir sind in Gesprächen mit weiteren Spielerinnen", sagt Sascha Krings, der dem TVW im Trainerstab erhalten bleibt. Der Aufstiegstrainer wird die Übungseinheiten allerdings nur bis Oktober leiten. Ab dann wird so wie im Sommer angekündigt Stefanie Nitschke den Chef-Trainerjob übernehmen.
So der so setzt man in Wahlscheid darauf, die eigenen Stärken erfolgreich aus Parkett bringen zu können. Und die heißen: "Trotz des jungen Durchschnittsalters von etwa 21 Jahren agieren wir im Spiel sehr ruhig und abgeklärt", sagt Krings, der den TVW-Handballerinnen zudem "großen Ehrgeiz, den Willen zum Lernen sowie ein starkes Gegenstoßspiel" attestiert. Ein Mix, der einen stressfreien Weg zum Klassenerhalt ebnen sollte. Krings rechnet trotzdem mit "einem Kampf bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt".
Neuzugänge:
Joana Albrecht (HSG Marienheide/Müllenbach II), Verena Hendricks, Stefanie Naaf (beide HSG Rösrath/Forsbach), Finja Heßling (Bonner JSG), Merle Kloppenburg (CVJM Oberwiehl II), Chantal Rothe (HSC Potsdam), Melina Schlüter (eigene Jugend), Celina Krischen, Senabou Reinartz (beide nach Handballpause)
Abgang:
Lynn Jäschke (Standby-Spielerin)
Kader
Tor
Luisa Klaas, Charlotta Quidde
Feld
Joana Albrecht, Juliana Befus, Alina Bernhard, Verena Hendricks, Finja Heßling, Lea Hillebrecht, Merle Kloppenburg, Lucia Krings, Celina Krischen, Maja Leuenberg, Finja Müllenbach, Stefanie Naaf, Swea Püts, Senabou Reinartz, Chantal Rothe, Maja Schaub, Melina Schlüter, Anna-Lena van Dinter
Trainer
Sascha Krings, Stefanie Nitschke (ab Oktober 26 )
Co-Trainerin
Stefanie Naaf
Torwartrainer
Frank Klostermann
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