HANDBALL
Vertragsauflösung: Mahé verlässt den VfL Gummersbach
Gummersbach – Der zweifache Weltmeister löst seinen noch bis zum Sommer 2027 laufenden Vertrag mit dem VfL Gummersbach einvernehmlich auf – 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Von Peter Notbohm
Abschied vom VfL Gummersbach! Kentin Mahé (35) und der oberbergische Altmeister haben sich auf ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit geeinigt. Der Handball-Bundesligist gab am Freitagnachmittag die einvernehmliche Trennung vom Franzosen bekannt, der den Club damit ein Jahr vor dem eigentlichen Auslaufen seines bis 2027 datierten Vertrages verlässt.
Mahé war im Sommer 2024 vom ungarischen Topclub KC Veszprém ins Oberbergische zurückgewechselt, nachdem er schon von 2011 bis 2013 das VfL-Trikot getragen hatte. Nach einer langwierigen Ellbogenverletzung in seiner ersten Saison hatte der zweifache Weltmeister, Olympiasieger von Tokio und Europameister von 2024 sich nach seinem Comeback mit der Rolle des Ergänzungsspieler abfinden müssen. Besonders in den vergangenen Monaten kam der Spielmacher nur noch zu Kurzeinsätzen, ließ dabei aber besonders in der Rückrunde der abgelaufenen Saison punktuell seine frühere Klasse aufblitzen. In 32 Spielen kam er auf 36 Tore und 15 Assists.
„Ich bin stolz für den VfL gespielt zu haben, sowohl zu Beginn meiner Karriere als auch in den vergangenen Jahren. Der VfL hat mir damals die Möglichkeit gegeben, mich international zu zeigen und mir ein Sprungbrett für die große weite Welt zu bieten. Deshalb war ich unglaublich glücklich, noch einmal zurückzukehren, um mit dem VfL auf den Bühnen Europas zu spielen und den VfL wieder dorthin zu bringen, wo er hingehört“, äußert sich Mahé zu seinem Abschied. „Es ist natürlich nicht einfach, wenn Dinge dann nicht so laufen, wie man sie sich gewünscht hat, aber auch daraus lernt man fürs Leben“, spricht er von einer Zeit, geprägt von gegenseitigem Respekt und der Liebe zum Handball.
„Kenni ist ein toller Handballer und ein absolut professioneller Spieler, der aber aufgrund seiner Qualität im Herbst seiner Karriere deutlich mehr Spielzeiten und Verantwortung verdient hat, als er sie in den vergangenen Monaten bei uns bekommen hat. Deshalb sind wir gemeinsam zu dieser Entscheidung gekommen“, wünscht VfL-Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson dem Franzosen alles Gute für seine weitere Zukunft.
Auch VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler betont die besondere Beziehung zum Franzosen: „Jeder weiß, dass ich als ehemaliger Mitspieler zu Kenni ein besonderes Verhältnis habe und mir ist bewusst, dass die vergangenen zwei Jahre nicht immer einfach für ihn waren. Am Ende ist und bleibt es aber Profisport und Kenni ist mit seiner Rolle jederzeit professionell und vorbildlich umgegangen.“
Ob und wo der Franzose seine Karriere fortsetzen wird, wurde nicht bekannt. In einem Handball-Podcast hatte der 35-Jährige während der Hinrunde geäußert, noch spielen zu wollen, bis er 38 ist. Zuletzt war er während der Handball-EM 2026 auch als Experte beim Streamingdienst DYN aufgetreten.
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