HANDBALL

Derbysieg: Dujshebaev zeigt erstmals seine ganze Klasse

bm; 27.09.2026, 22:13 Uhr
Fotos: Thomas Wirczikowski ---- Alex Dujshebaev erzielte beim Derbysieg des VfL Gummersbach sieben Tore.
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Derbysieg: Dujshebaev zeigt erstmals seine ganze Klasse

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bm; 27.09.2026, 22:13 Uhr
Gummersbach – Der VfL Gummersbach macht im bergischen Derby schon zur Pause kurzen Prozess mit dem Bergischen HC - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

Von Benjamin Maus

 

VfL Gummersbach – Bergischer HC 38:30 (21:14).

 

Vor dem bergischen Derby hatte der VfL Gummersbach auf Instagram mit Klängen der ungarischen Tänze von Brahms geworben und schnell wurde klar, wer in diesem Derby zum Tanz bittet. Auf der einen Seite war das der wahnsinnig konstante Nikola Roganovic, der erneut ein wichtiger Faktor des VfL-Angriffs war. Auf der anderen Seite wurde das Heimspiel aber auch zur ersten Zaubershow des Alex Dujshebaev. Der Spanier verzückte das Publikum mit traumhaften Anspielen und tollen Toren. Es war ein kleines Breakoutspiel für den bisher angeschlagenen Rückraumakteur, welches mit der Hoffnung einhergeht, dass sich die „Geschichte Mahé“ nicht wiederholt.

 

[Miro Schluroff war zu Spielbeginn der Motor des Gummersbacher Angriffsspiels.]

 

Die Anfangsphase in der zum 50. Mal in Folge ausverkauften SCHWALBE arena verlief ausgeglichen. Im Gummersbacher Angriff war zunächst Miro Schluroff prägend und traf direkt doppelt. Kay Smits musste bereits in der fünften Minute nach einem Foul von Lukas Becher raus und wurde fortan durch Dujshebaev ersetzt. Auch Rückkehrer Teitur Einarsson kam auf seine ersten Minuten und half in der Deckung. Wie Trainer Gudjon Valur Sigurdsson im Anschluss in der Pressekonferenz verriet, kämpft Kay Smits seit längerer Zeit mit Rückenproblemen. Sein Einsatz am Dienstag in der European League steht auf der Kippe.

 

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Bis zum 6:6 (10.) deutete sich ein spannendes und schnelles Spiel auf beiden Seiten an, doch danach kamen die Gastgeber in ihren stärkeren Modus. Mit einem 6:0-Lauf, der drei Tore von Roganovic beinhaltete, rückte der Favorit die Kräfteverhältnisse zurecht. Als Lukas Becher zum 12:7 (15.) traf, war das Selbstbewusstsein des BHC bereits ins Wanken geraten. In dieser Phase machte sich deutlich bemerkbar, dass Abwehrchef Gerdas Barbaskas fehlte und durch den gerade erst wieder genesenen Nico Schöttle ersetzt werden musste.

 

Die Gäste waren zwar kurz angeschossen, fingen sich dann aber wieder und agierten zum Ende der ersten Hälfte wieder auf Augenhöhe. Der eingewechselte Ludvig Hallbäck traf zum 16:10 (22.) und 18:13 (27.). Auch Teitur Einsarsson meldete sich mit dem 21:14 (30.) in der SCHWALBE arena zurück und zum krönenden Abschluss der ersten Hälfte gelang Bertram Obling nach der Schlusssirene noch eine Parade gegen Fynn Hangstein, der zum Strafwurf angetreten war.

 

[Mit elf Toren einmal mehr bester VfL-Werfer: Nikola Roganovic.]

 

Nach dem deutlichen Rückstand zur Pause entschlossen sich die BHC-Trainer Markus Pütz und Arnor Gunarsson, in der zweiten Halbzeit ihre „letzte Waffe“ zu ziehen und schickten Tomas Babak neben Sören Steinhaus in den Rückraum. Doch auch der erfahrene Tscheche schaffte es nicht mehr, sein Team wieder auf Augenhöhe zu bringen. Spielerisch waren die Oberberger weiterhin glänzend aufgelegt. Besonders Alex Dujshebaev gelang es immer wieder mit überlegten Pässen seine Mitspieler in Szene zu setzen.

 

Der eingewechselte Christian van der Merwe im Tor des Bergischen HC hatte allerdings ein glücklicheres Händchen als sein Kollege Christopher Rudek in der ersten Hälfte. Mit mehreren Paraden verhinderte er, dass der VfL seinen Vorsprung ausbauen konnte. Über 27:19 (40.) und 30:23 (46.) schienen die Gummersbacher das Spiel sicher zu verwalten. Doch nach der Einwechselung von Ignacio Biosca und Gassi Sindrasson entwickelte sich nochmal eine neue Dynamik. Spätestens als Sindrasson beim 36:27 (57.) sein erstes Tor vor heimischem Publikum erzielte, war die Arena nicht mehr zu halten und es erhalten die ersten „Derbysieger“-Sprechchöre.

 

Mit dem abschließenden 38:30 darf die Mannschaft um Trainer Sigurdsson absolut zufrieden sein. Besonders im Vergleich zum Unentschieden in der vergangenen Saison präsentierten sich die Oberberger dominanter und besser, einer Topmannschaft angemessen. Neben der erneut starken Roganovic-Vorstellung ist besonders die Leistung des Neuzugangs Alex Dujshebaev hervorzuheben. Mit seiner Dynamik und Spielübersicht verlieh er der Gummersbacher Angriffstaktik eine frische Note.

 

[Alex Dujshebaev war von der BHC-Deckung kaum zu stoppen.]

 

Nach dem Spiel zeigte sich Sigurdsson zufrieden mit der Vorstellung: „Der Schlüssel war, dass wir heute in ein paar Situationen mehr Tempo gegangen sind als der BHC.“ Neben diesem Vorteil hob er noch zwei Spieler besonders hervor: „Wir freuen uns, dass Teitur wieder zurück in der Abwehr ist. Das ist ein wichtiger Bestandteil unseres Teams. Außerdem freue ich mich auch für 'Gassi', der heute sein erstes Tor in dieser Halle geworfen hat.“ Bereits am Dienstag steht für den VfL Gummersbach, genau wie für den Bergischen HC am Mittwoch, das erste Spiel der European League an. Um

18:45 Uhr empfangen sie PGE Wybrzeze Gdansk (Polen) in der SCHWALBE arena.

 

Gummersbach: Nikola Roganovic (11/4), Alex Dujshebaev (7), Miro Schluroff (6), Ludvig Hallbäck, Kristjan Horzen (je 3), Tilen Kodrin, Teitur Einsarsson, Mathis Häseler (je 2), Ellidi Vidarsson, Garda Sindrason (je 1).

 

Bergischer HC: Lukas Becher (8/3), Sören Steinhaus (7), Fynn Hangstein (2/1), Janik Schrader, Julian Fuchs, Lars Kooj, Johannes Wasilewski, Tim Hilding (je 2), Tom Bergner, Zeb Bjerneld, Tomas Babak (1).

 

Zeitstrafen
6:12 Minuten (Schluroff, 2x Zeman – Steinhaus, Wasilewski, Schöttle, Becher, 2x Kooj).

 

Siebenmeter
4/4 – 5/7 (Hangstein scheitert zweimal an Obling).

 

Schiedsrichter
Kern/Kuschel (Bellheim/Kandel).

 

Zuschauer
4.132 (ausverkauft).

 

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