HANDBALL

Kösters 500. Bundesligator bringt Gummersbach den Sieg

uk; 05.03.2026, 23:50 Uhr
Fotos: Thomas Wirczikowski ---- Nach zuletzt vier sieglosen Spielen gewann der VfL Gummersbach am Donnerstagabend mal wieder gegen den TBV Lemgo-Lippe.
HANDBALL

Kösters 500. Bundesligator bringt Gummersbach den Sieg

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uk; 05.03.2026, 23:50 Uhr
Gummersbach - Der VfL Gummersbach kann doch gegen Lemgo gewinnen - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

Von Uli Klein

 

VfL Gummersbach - TBV Lemgo-Lippe 28:27 (15:14).

 

Ganz zum Ende bekommt das Handball-Drama in der erneut ausverkauften Gummersbacher SCHWALBE arena noch jenen finalen Höhepunkt, der angesichts des Spielverlaufes schon absehbar war. Mit der letzten Aktion trifft Lemgos Niels Versteijnen zum vermeintlichen 28:28-Ausgleich. Doch unklar ist, ob das Tor noch in der regulären Spielzeit fiel oder eben nicht.

 

[Acht Tore gingen auf das Konto von Kay Smits.]

 

Pikanterweise war am Donnerstagabend das Duo Marcus Hurst/Mirko Krag an der Pfeife. Ausgerechnet jenes Gespann, das sich im vergangenen Dezember den geballten Unmut der VfL-Liebhaber zuzog. Damals gab es ebenfalls eine Last-Second-Pointe, als Gummersbachs Mathis Häseler in der Partie gegen Ligaprimus SC Magdeburg mit dem letzten Wurf des Matches an SCM-Keeper Hernandez scheiterte, dabei nach Meinung des blauweißen Anhangs aber entscheidend behindert worden war.

 

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[Geballte Wurfpower: Miro Schluroff traf fünfmal.]

 

Hurst/Krag verweigerten damals das Anschauen des Videobeweises und der VfL verlor letztlich 31:32, was das VfL-Volk angesichts der gezeigten Ignoranz der Referees gewaltig empörte. Am Donnerstagabend aber nahmen sich die Schiedsrichter die Zeit zum Videostudium und urteilten, dass der "Ausgleichstreffer" nach Ablauf der Spielzeit fiel. Die Gastgeber durften sich nun nicht nur heftig freuen, sondern profitierten auch von der Kieler Niederlage in Stuttgart, sodass bei günstigem Verlauf des letzten Saisondrittels nicht nur vom internationalen Geschäft, sondern sogar von der Champions League geträumt werden darf.

 

Das Duell der beiden formstarken Mannschaften wurde bereits in der Startphase den hohen Erwartungen gerecht. Beide Teams versuchten zügig, dem Match ihren bevorzugten Spielstil aufzudrücken: Hier die Gummersbacher Tempobolzer, dort die diszipliniert-nervig auftretenden Gäste. Gummersbach kam freilich ein wenig besser ins Match, weil Keeper Dominik Kuzmanovic erneut groß auftrumpfte. Dennoch blieben die Ostwestfalen lästig und lange auf Sichtkontakt mit den Hallenherren.

 

[Drama pur in den Schlusssekunden: Der vermeintliche 28:28-Ausgleich fand keine Anerkennung. Der Ball überquerte die Torlinie einige Zehntelsekunden zu spät.]

 

Lediglich in der 21. Minute gelang es den Spielern von VfL-Coach Gudjon Valur Sigurdsson, beim 11:8 einmal einen etwas größeren Bonus zu erwirtschaften. Die Stoiker aus Lemgo blieben aber gelassen und arbeiten sich wieder heran. Dennoch dominierten die Oberbergischen dank Kuzmanovic auch den Beginn des zweiten Durchgangs. Absetzen konnte man sich jedoch immer noch nicht.

 

[Mit seinem 500. Bundesligator - alle im Trikot des VfL Gummersbach besiegelte Julian Köster den Gummersbacher Sieg.]

 

Im Gegenteil: Lukas Hutecek glich nach 44 Minuten zum 22:22 aus, und Versteinnjen brachte seine Farben knapp fünf Minuten vor Ladenschluss beim 25:26 sogar erstmals in die Vorhand. Da nutzte auch die erneut von Sigurdsson beantragte Auszeit nichts. Allerdings entdeckten die VfLer noch einmal ihr Fighter-Gen.

 

Kapitän Julian Köster war es dann letztlich, der die Begegnung in der Crunchtime mit seinem Tor zum 28:27 (59.) für die Hausherren entscheiden konnte. Für den Nationalspieler, der im Sommer nach Kiel wechselt, war es das 500. Bundesligator.

 

Gummersbach : Dominik Kuzmanovic (14/1 Paraden.), Bertram Obling; Ellidi Snaer Vidarsson (5), Tilen Kodrin (3), Milos Vujovic (1/1), Julian Köster (2), Lukas Blohme, Mathis Häseler, Teitur Einarsson (1), Miro Schluroff (5), Ludvig Hallbäck (1), Kentin Mahe, Kristjan Horzen, Tom Kiesler, Kay Smits (8/4), Stepan Zeman (2).

 

Lemgo: Möstl (10 Paraden), Kastelic; Hutecek (5), Theilinger (2), S. Zehnder (6/6), Mudrow, Simak, Schagen, L. Carstensen, Nyfjäll, Suton (4), Willecke, Versteijnen (6), Wagner (3), Faust (1).

 

Zeitstrafen

6:6 Minuten (Vidarsson, Hallbäck, Zeman - Hutecek, Theilinger, Simak).

 

Zuschauer: 4.132 (ausverkauft).

 

Schiedsrichter: Hurst/Krag.

 

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