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Altes Fachwerkhaus völlig ausgebrannt

ch; 30. Dec 2011, 13:40 Uhr
Bilder: Michael Kleinjung --- Schon bei Eintreffen der ersten Kräfte war das Haus nicht mehr zu retten.
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Altes Fachwerkhaus völlig ausgebrannt

ch; 30. Dec 2011, 13:40 Uhr
Gummersbach – Vergangene Nacht war die Feuerwehr mehr als acht Stunden im Einsatz, um einen Brand in einem leerstehenden Wohnhaus in Windhagen zu löschen. (mit VIDEO)
Von Christian Herse

Helle Funken stoben gestern Abend aus dem Dachstuhl des Fachwerkhauses in der Heiler Straße. Was als Wohnungsbrand gemeldet war, entpuppte sich schon beim Vorbeifahren der Feuerwehrleute zum Gerätehaus als Großfeuer, das sie die nächsten Stunden beschäftigen wird. Um 22:25 Uhr schrillten die Melder der Wehrmänner. Zugführer Jürgen Rams war als erster vor Ort und erkannte den Ernst der Lage. Flammen loderten bereits aus den Fenstern und durch die Hitze sowie Funken drohte der Brand auf benachbarte Gebäude überzugreifen. Sofort begann er zusammen mit dem Rettungsdienst diese zu evakuieren und die Bewohner in Sicherheit zu bringen.

Zeitgleich bauten die ersten Feuerwehrleute zwei Riegelstellungen auf, um mit einer Wasserwand die Häuser zu kühlen. Ein weiterer Trupp löschte von Außen den Brand, auch wenn zu diesem frühen Zeitpunkt schon klar war, dass das leerstehende Fachwerkhaus nicht mehr zu retten sein wird. „Die Heiler Straße ist sehr eng, sodass es einige Zeit dauerte, bis wir auch über die Drehleiter arbeiten konnten“, berichtete Wehrführer und Einsatzleiter Detlef Hayer. Als zusätzlich problematisch stellte sich eine Stromleitung am Dachreiter heraus, die sich gelöst hatte und funkensprühend durch die Luft peitschte. Nach gut einer Stunde hatten die insgesamt 61 Kameraden aus Gummersbach, Windhagen, Niederseßmar und Strombach die Lage im Griff. Weitere Kräfte aus Lieberhausen waren zur Feuerwache in der Kaiserstraße ausgerückt, um den Brandschutz im Stadtgebiet sicherzustellen. Sie wurden später noch von den Strombacher Kollegen unterstützt.

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[Video: Andre Miebach.]

„Ein Innenangriff war viel zu gefährlich. Wir haben nur einmal kurz einen Trupp in den Keller geschickt, um das Gas abzuschiebern“, so Hayer. Erst nachdem die AggerEnergie die komplette Stromversorgung in der Straße abgeschaltet hatte, war ein gefahrloses Arbeiten möglich. Gegen zwei Uhr konnten die ersten Kräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden. „Wir haben im weiteren Verlauf die Dachhaut des Gebäudes geöffnet. Da es sich aber um ein altes Fachwerkhaus handelte, das mehrfach renoviert wurde, mussten wir uns durch mehrere Schichten an Isoliermaterial arbeiten, was sehr kraft- und zeitaufwendig war“, erklärt Hayer den weiteren Ablauf. Im Obergeschoss fand man dutzende Zeitschriften und Bücher, die einen idealen Nährboden für das Feuer bildeten und auch Stunden nach Brandausbruch immer wieder von neuem begannen zu brennen.

Erst heute früh um sechs Uhr war der Einsatz beendet. Die Polizei kündigte an, sofort mit den Ermittlungen zur Brandursache zu beginnen, rechnet jedoch nicht mehr mit Ergebnissen in diesem Jahr. „Als uns das Feuer gemeldet wurde, zog gerade ein schweres Gewitter über Gummersbach, sodass wir natürlich auch die Möglichkeit eines Blitzeinschlages in Betracht ziehen“, so Polizeisprecher Jürgen Dzuballe.

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