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Richtfest für die neue Kirche

fk; 24. Oct 2015, 20:09 Uhr
Bilder: Friederike Klein --- Große Freude beim Richtfest.
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Richtfest für die neue Kirche

fk; 24. Oct 2015, 20:09 Uhr
Nümbrecht – Der Neubau der Kirche in Harscheid schreitet zügig voran - Freude über Zuwendungsbescheid des Evangelischen Kirchenkreises „An der Agger“.
Der Rohbau steht und der Dachstuhl ist aufgesetzt - der richtige Zeitpunkt, ein fröhliches Richtfest zu feiern. „Viele Jahre haben wir gezittert“, sagte Klaus Dripke, Vizevorsitzender des Kirchbauvereins Harscheid. Schließlich sei es schon zwölf Jahre her, dass der Kirchbauverein mit dem Ziel, eine neue Kirche zu bauen, gegründet wurde.

[Zimmerermeister Christian Winkels verlas den Richtspruch.]

„Sie können sich die Freude nicht vorstellen“, begrüßte er freudestrahlend die zahlreichen Gäste beim Richtfest der neuen Kirche. „Es gibt nur einen Grund, warum wir das geschafft haben: unseren Herrn, der uns bei allem geholfen hat“, betonte er. „Es ist ein Bauwerk gegen den Trend“, sagte Superintendent Jürgen Knabe. Während überall reduziert werde und Kirchen entwidmet würden, sei dies ein „Ausnahmetatbestand, aufgrund ihres Einsatzes, dieses Projekt zu realisieren. Ich finde das großartig.“ Es sei ein Haus, das vielen Heimat bietet. Mit den Worten, dass der Evangelische Kirchenkreis diesen Mut, diese Zuversicht und diese Tatkraft unterstütze, überreichte Superintendent Knabe einen Zuwendungsbescheid von 30.000 € an Dripke und Pfarrer Ralf-Andreas Kliesch.


Rund 850.000 € sind die Kosten des ganzen Projekts. Diese Zuwendung und die Spende der Sparkasse der Homburgischen Gemeinden in Höhe von 20.000 € bringt die Ehrenamtler näher an ihr Ziel. Pfarrer Kliesch sprach auch Udo und Ulrike Adolphs, die seit Anfang an unermüdlich dabei sind, seinen Dank aus. Durch deren emsigen Einsatz habe sogar die schwedische Presse von dem Kirchbau berichtet. „Gott braucht kein Haus, aber wir brauchen es“, sagte er in der Richtfest-Andacht.

[Der Kirchturm wird zur Eingangsseite der neuen Kirche versetzt.]

23 Meter lang, mit den beiden Seitenschiffen insgesamt zehn Meter breit und bis zum First acht Meter hoch ist der Neubau. Ein gar nicht so einfaches Unterfangen, denn Gemeindehaus, Straße und Parkplatz steckten den Rahmen ab. „Es musste dazwischen passen“, erzählte Architekt Günter Lang aus Nümbrecht. Mindestens zehn Vorentwürfe waren nötig, schmunzelte er. Doch jetzt sei eine markante Form dabei rausgekommen.

Und wenn Hartmut Treder, zuständig für die Projektkoordination, Dripke, Pfarrer Kliesch und die vielen anderen Beteiligten von Technikraum, Teilunterkellerung mit Lagermöglichkeiten, hellem Putz, anthrazitfarbenen Fensterrahmen und Dacheindeckung, robustem industriellem Stabparkett und Fußbodenheizung erzählen, können sich die Zuhörer die fertige Kirche gut vorstellen. Rund 200 bequeme Plätze wird sie haben, so Treder. Und die Planer haben sehr viel Wert auf eine gute Akustik gelegt. Jetzt hoffen die Kirchbauer, dass noch vor dem Winter das Dach gedeckt ist, und vielleicht sogar die Fenster eingebaut sind.