JUNGE LEUTE
Auszeichnung für die GGS Niederseßmar
Gummersbach – Die Grundschule wurde heute ins Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen – Kristenvie Kisala-Kissoko als Pate dabei.
An der GGS Niederseßmar in Gummersbach gibt es neuerdings ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und Zivilcourage: ein schwarz-weißes Schild des bundesweiten Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Heute wurde die Schule offiziell in das Netzwerk aufgenommen. Am Vormittag wurde das in der Turnhalle der Schule gefeiert. Viele der rund 200 Schülerinnen und Schüler der GGS waren dazu zusammengekommen, ebenso wie Lehrkräfte, Vertreter der Eltern, Jürgen Marquardt als stellvertretender Bürgermeister sowie der Gummersbacher Influencer Kristenvie Kisala-Kissoko, der im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ eine Patenschaft an der GGS übernommen hat.
Besonders bemerkenswert: Den Anstoß für das Projekt gaben laut einer Mitteilung der GGS die Schülerinnen und Schüler selbst – und trugen es dann in die gesamte Schulgemeinde. In mehreren Projektgruppen sollen sich federführend 14 Kinder über das vergangene Schuljahr hinweg intensiv mit den Themen Herkunft, Vielfalt, Ausgrenzung und Rassismus beschäftigt haben. Sie entwickelten eigene Ideen, tauschten sich über ihre unterschiedlichen Familiengeschichten und Erfahrungen aus und machten deutlich, was ihnen für das Zusammenleben an ihrer Schule wichtig ist. Begleitet wurden sie dabei von Annabelle Brüning als projektkoordinierender Lehrkraft – sowie weiteren Lehrkräften, Eltern und einem Künstler.
Mit der heutigen Aufnahme in das Netzwerk wurde das Engagement der Schulgemeinschaft offiziell besiegelt. Das überreichte Schild soll dabei nicht als Abschluss des Projektes verstanden werden, sondern als sichtbares Zeichen für eine dauerhafte Haltung der Schule. Die Themen Vielfalt, Respekt und Courage sollen dauerhaft Teil des Schullebens werden. Was mit der Initiative von 14 Kindern begonnen hat, soll nun die gesamte Schulgemeinschaft bewegen und im Alltag immer wieder sichtbar werden – nicht zuletzt, damit sich jedes Kind an der GGS Niederseßmar willkommen fühlt.
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[Direkt nach der Feier hat Hausmeister Marcus Loddoch das Schild „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an der Fassade des Schulgebäudes angebracht.]
„Das ist eine großartige und bemerkenswerte Leistung“, sagte Jürgen Marquardt heute im Rahmen der Feier. Und auch Kristenvie Kisala-Kissoko freute sich über die Entwicklung an der Schule. Er hat das Projekt an der GGS begleitet und gerne die Patenschaft übernommen. Besonders freute er sich darüber, dass sich in einer Umfrage 82 Prozent der Schülerinnen und Schüler der GGS für eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgesprochen haben. Für Kristenvie ist das ein wichtiges Thema. „Ich hatte früher in der Grundschule selbst mit meiner Hautfarbe zu kämpfen“, sagte er. Umso wichtiger ist es dem Gummersbacher, sich heute für Zusammenhalt einzusetzen.
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