JUNGE LEUTE

Förderpreis: Zwei Bachelors ausgezeichnet

ks; 24.03.2026, 12:20 Uhr
Foto: Katharina Schmitz --- Leonie Sengotta (3. v. l.) und Hüseyin Yakar (4. v. r.) haben den diesjährigen Förderpreis des Aggerverbandes erhalten.
JUNGE LEUTE

Förderpreis: Zwei Bachelors ausgezeichnet

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ks; 24.03.2026, 12:20 Uhr
Gummersbach – Der Aggerverband hat zusammen mit dem Campus Gummersbach der TH Köln im Rahmen des Weltwassertages zwei Förderpreise verliehen – Geehrt wurden Leonie Sengotta und Hüseyin Yakar.

Im Rahmen des Weltwassertages, der alljährlich am 22. März begangen wird, hat der Aggerverband in Zusammenarbeit mit dem Campus Gummersbach der TH Köln gestern wieder zwei Förderpreise verliehen – und das bereits zum 25. Mal. In diesem Jahr wurden zwei herausragende Bachelorarbeiten mit wasserwirtschaftlichem Bezug prämiert, die von Leonie Sengotta und Hüseyin Yakar verfasst worden sind. Leonie Sengotta hat ihren Bachelor of Engineering im Studiengang Bauingenieurwesen gemacht; Hüseyin Yakar ist Absolvent des Studiengangs Allgemeiner Maschinenbau. Die Preise sind ausgelobt mit einem Preisgeld von jeweils 600 Euro.

 

Besonders freute sich Dr. Uwe Moshage, Vorstand des Aggerverbands, über die gelungene Arbeit von Leonie Sengotta – denn mit ihr sei „endlich ein Eigengewächs“ des Aggerverbands ausgezeichnet worden. „Leonie Sengotta hat bei uns ein duales Studium gemacht“, sagte Moshage. In ihrer Abschlussarbeit hat sie sich einer Anlage des Verbands in Kürten gewidmet. Konkret ging es um die „Ertüchtigung von Teilen der mechanischen Reinigungsstufe der Kläranlage Dürscheid“. Sengotta erklärte, welche Probleme es an der Kläranlage im Bereich der mechanischen Reinigungsstufe gibt und dass diese – im Betrieb – behoben werden sollen. Dazu hat sie zwei Planungsvarianten ausgearbeitet, eine Kostenschätzung vorgenommen sowie die Wirtschaftlichkeit überprüft und sich letztlich für eine Vorzugsvariante entschieden. Damit hat sie derart überzeugt, dass ihre Ausarbeitung womöglich umgesetzt wird.

 

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Welchem Thema sich Hüseyin Yakar in seiner Abschlussarbeit gewidmet hat, ist für den Laien nur schwer zu verstehen. Der Titel seiner Bachelorarbeit lautet „CFD-basierte Analyse des Tortuositätseinflusses auf den Wassertransport in idealisierten Poren keramischer Membranen“. Bei „CFD“ handelt es sich laut Yakar um eine rechnergestützte Simulation von Strömungen und bei der Tortuosität um eine Ausprägung der Gewundenheit von Poren. In seiner Abschlussarbeit hat er sich unter anderem mit der Fragestellung beschäftigt, wie sich eine reine Tortuositätsänderung auf das Strömungsverhalten in idealisierten Porenmodellen auswirkt.

 

Sauberes Trinkwasser ist ein sehr wertvolles Gut, das beispielsweise durch den Klimawandel und industrielle Verunreinigungen immer mehr zu verknappen scheint. Um dennoch zuverlässig sauberes Wasser bereitzustellen, werden effektivere Aufbereitungsmethoden immer relevanter. In den vergangenen Jahrzehnten haben keramische Membrane immer mehr an Popularität gewonnen, da diese in einigen wichtigen Aspekten Vorteile gegenüber klassischen Aufbereitungsmethoden bieten sollen. Speziell keramische Flachmembrane aus Silizium Carbid (SiC) werden wohl bei der Verwendung zur Trinkwasseraufbereitung immer mehr genutzt.

 

Das Motto des diesjährigen Weltwassertages lautet „Water and Gender“ („Wasser und Geschlecht“). Festgelegt wurde es von der UN-Water – der Organisation, die die Arbeit der Vereinten Nationen im Bereich Wasser und Abwasser koordiniert. Dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit zufolge beleuchte das Motto die ungleiche Betroffenheit von Wasserkrisen, wobei Frauen und Mädchen weltweit überproportional unter mangelndem Zugang zu Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) leiden würden. Dies beeinträchtige ihre Gesundheit, Bildung und Sicherheit. Die Stärkung der Rolle von Frauen in der Wasserbewirtschaftung sei essenziell für nachhaltige Entwicklung, Gerechtigkeit und das Erreichen der UN-Ziele, insbesondere zum Weltwassertag 2026.

 

Seit 1993 wird der Weltwassertag jährlich am 22. März begangen. Er ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro, auf der er von der UN-Generalversammlung per Resolution ausgerufen wurde. Trotz seines hohen Stellenwertes als Natur- und Kulturgut ist Wasser nur selten im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Die UN lädt jedes Jahr dazu ein, an diesem Tag konkrete Aktionen durchzuführen, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema Wasser zu lenken.

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