JUNGE LEUTE
Lesefest „Käpt’n Book“ für die Jahrgangsstufen fünf bis sieben
Marienheide - Tobias Steinfeld und Mirjam Raymond stellten ihrer Bücher an der Gesamtschule Marienheide vor - Schüler beteiligten sich an den Lesungen.
Im Rahmen des Lesefests „Käpt’n Book“ waren der Autor Tobias Steinfeld und die Autorin Mirjam Raymond zu Gast an der Gesamtschule Marienheide. In zwei Lesungen stellten sie den Jahrgangsstufen fünf bis sieben ihre Bücher vor. Dabei stand nicht nur das Vorlesen im Mittelpunkt. Die jungen Zuhörer wurden aktiv in die Veranstaltungen einbezogen und konnten Fragen stellen, Gedanken äußern und sich mit den Themen der Geschichten auseinandersetzen. Ins Leben gerufen wurde das Lesefest vom Kulturamt des Oberbergischen Kreises und dem Bildungsbüro Oberberg.
Den Auftakt machte Jugendbuchautor Tobias Steinfeld mit seinem Buch „Scheiße bauen: sehr gut“. Rund 90 Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen nahmen an der Lesung teil. Im Mittelpunkt des Romans stehen Vorurteile, Inklusion und der Umgang miteinander. Die Geschichte handelt von einem Gymnasiasten, der ein Praktikum an einer Förderschule absolviert. Zwischen den Passagen kamen die Kinder mit dem Autor ins Gespräch, stellten Fragen und äußerten Vermutungen zum weiteren Verlauf der Handlung. Steinfeld berichtete auch von seinen eigenen Erfahrungen als ehemaliger Inklusionshelfer an einer Förderschule. Die dort gewonnenen Eindrücke fließen in seinen Roman ein.
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[Autor Tobias Steinfeld bei seiner Lesung mit Schülerinnen und Schülern der fünften Klassen der Gesamtschule Marienheide.]
Im Anschluss stellte Mirjam Raymond den sechsten und siebten Klassen ihren Debütroman „Von Null auf Held oder wer ist eigentlich Amin?“ vor. Darin begibt sich der zwölfjährige Johnny, der mit seiner großen Klappe oft aneckt, auf die Suche nach seinem verschwundenen Mitschüler Amin. In Amins Tagebuch entdeckt er Hinweise auf dessen Leben in einer Unterkunft für Geflüchtete und erfährt, dass der Junge in großer Gefahr schwebt. Eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt. Mit Illustrationen aus dem Buch und Gegenständen aus der Geschichte, darunter ein Tagebuch, veranschaulichte die Autorin die Geschichte und die Handlung für die Jugendlichen. Die interaktive Lesung bot den Jugendlichen Gelegenheit, Fragen zu stellen.
„Die Lesungen zeigen, dass eine Autorenbegegnung weit über das reine Vorlesen hinausgehen kann. Durch Gespräche, Fragen und die aktive Beteiligung der Klassen entstand ein lebendiger Austausch, der einen unmittelbaren Zugang zu den Büchern und den darin behandelten Themen ermöglichte“, erklärte Silke Engel vom Kulturamt des Oberbergischen Kreises. „Ziel der Lesungen war es, die Freude am Lesen und für Geschichten zu wecken. Denn Lesen erweitert den Wortschatz, stärkt das Sprachverständnis und regt Kinder und Jugendliche dazu an, sich mit Sprache, Geschichten und unterschiedlichen Perspektiven auseinanderzusetzen“, so Birgit Steuer vom Bildungsbüro Oberberg.
Passend zum Thema „Vorlesen“ möchte das Bildungsbüro auf den Bundesweiten Vorlesetag am 20. November aufmerksam machen und dazu aufrufen, mit eigenen Aktionen die Freude am Lesen zu fördern. Diese können auf der Webseite www.bildung-in-oberberg.de/vorlesetag gemeldet werden.