Wiehl – Beim heutigen Karnevalszug des KV Bielstein zogen 24 Gruppen durch den Ort – Jecke feierten trotz Regen.
Man muss die Feste feiern, wie sie fallen – und das gilt natürlich auch für den Rosenmontag. In der Wiehler Ortschaft Bielstein bedeutet das, dass sich der Karnevalszug des KV Bielstein durch den Ort schlängelt. Doch heute hingen dunkle Wolken über dem Bierdorf, aus denen es immer wieder kräftig pladderte. „In den letzten Jahren hat es eigentlich immer gut funktioniert“, sagte Yannik Müller, der Geschäftsführer des KVB, rund eine halbe Stunde, bevor der Zug um 14:11 Uhr starten sollte. „Da kam die Sonne raus, wenn der Prinzenwagen eingefahren ist.“ Doch heute war es anders – und so musste Bielsteins zweites Damendreigestirn Prinz Conny I., Bauer Melli und Jungfrau Nico die Kamelle im Regen unters Volk bringen.
„Wir können es ja nicht ändern“, sagte Prinz Conny I. „Wir sind trotzdem gut gelaunt und hoffen, dass genug Menschen da sind.“ Zusammen mit Bauer Melli und Jungfrau Nico blickte sie auf eine „mega geile Session“ zurück, auf viel Unterstützung vom KVB und dem Hofstaat und vor allem auf die Kostümsitzung als absolutes Highlight. Das usselige Nass deutete Prinz Conny I. kurzerhand um und sagte – passend zum aktuellen Paveier-Hit: „Es regnet Konfettirään!“ In diesem Jahr scheinen vor allem die hartgesottenen Jecken in den Ortskern gekommen zu sein. Sie schützten sich mit Kapuzen, Regenschirmen oder auch Capes oder suchten unter Dächern Zuflucht – doch als der Zug in den Ort vorrückte, standen sie alle parat.
24 Gruppen zogen am Nachmittag durch Bielstein. Nachdem sich die Karnevalisten am Kurpark versammelt hatten, gingen sie los über die Bielsteiner und die Schlanderser Straße, ehe sie südlich der Erzquell-Brauerei kehrt machten und auf ihrem Rückweg ein zweites Mal durch den Ortskern zogen. Am Bahnhofsplatz war wieder eine kleine Bühne aufgebaut, auf der KVB-Präsident Michael Becher und Tobias Rhode, der 2. Präsident des Karnevalsvereins, standen und den Zug moderierten. Angeführt von Geschäftsführer Yannik Müller und Prinzenführer Nils Becher erreichte der Zug überpünktlich den Bahnhofsplatz.
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Als erste Gruppe machten sich in diesem Jahr die Tennisfreunde Bielstein auf, die mit ihrem 50-jährigen Bestehen sogar ein Jubiläum feierten. Gekleidet waren sie in den Bielsteiner Traditionsfarben – und trugen passend dazu blaue und gelbe Lockenperücken. Auch die Hohler Bären waren in diesem Jahr wieder mit dabei. Unter dem Motto „Happy Bärsday! 30 Johr – die Bären jeck, wie nie zuvor“ feierten auch sie einen runden Geburtstag. Eine der größten Gruppen wurde heute vom Tanzsport Oberberg gestellt. Passend zum Motto „Blumen, Freude, Narretei – der Tanzsport Oberberg ist mit Herz und Spaß dabei!“ waren die rund 80 Teilnehmer geschmückt mit zahlreichen Blüten.
Eine Premiere hatten in diesem Jahr die „KVB-Konfettis“, eine neue Tanzgruppe des Vereins. „Die sind ganz neu im KV Bielstein, wurden im vergangenen Jahr gegründet. Seit September trainieren sie“, erzählte Tobias Rhode. Die „Konfettis“ sind die jüngsten Tänzerinnen und Tänzer im Verein – Mädchen und Jungen im Alter von 5 bis 10 Jahren. „Und jetzt haben sie ihre erste Session als Team gemeistert“, freute sich Rhode. Mit dabei waren natürlich auch die „Crazy Girls & Boys“ und die „Tanzmäuse“. Letztere haben ihre Kamelle auf Kommando zusammen vom Wagen geschmissen, sodass die Jecken darunter regelrecht im „Kamellerään“ standen und mit dem Sammeln kaum hinterher kamen.
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Mit dabei waren in diesem Jahr auch wieder der RKV aus Ründeroth mit seinem Senat und der Torwache, die ihre beliebte Popcorn-Kanone dabei hatte, das Dreigestirn aus Lindlar sowie die Pänz von der Burggarde und die Burgmäuse aus Denklingen. Zum Abschluss fuhr dann der Prinzenwagen mit dem Bielsteiner Dreigestirn durch den Ort. Auch sie waren geschützt durch Regencapes. „Mir tut es so leid für sie“, sagte Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker, der auch auf dem Prinzenwagen war. „Sie haben sich so viel Mühe gemacht.“ Am Morgen hatten sich noch einige KVB-Mitglieder getroffen und eineinhalb Stunden Schnee geschoben, damit die Jecken freie Wege hatten. Da hatte der Bürgermeister sichtlich Mitgefühl: „Das ist ein tolles Dreigestirn. Sie lassen sich durch den Regen nicht unterkriegen.“
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