KARNEVAL
Konfetti für das Damendreigestirn
Reichshof – Die Wildberger feierten wieder einmal eine hauptsächlich aus den eigenen Reihen gestaltete Prunksitzung – und das Trifolium der KG „Tolle Elf“ gab so richtig Gas.
Von Vera Marzinski
Prinz Katharina I. (Rogmann), Bauer Monika (Rambous), Jungfrau Marina (Möller) zogen bei der Prunksitzung mit viel Konfetti in die Glückauf-Halle in Wildberg ein. Aber zuvor wurde auf der Bühne viel getanzt. Für die Ansagen wechselten sich der 1. Vorsitzende und Präsident der KG „Tolle Elf“, George Freund, und seine Tochter Rebecca ab. Und es ging Schlag auf Schlag bei den Wildbergern.
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[Eine Minigarde-Tänzerin trug den Wackeldackel der Tanzgruppe stolz auf die Bühne.]
Die Tanzgruppen können sich wirklich sehen lassen. Super synchron und immer mit einem Lächeln – das klappt nicht überall so toll. Die Minigarde kam in pinken Lametta-Röcken und Kuhflecken-Cowboyhut – die Jungs mit brauner Weste – auf die Bühne und bot einen Showtanz zu einem mitreißenden Medley aus Liedern wie „Old Town Road“, „Cotton Eye Joe“ oder „Country Road“ dar. Bei der Großen Garde hieß es unter anderem „Lass uns nicht gehen“. Und das wollte niemand so schnell, weder von der Bühne noch nach Hause. Die Herren der Prinzengarde Fensdorf und deren Wildberger Pendant begeisterten ebenfalls.
Sabine aus Reichshof kommt immer wieder gerne in die Glückauf-Halle, weil hier zwar nicht die großen Bands gastieren, aber „mit so viel Eigeninitiative und tollen Tanzgruppen ist es immer ganz besonders.“ Auch aus den umliegenden Karnevalsvereinen waren Abordnungen da. So hatten sich die Schönenbacher einen langen Tisch neben dem Eingang reserviert und schunkelten kräftig mit. Am späteren Abend gab es noch einen Auftritt ihres Prinzenpaares Jona I. und Lisa inklusive der Ruppichterother Tanzgruppe „Blue Girls“. Die „Busenhääner Bläser Buam“ sorgten mit Alphorn und in karierten Hemden für gute Stimmung.
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[Die Wildberger Minigarde zeigte einen Showtanz als Cowboys und Cowgirls.]
Was in Wildberg auch nicht fehlen darf: ein Sketch. Diesmal hieß es „Kaiser Barbarossa auf Stippvisite im Reichshof“. Nicht nur dabei hatte das Damendreigestirn viel Spaß. Das traditionelle Trifolium - Prinz, Bauer, Jungfrau - besteht ausschließlich aus Männern, aber es gibt immer mehr weibliche Dreigestirne. Diese moderne Interpretation gewinnt am Popularität - so auch in Wildberg mit Prinz Katharina I., Bauer Monika und Jungfrau Marina.
Die drei kamen sichtlich gut gelaunt im Konfettiregen an und stellten gleich klar, dass sie „immer, immer wieder em Fastelovendsfieber“ sind. „Dass wir als Dreigestirn heute hier sind und ihr alle hier seid, ist beste Voraussetzung, um heute Abend feiertechnisch die Halle einfach abzureißen“, meinte Katharina I. Dazu benötige sie die Unterstützung der bunt gekleideten jecken Gäste im Saal. Die ließen sich das „Lacht, feiert, singt, habt Spaß“ nicht zweimal sagen. Und so feierte man noch nach dem „Après-Ski“ der Tanzgarde in die Nacht hinein.

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