KARNEVAL
Mer sin eins – im Herzen, im Lachen, im Feiern
Reichshof - Zesamme sin mer eins“ heißt es beim Denklinger Prinzenpaar Prinz Robin I. und Prinzessin Lisa, die genauso begeistert waren von der Prunksitzung wie die vielen jecken Gäste.
Von Vera Marzinski
Im großen Zelt neben dem Rathaus fand wieder einmal eine rundum gelungene und abwechslungsreiche Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Denklingen, diesmal zum 40-Jährigen Bestehen, statt. Natürlich war auch Gründungsmitglied Wolfgang „Köbes“ Köckerling dabei und der Ehrenpräsident Hansi Welter. Präsident Kai Vogel führte mit viel Humor durch das Programm, bei dem sich die Bands, Tanzgruppen und Redner die Klinke in die Hand drückten und durchgehend für gute Stimmung sorgten.
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[Als persönliche Adjutantin der Prinzessin Lisa war Beate Riehl (Mitte) seit Beginn der Session mit dem Prinzenpaar unterwegs und natürlich bei der Prunksitzung mittendrin.]
Prinz Robin I. und Prinzessin Lisa, die aus Wilkenroth kommen, setzen eine andauernde Tradition fort, denn in den vergangenen Jahrzehnten gab es kein karnevalistisches Amt in der KG, das nicht einmal von einer Wilkenrotherin oder einem Wilkenrother ausgeübt wurde. So kommt auch Beate Riehl, die der Prinzessin immer zur Seite steht als persönliche Adjutantin seit dem Start der Session, ebenfalls aus dem zwei Kilometer von Denklingen gelegenen Ort – genauso wie ein Großteil des Hofstaates. Natürlich war der Einzug des Elferrates und des Prinzenpaares am Anfang schon ein Highlight der Sitzung.
Direkt danach brachte eine Band einen neuen Duft auf die Bühne: „Eau de Cologne“ hieß es bei „Cat Ballou“. Deren letzte Tour stand „Unter einem guten Stern“ und das gleichnamige Lied sangen alle ebenso textsicher mit wie „Lass uns nicht geh’n“. Aber sie mussten weiter, doch Denklingen hatte noch einige tolle Bands in petto. Mit „C'est la vie“ wussten „Klüngelköpp“, dass man sich keinen Kopp und keine Sorgen machen solle, denn „Wat kütt, dat weißt de nie“. Die „Pappnas“ setzten sich „StadtRand“ auf, deren Sänger ist Roman Lob, der 2012 beim Eurovision Song Contest für Deutschland teilnahm und schon dort mit Stimme und Charisma überzeugte. An Karneval könne man „Köbes, Kaiser, Königin“ sein, sangen sie. Und das ist auch für Susanne das Tolle an Karneval: „Ich kann jedes Jahr etwas anderes sein – letztes Jahr noch Nixe, dieses Mal Engel und vielleicht nächstes Mal Karnevalsmaus.“
Jonas aus Nümbrecht hatte einer Kollegin bei der Weiberfastnachtsfeier schon gesagt: „Wir sehen uns Samstag in Denklingen, meine Truppe ist wieder am gleichen Tisch“. Und die waren wie im Vorjahr einheitlich verkleidet – diesmal als Ärzte. „Zur Auswahl stand auch Skifahrer“, verriet er. Und auf die Frage „Ihr rettet hier wohl lieber nette Mädels?“ grinste er verschmitzt. Sabine aus Denklingen war auch wieder mit ihrer Clique da. Das kunterbunte Kostüm aus dem Vorjahr bekam eine zweite Runde. Das war auch kaum zu toppen. Begeistert empfingen sie die „Rabaue“ und „Paveier“ - und ließen sich nicht zweimal von den Funky Marys zum „D.A.N.Z.E“ auffordern.
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[Auch Reichshofs Bürgermeister Jan Gutowski hatte sich unter die Denklinger Jecken gemischt.]
Viele der bekannten Karnevalslieder hatten auch die Tanzgruppen für ihre teilweise sehr akrobatischen Gardetänze ausgewählt. Die Burggarde feierte ebenfalls ein Jubiläum – seit nun über 30 Jahren schwingen sie die Tanzbeine für ihren Verein. Zwischendurch gab es noch etwas für die Lachmuskeln von Klaus und Willi sowie von dem Mann mit den drei Haaren auf der Brust. Bevor die „Thomas Arens Combo“, die von Beginn der Veranstaltung an immer wieder für musikalische Einlagen sorgte, den Abend im Zelt ausklingen ließ, setzten die „Swinging Fanfares“ die nicht nur „Jetzt erst recht!“ erschallen ließen, den Schlusspunkt.

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