KARNEVAL
Mit Familienpower zum Sessionshighlight
Engelskirchen – Ründerother Karnevalsverein feierte mit tausenden Menschen auf den Straßen – Prinzenpaar hatte seine Kinder als Verstärkung dabei.
Von Lars Weber
Mit mehr als 10.000 jecken Besuchern hat der Ründerother Karnevalsverein heute seinen traditionellen Rosensonntagszug gefeiert. Der leeve Jott hatte es gut mit den Karnevalisten im Aggertal gemeint und ihnen Sonne mit blauem Himmel und ein paar Wolken geschickt. Viel besser ging es nicht – und das merkte man den Feiernden in Ründeroth an. Sie durften sich freuen über einen kunterbunten und lauten Zug mit mehr als 800 Teilnehmern.
Etwas ganz Besonderes war der Zug natürlich für das Prinzenpaar Norman (Becker) I. und seine Prinzessin Melanie. Die vergangenen Tage seien schon nicht arm an Höhepunkten gewesen, sagten die beiden kurz vor Beginn des Zugs um 14:11 Uhr an der Jagdhütte. Die Kostümsitzung sei fantastisch gewesen, Weiberfastnacht ebenso. Am Samstag beim Abschlussabend sei es schon sehr emotional geworden. Jetzt, vor dem großen Zug, seien sie aber doch nochmal „sehr aufgeregt“. Dabei durften sie auf die Unterstützung ihrer drei Kinder zählen. Der fünfjährige Lennox fuhr ebenso auf dem Wagen mit wie ihre Töchter Leonie (13) und Letizia (12). Ihre beiden „persönlichen Mariechen“ sorgten für die Musik. „Da haben wir nichts zu sagen“, sagte Melanie mit einem Lachen.
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[Die Besucher genossen das Wetter und füllten Ründeroths Straßen.]
Dass das Prinzenpaar sich am meisten auf die Einfahrt in den Ortskern freute, sah man ihnen dann auch an, als sie sich dort den Menschenmengen präsentierten. Wie gewohnt lief der Zug von der Jagdhütte bis zum AWO Seniorenzentrum in der Hüttenstraße. Dazwischen wurde tonnenweise Kamelle geschmissen und gesammelt. Und man durfte natürlich die mit viel Mühe gestalteten Wagen und Kostüme der Teilnehmer bewundern.
Vorneweg, auch das ist inzwischen Tradition, grüßten „außerirdisch gut“ die Schülerinnen und Schüler der GGS Ründeroth. Dahinter feierten „Die lustigen Stephinchen“ aus Bergneustadt 725 Jahre Stadtjubiläum – und sie hatten die passende Sahnetorte gleich als liebevoll gestaltete Kostüme mitgebracht, denen man die stundenlange Arbeit ansah. Für ordentlich Party und Lautstärke sorgten zum Beispiel die Hopfenjäger, die RünderotherChaoten oder die Chaotischen Rudeltiere. Für Stimmung sorgten zudem die Fußballer des TSV Ründeroth, der KV Blau-Weiß Oesinghausen, das Team Hahn, die Gruppe Colorado, die Popcorn Fründe 01 oder der Osberghauser KV.
Ihren Geburtstag – nämlich ihr 30-jähriges Bestehen – hatten die Hohler Bären aus Dieringhausen bereits unter anderem mit einer großen Damensitzung an Weiberfastnacht gefeiert. Auch der RKV hatte vorbeigeschaut, und am heutigen Rosensonntagszug feierte man den Geburtstag einfach gemeinsam weiter. Verbindungen gibt es auch zum KV aus Bielstein, die ihre „3 Engel“, das Damen-Dreigestirn, nach Ründeroth geschickt hatten. Mit geballter Frauen-Power machten sie sich schonmal warm für den großen Zug am Montag in Bielstein.
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[Auch Bürgermeister Lukas Miebach mischte kräftig mit.]
Mit etwa 150 Teilnehmern stellte der RKV natürlich eine große Abordnung für sein Heimspiel. Premiere feierte dabei der neue Wagen des Senats. Nachdem dieser in den vergangenen Jahren ihren fahrbaren Untersatz nur gemietet hatte, grüßte der Senat nun von hoch oben im selbstgebauten Wagen. Von den Dancing Kids, den Sparkly Dancers oder den Sirenen über die Jecken Fründe und die Aggerperlen oder die Torwache bis zum Elferrat und natürlich dem Prinzenwagen: Die Ründerother machten ihrem Motto „Die Zügel parat und Musik im Blood, mir fiere zosamme in Ründeroth“ alle Ehre. Nach dem Zug ging die Party dann im Festzelt bei der Firma Dörrenberg weiter.
Damit das alles so klappt, dafür sorgen vor allem die Mitglieder des RKV, die sich angesichts immer weiterer Auflagen gerade in Sachen Sicherheit freuen, viel Unterstützung an der Seite zu haben, sagte Zugleiterin Annette Schoder. Gerade die Gemeinde Engelskirchen „ist herausragend", aber auch unter anderem die Feuerwehr hilft, wo sie kann, damit der Rosensonntagszug solch ein Fest sein kann, wie er es auch dieses Jahr wieder war.

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