KULTUR
Big-Band-Sound verschmilzt mit stimmgewaltigem Chor
Gummersbach – Ein abwechslungsreiches Programm aus Big-Band-Klassikern und Pop- und Rock-Covern im Swing-Stil boten „Swing Company“ und „Chorios Olpe“ in der Halle 32.
Von Vera Marzinski
Wieder einmal überzeugte die „Swing Company“ unter der Leitung von Matthias Bauer in der Halle 32 mit brillantem Big-Band-Sound und hatte diesmal dazu „Chorios Olpe“ - ein Chor mit einer ungewöhnlichen stimmlichen Bandbreite, der rein aus jungen Frauenstimmen besteht - eingeladen. Ein abwechslungsreiches Programm aus Big-Band-Klassikern und Pop- und Rock-Covern im Swing-Stil boten Band und Chor – teilweise gemeinsam, aber auch einzeln. Da konnte das Publikum in der Halle 32 ganz aufgeregt sein, was alle Mitwirkenden auf der Bühne in „I’m so excited“ packten und man wollte gerne dranbleiben, wie es der Titel des Toto-Stückes „Hold The Line“ auf den Punkt brachte.
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[Jedes Jahr im Herbst heißt es in der Halle 32 „Big Band Swing Company feat...“ mit ausgewählten Gesangsgästen oder Instrumentalisten – und unter der Leitung des Saxophonisten Matthias Bauer.]
Das Ensemble aus Olpe ist insbesondere für moderne Chorliteratur sowie kreative Konzertkonzepte bekannt. Unter der Leitung von Teresa Clemens bewegt sich der Chor zwischen Pop, Rock und Musical. In ihrem eigenen Konzert-Part starteten sie gleich mal mit einem besonderen Stück: „Bohemian Rhapsody“ von Queen. Im „90s-Medley“ reihten sich Aquas „Barbie Girl“, „Everybody“ von den Backstreet Boys und „Zombie“ (The Cranberries) ein. Das machte „Speechless“, wie das Lied von Alan Menken aus der Disney-Verfilmung „Aladdin“.
Die knapp 20 stimmgewaltigen Frauen brachten gemeinsam abwechslungsreich ausgewählte Stücke auf die Gummersbacher Bühne. Schon Ende September standen sie mit diesem Programm mit der „Swing Company“ in der Aula der Gesamtschule Wenden auf der Bühne und im Oberbergischen traten sie zuvor beim Konzert des Oberwiehler Sängerquartetts unter dem Motto "Hits & Schlager“ auf.
Die Big Band spielte nach der Pause mit einzelnen Solistinnen des Chores – so mit Rebecca Hoffmann bei „Paparazzi“, Sara Beuch bei „At Last“ von Etta James und den Michael-Bublé-Hit „Feeling Good“ präsentierte Esther Bonacker. Begleitet von der Big Band und bei den Chorteilen von Pianist Florian Becker sowie einem Schlagzeuger.
[„Chorios Olpe“ entstand 2008 aus einem Jugendchor - Teresa Clemens leitet den Chor seit Dezember 2014 und sang selbst einen Solopart bei „Summertime“ mit der Big-Band.]
Big Band pur - gleich drei Mal hintereinander im ersten Teil mit Pat Methenys „Every Summer Night“ und ein Klassiker wie „The Girl From Ipanema“ von Antonio Carlos Jobim musste natürlich auch ins grandiose Programm. Bandleader Matthias Bauer machte nicht nur die Ansagen, sondern griff auch immer mal wieder für seine hervorragenden Soloparts zum Saxophon. Bei „Summertime“ kam nicht nur der gesamte Olpener Chor auf die Bühne, sondern auch Chorleiterin Teresa Clemens, die das gesungene Solo übernahm.
Vor über vier Jahrzehnten in der Gemeinde Reichshof gegründet, spielt die „Swing Company“ die gesamte stilistische Palette der Big-Band-Musik, ergänzt durch Swing-Coverversionen bekannter Rock- und Popsongs. Zu den besonderen Liedern gehört sicherlich „Shallow“ – bekannt durch das Duett von Lady Gaga und Bradley Cooper. Das präsentierten Chor und Big Band im Abschlussteil, bevor der Abend mit einem „Adiemus Medley“ endete.

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