KULTUR

Ein Festival, drei Meisterkurse und über 20 Konzerte

ks; 31.03.2025, 14:40 Uhr
Foto: Katharina Schmitz --- Professor Falko Steinbach (vorne) zusammen mit Organisatoren und Unterstützern des Klavierfestivals.
KULTUR

Ein Festival, drei Meisterkurse und über 20 Konzerte

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ks; 31.03.2025, 14:40 Uhr
Lindlar – Vom 13. bis zum 25. Juli findet das Internationale Klavierfestival Lindlar statt.

Als das Internationale Klavierfestival Lindlar 2009 zum ersten Mal veranstaltet worden ist – im Rahmen der Feierlichkeiten rund um das 900-jährige Bestehen der Gemeinde –, da gab es einen Meisterkurs und ein Konzert. 16 Jahre später sieht das ganz anders aus. Unter der musikalischen Leitung von Professor Falko Steinbach wurde das Festival peu à peu weiterentwickelt. In diesem Jahr werden im Rahmen des Festivals zum ersten Mal drei Meisterkurse geboten: für Klavier, Violine und Cello. Geplant sind außerdem über 20 Konzerte – und das nicht nur in Lindlar, sondern unter anderem auch in Gummersbach, Engelskirchen, Nümbrecht, Wipperfürth und Köln.

 

Anlässlich des diesjährigen Klavierfestivals fand am vergangenen Freitag im Lindlarer Rathaus ein Pressegespräch statt. Zahlreiche Mitglieder des Organisationsteams kamen dazu zusammen. Mit am Tisch saß auch Professor Falko Steinbach, der zwar aus der Region kommt, Familie in Lindlar hat und an der Musikhochschule Köln studierte, aber schon seit 26 Jahren in den USA lebt und dort an der University of New Mexico als Professor für Klavier tätig ist. Steinbach freute sich über die Weiterentwicklung der Veranstaltung, nicht zuletzt mit Blick auf die neuen Meisterkurse. „Das verändert das Profil des Klavierfestivals und wird die Attraktivität steigern“, sagte er überzeugt.

 

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Das Klavierfestival findet vom 13. bis zum 25. Juli und damit in den ersten beiden Wochen der Sommerferien statt. Auch wenn das Festival offiziell erst am Sonntag, 13. Juli, mit einem Konzert des Sinfonieorchesters Bergisch Gladbach im Lindlarer Kulturzentrum eröffnet wird: bereits am Abend zuvor findet ein erstes Konzert des Orchesters unter der Leitung von Dr. Roman Salyutov in der Herz-Jesu-Kirche in Schildgen in Bergisch Gladbach statt. Auch zum Abschluss des Festivals findet im Lindlarer Kulturzentrum ein Konzert statt. Dazu werden am Freitag, 25. Juli, alle Teilnehmenden des Festivals auf der Bühne stehen.

 

Traditionell kommen zu dem Klavierfestival nicht nur Talente aus der Region, sondern aus aller Welt zusammen. Laut Falko Steinbach haben bereits „hochkarätige Studenten aus über 30 Ländern“ an dem Festival teilgenommen. In diesem Jahr rechnet das Organisationsteam mit etwa 25 Teilnehmenden – aus Deutschland, den USA und Mexiko sowie vielen Violinisten aus Brasilien. Letzteres hat laut Steinbach einen bestimmten Grund: nach der Premiere im vergangenen Jahr wird Cármelo de los Santos, der aus Brasilien kommt und ebenfalls als Professor an der University of New Mexico tätig ist, wieder einen Meisterkurs für Violine anbieten.

 

Unter der Leitung von Professor Christoph Wagner wird es in diesem Jahr erstmals einen Meisterkurs für Cello geben. Damit dürfte beim Klavierfestival künftig auch mehr Kammermusik gespielt werden. Mit dem Konzert „Classic meets Rock“ wird es am Freitag, 18. Juli, im Lindlarer Kulturzentrum aber auch wieder modernere Klänge geben. Besonders freut sich Falko Steinbach auf das Konzert „Czerny und Beethoven“, das am Sonntag, 13. Juli, im Kulturzentrum stattfinden wird. Unter anderem werden dort Gabriel Landstedt und Joshua Rupley ein vierhändiges Klavierkonzert spielen.

 

23 Konzerte sind aktuell geplant. Laut Falko Steinbach kann da aber noch das ein oder andere zu kommen. In diesem Jahr wird es Auftritte in insgesamt neun Städten und Gemeinden geben. Dank des Vereins „Kulturrausch Marienheide“ wird in diesem Jahr auch die Gemeinde Marienheide erstmals Teil des Klavierfestivals sein. Außerdem wird es im Rahmen des Festivals zum ersten Mal ein Konzert in der Hochschule für Tanz und Musik Köln geben. Dieses findet am Montag, 21. Juli, statt. Die meisten Konzerte werden kostenfrei zu besuchen sein, um eine Spende wird aber gebeten.

 

Ohne die Unterstützung zahlreicher Sponsoren sei die Realisierung des Klavierfestivals nicht möglich. Mit dabei sind in diesem Jahr unter anderem die Gemeinde Lindlar, der Oberbergische Kreis, das Katholische Bildungswerk Oberberg des Erzbistums Köln, der Förderverein für Musik in Lindlar, die Kreissparkasse Köln und die Volksbank Berg, die „RheinEnergieStiftung Kultur“, die Sülzer Kulturstiftung, die Wirtschaftsprüfer HSP sowie die Agentur Sugarpool. Das Team hofft auf weitere Spenden und Unterstützer, nicht zuletzt zur Finanzierung der Reisekosten.

 

Aus der Region werden unter anderem Jonas Wolter, Cornelius Bertenrath und Amelie Westerkamp mit dabei sein. Für die zahlreichen internationalen Teilnehmer sucht das Organisationsteam auch noch nach Gastfamilien aus Lindlar. Interessierte können sich dazu bei „LindlarKultur“ unter der Tel.: 02266/96 4 00 oder per Mail an lindlarkultur@lindlar.de melden. Weitere Informationen sind unter www.klavierfestival-lindlar.de zu finden.

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