KULTUR
Parkzeit: Eine Tradition setzt sich fort
Engelskirchen – Traditionell fand am letzten Ferienwochenende wieder die „Parkzeit“ statt – Junge Künstler und rockige Legenden gaben sich dazu ein musikalisches Stelldichein.
Von Michael Gauger
Am letzten Wochenende der Sommerferien gab es in der Gemeinde Engelskirchen eine Menge musikalischer Unterhaltung. Nach dem Freitagabend mit Brings beim Schützenfest in Ründeroth (OA berichtete) machten sich am Samstag viele Besucher auf den Weg zum Rathausplatz, denn mit der Parkzeit lud der Verein KulturLeben zum mittlerweile 14. Mal zum gemütlichen Beisammensein bei Musik und geselligem Plausch ein.
[Wetterfeste Kleidung und passende Verpflegung : Die Besucher zeigten sich größtenteils perfekt vorbereitet.]
Drei Bands sorgten gestern für die musikalische Unterhaltung im zweistündigen Wechsel, Wettergott Petrus parallel für typisches oberbergisches Sommerwetter mit dem einen oder anderen kleinen Regenschauer. Die Besucher zeigten sich indes bestens vorbereitet und kurzzeitig öffneten sich mal die Regenschirme, es sei denn, man hatte dem Wetterbericht nicht getraut und sowieso mit einem Pavillon vorgesorgt. Mit-Organisatorin Petra Klee berichtete im Gespräch erfreut, dass die bereitgestellten Bierzeltgarnituren, welche man im Vorfeld per E-Mail reservieren konnte, restlos vergeben waren.
Wolfgang Oberbüscher, Vorsitzender von KulturLeben, machte bei der Begrüßung deutlich: „Die Parkzeit soll stets eine Veranstaltung für alle sein. Jeder ist willkommen, weshalb der Eintritt seit jeher frei ist und man sich auch mit Getränken und Speisen selbst versorgen darf.“ Durch viele ehrenamtliche Helfer war sichergestellt, dass bei fairen Preisen niemand verdursten oder verhungern musste, aber ein Kaufzwang bestand auch in diesem Jahr nicht. Neben kühlen Getränken und leckeren Cocktails warteten Speisen vom Grill. Für die Jüngsten stand eine Hüpfburg bereit. Auf die Helfer sei Verlass, lobte Oberbüscher das gesamte Team.
[Als langjährigern Besucher darf man Wilfried Dick bezeichnen, der ebenfalls mit gut gekühltem Vorrat anreiste.]
Ob beim Aufbau, der Organisation, dem Ausschank, am Grill oder im Hintergrund – ohne dieses Engagement wäre die Parkzeit gar nicht möglich, betonte er. Für den perfekten Ton der Musiker sorgte erneut Maik Frielingsdorf mit seiner Truppe. Ein großer Dank ging an die Gemeinde Engelskirchen als Unterstützer und den treuen Sponsort Volksbank Oberberg. Mit den anwesenden Vorstandsvorsitzenden Jörn Richling, Andreas Heumann und Filialleiterin Pia Wippenbeck sowie Bürgermeister und Hausherr Lukas Miebach gingen die Dankesworte an die richtigen Ansprechpartner.
Musikalisch gab das „Duo Soay“, bestehend aus Aileen Fliegner und Markus Blumberg, ein tolles Debüt auf der Bühne. Beide machen schon länger gemeinsam Musik und hatten gefühlvolle Songs, gespielt mit Gitarren und Cachón, unter anderem aus dem spanischen Sprachraum oder aus schottischen Landen, im Gepäck. Bei einem Stück von BAP sang das Publikum laut mit, bevor sich das Duo mit einem Country-Cover von Lady Gaga nach einer lautstark geforderten Zugabe verabschiedete.
Alle Bands an diesem Tag stammten wieder aus der Region. Mit „Plain“ übernahmen danach für gut 90 Minuten sechs Musiker aus Engelskirchen-Loope die Bühne, die im Jahr 2017 als Newcomer ihr Debut bei der Parkzeit gaben waren. Den Songs von Adele, Rag’n Bone Man und Tom Petty verpassten sie jeweils ihre eigene Note, was das Publikum mit großem Applaus honorierte. Sogar Petrus nahm es wörtlich und schickte bei "Let it rain" für drei Minuten einen ordentlichen Schauer runter, wie Organisator Oberbüscher schmunzelnd anmerkte.
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[Foto: privat --- Auch beim Auftritt von "Scions" mussten zwischendurch die Regenschirme aufgespannt werden.]
Den krönenden Abschluss bildeten die ebenfalls aus Loope stammenden Legenden der „Scions“. Nach vierjähriger Pause sollte die selbsternannte Oldie-Band an diesem Abend (vielleicht) ihr Abschlusskonzert geben. Die Gruppe selbst ist ein Stück lebende oberbergische Rockgeschichte, die in den 1960er-Jahren begann und mit einigen Pausen, unter anderem durch Corona, trotzdem stets irgendwie wieder zusammenfand. Das Repertoire ist rockig, an diesem speziellen Wochenende hatte man sich aber den Songs von Credence Clearwater Revival (CCR) verschrieben.
Besonders die Stimme des eigentlichen Frontmannes Winfried (Jimmy) Miebach war für diese Songs prädestiniert, kündigte KulturLeben im Vorfeld an. Da dieser aber aus gesundheitlichen Gründen an dem Tribute-Projekt nicht teilnehmen konnte, wurde er von seinem Sohn Sven absolut würdig vertreten. Die Scions freuten sich auf dieses Event, weil sie 2024 ihr 60-jähriges Bestehen nicht feiern konnten und der Auftritt bei der Parkzeit als nachgeholtes Jubiläumskonzert diente, erklärten die Macher der Parkzeit.

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