KULTUR

Gute Laune im Viererpack

vma; 23.11.2022, 11:33 Uhr
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Fotos: Vera Marzinski --- Zum krönenden Abschluss kam Lioba Albus mit ihrem Programm „MIA – eine Weltmacht mit 3 Buchstaben“ ins Burghaus.
KULTUR

Gute Laune im Viererpack

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vma; 23.11.2022, 11:33 Uhr
Wiehl - Im Rahmen des Herbstprogramms des Wiehler Kulturkreises traten im Burghaus Bielstein Alice Köfer, Thorsten Bär, Markus Barth und Lioba Albus auf - An vier Abenden wurden die Lachmuskeln der Gäste trainiert.

Von Vera Marzinski

 

Vier Abende, vier Gäste, vier Mal gute Laune: Das Comedy-Programm des Wiehler Kulturkreieses im Bielsteiner Burghaus hat es in sich gehabt. Mit ausdrucksvollem Gesang, Musik und viel guter Laune startete Alice Köfer den komödiantischen Reigen bereits Anfang des Monats. Ihr Programm heißt "Alice auf Anfang". Charmant berlinernd quasselte sie sich sensationell gelaunt um Kopf und Kragen. Bühnenerfahrung hat sie auf alle Fälle und singen kann sie auch – und das ziemlich gut und kräftig. Kein Wunder, denn als einzige Frau in einer Boyband weiß sie sich durchzusetzen. Seit 2010 ist sie mit der Gruppe „Vocall Recall“ erfolgreich auf Kabarett- und Comedy-Bühnen unterwegs.

 

[Start zur Comedy-Time im November mit Alice Köfer.]

 

Jede Menge Songs erklingen in einer wilden Mischung aus destruktiver Liebeslyrik und Stadion-Pop im Garagenformat: Mitgrölen ist bei ihr ausdrücklich erwünscht. So singt sie übers Abitreffen oder auch das Burger-Restaurant. Ausführlich erklärte sie ihre Löffelliste, auf der so einiges steht, was sie noch machen möchte. Hauptsache die Liste sei lang und enthalte ein paar unrealistische Sachen, wie Brad Pitt küssen - sonst sei sie zu schnell abgearbeitet. 

 

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Auf Alice Köfer folgten am Wochenende drei weitere „Comedy-Time“-Abende - es ging also Schlag auf Schlag. Lustig, schnell und authentisch flitzte Stand-Up Comedian Thorsten Bär mit seinem neuen Programm „Der Bär ist los“ über die Bühne im Burghaus Bielstein. Gerne nahm Bär seine Gags aus der Situation mit dem Publikum heraus. Und wenn er da keine vernünftige Vorlage bekam - dann schuf er sich eine. Oder er erzählte Geschichten aus seinem Leben: Beim gemeinsamen Hausbau mit seinem Vater stellte dieser fest, dass es einen großen Unterschied zwischen seinem Sohn und Holz gäbe - Holz arbeitet. So sei Bär wohl zu seinem gefühlt zweiten Namen gekommen: "Haltma". Seine urkomische Familiengeschichte sorgte für viele Lacher.

 

[Thorsten Bär ist nicht nur Fußball-affin, er zeigte den Gästen zum Schluss auch noch einen indischen Tanz, den alle begeistert mitmachten.]

 

Mit seiner neuesten Solo-Show „Ich bin raus“ fand der mehrfach preisgekrönte Stand-up-Comedian und Bestseller-Autor Markus Barth dann im Burghaus Bielstein die Rücktrittbremse im Hamsterrad. Der Sommer sei dieses Jahr zu viel für ihn gewesen. „Bei mir in der Dachgeschosswohnung war es so heiß, dass ich schon befürchtete, die FIFA würde die WM hierhin verlegen“. Im Lockdown habe er sogar Ukulele gelernt - sein Mann fand: „eine schwere Prüfung für uns alle“. Haupterkenntnis der vergangenen zwei Jahre sei für ihn: „Wie viel dumme Menschen gibt es eigentlich?“ Schon sein Vater meinte „es ist nicht unsere Aufgabe, anderer Leute Meisen zu füttern“ - nur heute werde denen mit der Meise reichlich viel Aufmerksamkeit auf allen sozialen Kanälen geschenkt, meinte Barth. 

 

[Nicht Mario, sondern Markus Barth war dabei, der im Lockdown geübt hatte, auf der Ukulele zu spielen und das Publikum bekam ein „You are My Sunshine“ als Zugabe.]

 

Liona Albus betrat am Samstag die Burghaus-Bühne - zum zweiten Mal nach 2018. Mit ihrem neuen Programm „MIA – eine Weltmacht mit 3 Buchstaben“ war sie auch diesmal wieder komödiantisch verrückt und kabarettistisch rasierklingenscharf. Nach der Käfighaltung für zwei Jahre seien leider die weiblichen Galionsfiguren weg - Merkel sitze jetzt mit der Jogginghose in der Uckermark und die Themse-Liesel sei von uns gegangen: "Aber ich bleibe noch ein bisschen“, versprach sie. Albus schlüpfte von einer Rolle in die nächste mit Perücken- und Kleidungswechsel. So demonstrierte sie, wie viele Facetten der Darstellung sie als Kabarettistin darbieten kann – garniert wurde das Ganze mit sehr viel Sprachwitz. Ihr Fazit: „Man kann es hinkriegen, bei all dem Quatsch, der so passiert, noch zusammen zu lachen - das haben wir doch gut geschafft heute!“.

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