KULTUR
Musikgottesdienst mit Schubert-Messe
Bergneustadt - Ein besonderer Gottesdienst in der Altstadtkirche mit Franz Schuberts romantischer Messe in G-Dur bot nicht nur musikalische, sondern auch spirituelle Momente.
Von Vera Marzinski
Rund 70 Sängerinnen und Sänger – aus den Kantoreien Bergneustadt und Wiehl sowie einem Projektchor, der speziell für dieses Werk zusammengestellt wurde – boten gemeinsam mit drei Solisten und einem kleinen Orchester eine besondere Messe bzw. Gottesdienst. Am ersten Mai-Sonntag in der Evangelischen Kirche Wiehl und gestern anlässlich des Jubiläums „725 Jahre Bergneustadt“ in der Altstadtkirche.
[Der große Chor mit kleinem Orchester formierte sich im Altarraum – Kreiskantorin Dr. Annemarie Sirrenberg dirigierte beide im ersten Teil.]
Nach dem großen Erfolg des Fauré-Requiems im vergangenen Jahr starteten Anfang des Jahres die Proben für die Schubert-Messe. Der österreichische Komponist Franz Schubert komponierte seine Messvertonung für Soli, Chor und Orchester bereits im Jahr 1815. Das Werk besticht durch seine schlichte, innige Klangsprache und klare Melodien, die eine ruhige und persönliche Atmosphäre entstehen lassen. So lädt die Musik dazu ein, den Gottesdienst auf besondere Weise mitzuerleben und sich berühren zu lassen. Die reizvolle liedhafte Melodik besonders im „Kyrie“ und im „Credo“ bildet einen zauberhaften Kontrapunkt zu konzertanteren Passagen im „Gloria“ oder im „Sanctus“. Die Stimmen für die Trompeten und Pauken komponierte Franz Schubert zu einem späteren Zeitpunkt selbst hinzu.
Unter der Leitung der Kreiskantorin Dr. Annemarie Sirrenberg und Wiehls Kantor Samuel Schmitt berührten die Chöre mit dieser großen Kirchenmusik. Den Gottesdienstbesuchern wurde eine festliche und eindrucksvolle Messe, die Musik und Glauben auf besondere Weise verbindet, geboten. Das Werk vereinigt lyrisch-romantische Teile mit festlichen Sätzen, die von Trompeten und Pauken begleitet werden.
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[Solistisch begleiteten in Bergneustadt Antje Bischof (Sopran, v.li.), Johannes Klüser (Tenor) und Richard Logiewa-Stojanovic (Bass).]
Solistisch konnte die Messe mit der Sopranistin Antje Bischof, Tenor Johannes Klüser und dem Bass-Sänger Richard Logiewa-Stojanovic – in Wiehl sang Arndt Schumacher den Basspart – hervorragend besetzt werden. Zudem fügte sich im Mittelteil die Predigt von Pfarrer Dietrich Schüttler ein. Sehr passend auch das gemeinsame Eingangslied „Ich singe dir mit Herz und Mund“ – im Wechsel von Chor und Gemeinde gesungen. Zum krönenden Abschluss gab es noch die „Fuge in C“ von Johann Sebastian Bach, gespielt auf der Orgel von Dr. Annemarie Sirrenberg.

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