KULTUR

Schützenkapelle Kreuzberg läutet eine neue Ära ein

ad; 06.04.2026, 13:30 Uhr
Fotos: Astrid Deckers --- Den Spaß konnte man dem neuen Dirigenten Philipp Schopp bei jeder Handbewegung anmerken.
KULTUR

Schützenkapelle Kreuzberg läutet eine neue Ära ein

ad; 06.04.2026, 13:30 Uhr
Wipperfürth – In der ausverkauften Mehrzweckhalle wurde das Osterkonzert der Schützenkapelle Kreuzberg und deren Jugendorchesters zum rauschenden Fest, das alle begeisterte.

Von Astrid Deckers

 

In der ausverkauften Mehrzweckhalle spielten die Schützenkapelle Kreuzberg und das Jugendorchester ein rauschendes Osterkonzert, das alle begeisterte. Bevor die 300 Zuschauer sich von den Qualitäten des neuen Dirigenten Philipp Schopps überzeugen konnten, hieß es für die 22 Nachwuchsmusiker des Jugendorchesters „Bühne frei“. Das Thema „Zeitreise“ als Motto der Veranstaltung hatten die Musiker nicht nur musikalisch, sondern auch visuell hervorragend in Szene gesetzt. Songs aus vier Jahrzehnten Popmusik, von den 60ern bis in die 90er-Jahre, hatten sie im Gepäck und bereits mit der Interpretation von „Pink Panther“ stellte Stephanie „Steffi“ Deckers als Dirigentin und ihr Jugendorchester unter Beweis, welches hohe Niveau von ihnen erwartet werden durfte. Mit „Waterloo“, „Take on Me“ und „Lemon Tree“ folgten melodiöse Popsongs, die in den Arrangements überzeugten und das Publikum mitrissen. Als dann auch noch Pharrell Williams' „Happy“ als Zugabe erklang, waren alle in Stimmung.

 

[Das Jugendorchester präsentierte sich bereits vor dem Auftritt farbenfroh.}

 

Simon Offermann, Vorsitzender der Schützenkapelle, begrüßte die Anwesenden mit einleitenden Worten und blickte kurz auf 2025 zurück, als der langjährige Dirigent Günter Undorf als „Hüter der Kreuzberger Klanglandschaft den Stab niederlegte“. Im September trat dann Philipp Schopp seine Nachfolge an und mit ihm kam ein „Aufbruch“, eine neue „Ära beginne“ jetzt.

 

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Mit „Also sprach Zarathustra“ hatte Schopp eine grandiose Eröffnung gewählt, welche die Zuhörer mit beeindruckendem Klang und Volumen auf einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend einstimmte. Ob es nun der im 6/8-Takt erklingende „Fliegergeist“ von Ottomar Fabry, eine Reise mit Klangfarben von Staaten der gesamten Erde aus dem Film „In 80 Tagen um die Welt“ oder ein „Coldplay“-Medley war, die Musiker überzeugten mit Brillanz, Einfühlungsvermögen und Rhythmusgefühl. Da wurde so manches Lied enthusiastisch im Publikum mitgesungen, mitgeklatscht oder auch mit den Fingern mitgeschnipst.

 

[Am Tenorhorn konnte Paul Offermann mit einem beeindruckenden Solo des Liedes „Memory“ das Publikum überzeugen.]

 

Die Moderation übernahmen die Musiker der Kapelle und jeder hatte sich Gedanken zu dem Song gemacht, der als nächstes intoniert wurde und stimmte die Saalgäste auf das nächste Lied ein. Bei aller Begeisterung über die handwerklichen und menschlichen Fähig- und Fertigkeiten von Phillipp Schopp kam jedoch auch Günter Undorf in vielen Anmerkungen und liebevollen Kommentaren immer wieder vor. So wurde der Slogan aus 2025, als Undorf nach 16 Jahren seinen Rücktritt als Dirigent erklärte, auch in diesem Jahr erwähnt: „Was erlauben sich Gunter?“ Trotz der vollen Halle und der wunderbaren Musik hatte der Zuschauer das Gefühl, auf einer Familienfeier zu sein und die Musiker als Teil des großen Ganzen zu erleben. Kein Wunder, dass der gemütliche Ausklang erst nach drei Zugaben und fast dreistündigem Konzerterlebnis eingeläutet werden konnte. 

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