LEICHTATHLETIK

„Die Stimmung ist absolut geil“

jlo; 09.05.2026, 10:15 Uhr
Fotos: Thomas Giesen --- Bei Lindlar läuft herrschte wieder Volksfeststimmung.
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„Die Stimmung ist absolut geil“

jlo; 09.05.2026, 10:15 Uhr
Lindlar – Volksfeststimmung bei 17. Auflage von „Lindlar läuft“ - Erneut Steigerung der Teilnehmerzahlen – 2.411 Finisher im Ziel – Michel Krüger und Ira Achenbach mit deutlichen Start-Ziel-Siegen.

Von Jürgen Lorenz 

 

Die Laufveranstaltung durch den Lindlarer Ortskern avancierte erneut zum Publikumsmagneten. Anders als bei vielen anderen Laufevents verstummen die Anfeuerungsrufe nämlich nach den Kinder- und Schülerlaufen nicht. Vom ersten Startschuss bis zum letzten Zieleinlauf ist die Stimmung hier auf dem Höhepunkt. „Nach dem Schützenfest ist das hier die größte Veranstaltung im Dorf. Das ist ein echter Höhepunkt im Jahr“, so Andrea Knitter, Pressesprecherin und Mitglied des Organisationsteams von Lindlar läuft. Zigtausende Zuschauer feuerten die Athleten, teilweise mit Trillerpfeifen ausgestattet, lautstark an. Start und Ziel waren wie gewohnt auf dem REWE-Parkplatz, der, gerade bei den Kinderläufen, von ganzen Menschentrauben bevölkert war.

 

[Auch die Kleinsten gingen in Lindlar wieder zahlreich auf die Strecke.]

 

Auch die Organisatoren hatten wieder alles bestens im Griff. Das rund 50 Mann starke Helferteam um den Vorsitzenden der Aktion „Lindlar läuft“, Carsten Ommer, durfte sich erneut über einen neuen Teilnehmerrekord von über 2697 Voranmeldern freuen. „Wir hatten 216 Nachmelder. Die kamen um 15.30 Uhr alle auf einmal", so Knitter. Mit 2411 Finisher wurde ebenfalls eine neue Bestmarke gesetzt. Die GGS Kapellensüng hatte gleich 104 Kinder auf die Strecke der Bambini- und Schülerläufe geschickt und lag damit wieder ganz weit vorne. Die Firma Lang AG stellte bei den Erwachsenen die größte Teilnehmergruppe.

 

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Erneut konnten zahlreiche Pokale und Medaillen mit der Unterstützung der vielen Sponsoren überreicht werden. Lindlars Bürgermeister Sven Engelmann fungierte erstmals in seiner Amtszeit als Schirmherr, und schickte zudem auch noch die Jüngsten im ONI-Bambini-Lauf auf eine 600 Meter lange Strecke. Gleich 552 Minis waren, teilweise an der Hand von Mama oder Papa, voller Eifer dabei. Ohne Zeitmessung waren am Ende alle glückliche Gewinner.

 

[VfL-Maskottchen "Gummi" darf bei Lindlar läuft nicht fehlen.]

 

Im Anschluss fiel dann der Startschuss zum 2.000 Meter langen KSK-Köln-Lauf. Auf dem zwei Kilometer langen Rundkurs setzte sich Yanis Günther (LG Gummersbach/7:53 Minuten) knapp vor seinem jüngeren Bruder Quinn (LG Gummersbach/7:58 Minuten) durch. Karl Sommer (VfL Engelskirchen/8:13 Minuten) holte sich den Bronzerang. Bei den Mädchen feierte Penelope Fernandez Echeverria (Wiehltaler LC/7:54 Minuten) ihren Erfolg. Dahinter landete mit Emma (8:20 Minuten) und Lena (8:35 Minuten) Pickhardt (beide LG Gummersbach) ein weiteres Geschwisterpaar auf dem Podest.

 

[Michel Krüger gewann den Hauptlauf.]

 

Zu einem spannenden Dreikampf auf den letzten Metern entwickelte sich der vier Kilometer lange Lang AG-Lauf. Vorjahressieger Moritz Flader (just:in move/13:53 Minuten musste sich hier am Ende als Dritter geschlagen geben. Viel Zeit zum Ärgern hatte er allerdings nicht, denn schon traditionell ging er nur wenig später auch auf die zehn Kilometer lange Distanz, wo er letztlich Sechster wurde. Als Sieger durfte sich Marvin Riss (13:44 Minuten) vom VfL Engelskirchen feiern lassen, der sich vor Lokalmatador Tim Funken (by linzenich Lindlar/13:52 Minuten) durchsetzte. Der Vorjahreszweite des Zehn-Kilometer-Laufs hatte sich, gesundheitlich etwas gehandicapt, dieses Mal nur auf die kürzere Strecke begeben.

 

Bei den Frauen setzte sich Katrin Iglhat (Sluderia Südstadt/17:12 Minuten) die Siegerkrone auf. Leonie Baginski (just:in move/17:22 Minuten) und Malin Hamböcker (TV Refrath/18:01 Minuten) belegten die Folgeplätze.

 

[Ira Achenbach war die schnellste Frau über zehn Kilometer.]

 

Im S+C Lauf über zehn Kilometer lieferte sich Sieger Michel Krüger (Tischlerei Schmitz&Pilgram GmbH/34:45 Minuten) ein Rennen gegen die Uhr. Der Konkurrenz hatte der Berghausener Athlet nach wenigen hundert Metern bereits die Hacken gezeigt. Angetrieben von der tollen Atmosphäre unterbot er seine persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr um satte 50 Sekunden. „Ich bin einfach nur überglücklich“, jubelte er im Ziel. „Die Stimmung hier ist absolut geil. Hier wird man auf jeder Runde gepusht. Hier zu gewinnen ist schon etwas Besonderes“, freute er sich. Mit über einer Minute Rückstand überquerte Tom Hamacher (Lang AG/35:47 Minuten) den Zielstrich. Jonas Brücher (LG Gummersbach/35:59 Minuten komplettierte das Podest.

 

Bei den Frauen machte Ira Achenbach (SG Wenden/40:34 Minuten) ebenfalls keine Gefangenen. Auch sie lief mit deutlichem Vorsprung über den Zielstrich. Steffi Jansen (just:in Move/41:50 Minuten) und Sina Kessner (LC Montanushof/43:27 Minuten) mussten sich mit der Verfolgerrolle begnügen. „Die Stimmung hier ist einfach super“, freute sich Achenbach ebenfalls über ihren Erfolg. Allerdings wäre sie gerne etwas schneller gelaufen. „Aber die Zeit ist auch in Ordnung“, bilanzierte sie.

 

Zu den Ergebnissen

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