LEICHTATHLETIK
Lautwein gewinnt 66. Silvester-Crosslauf in souveräner Manier
Gummersbach – Nach dem witterungsbedingten Ausfall im Vorjahr konnte der traditionelle Laufwettbewerb der LG Gummersbach am letzten Tag des Jahres wieder stattfinden – Tobias Lautwein dominierte den Hauptlauf über die zum Teil neu konzipierte Strecke.
Von Julian Kaiser
Im zweiten Anlauf hat es funktioniert. Nach der witterungsbedingten Absage im Vorjahr ging am letzten Tag des Jahres die 66. Auflage des Silvester-Crosslaufs der LG Gummersbach über die Bühne. „Das war sehr wichtig für uns. Hätten wir nochmal absagen müssen, hätte sich nächstes Jahr wahrscheinlich niemand mehr angemeldet“, bilanzierte Organisator Norbert Wolf.
[Tobias Lautwein dominierte die Männerkonkurrenz und gewann mit über zweieinhalb Minuten Vorsprung.]
Im Vorjahr hatte man mit wochenlangem Schneefall und einer verreisten Strecke zu kämpfen. Zum Ausklang des Jahres 2025 hatte man nun mehr Glück. „Es gab nur ein paar vereiste Stellen“, berichtete Wolf.
Mit neuen Trailabschnitten in Form eines Wiesenpfades, einer Wiesenwand und dem „Udo-Trail“ hatten die Organisatoren die „Königsdisziplin“ über 10,5 Kilometer komplett verändert, auch die Strecke über 5 Kilometer bekam den „Udo-Trail“ hinzu. Und die Änderungen kamen bei den Läufern gut an. „Das Feedback ist bisher positiv“, bestätigte Wolf. Man wolle daran auch in den kommenden Jahren definitiv festhalten.
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[Stefanie Osthoff (v.li.) gewann bei den Frauen vor Franziska Schneider und Liv Behle.]
Ärgerlich dagegen: Allein über die 10,5 Kilometer holten über 100 Starter ihre Startnummern nicht ab, einen neuen Teilnehmerrekord gab es deshalb bei der 66. Auflage nicht. Nach der Absage im Vorjahr waren die Anmeldungen übertragen worden, trotz vorheriger Nachfrage sagten viele geplante Teilnehmer aber im Vorfeld nicht ab. „Wir waren seit drei Tagen ausgebucht und so konnten einige Interessierte nicht teilnehmen. Das ist schade“, betonte Wolf.
Sportlich sicherte sich bei den Männern Tobias Lautwein nach einem zweiten Platz 2023 wieder den Sieg. Der Wendener, siegreich im Jahr 2022, kam über die 10,5 Kilometer nach 42:09 Minuten ins Ziel und verwies seinen Teamkollegen Simon Happel (44:49 Minuten) von „Runnergy.de“ deutlich auf den zweiten Rang. Der Lindlarer Triathlet Marvin Münchhalfen wurde Dritter (44:56 Minuten), Lokalmatador Moritz Flader von der LG Gummersbach Fünfter (47:05 Minuten).
Bei den Frauen benötigte Siegerin Stefanie Osthoff von der SG Wenden als schnellste weibliche Teilnehmerin 49:14 Minuten. Franziska Schneider (Selbstläufer Altenahr/50:40 Minuten) und Liv Behle (SG Wenden/51:37 Minuten) komplettierten das Podium.
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[Kai Willems ließ über fünf Kilometer Tom Peiter und Marc Peiter hinter sich (oberes Foto v.li.); Ina Grebe gewann mit so großem Vorsprung bei den Frauen, dass sie noch mit dem angereisten Anhang abklatschen konnte (unteres Foto).]
Über die fünf Kilometer durchbrach Kai Willems (TV Refrath) derweil die Dominanz von Tom Peiter (Chase the Boneman), kam nach 19:17 Minuten mit acht Sekunden Vorsprung ins Ziel. Bei den Frauen lief Ina Grebe (SG Wenden/23:33 Minuten) als Gewinnerin vor Saskia Brandstätter (Turbo Turtles/24:19 Minuten) über die Ziellinie im Stadion Lochwiese. Rang drei sicherte sich Michelle Rennhack von der WSG Wiehl in 28:14 Minuten.
Schnellster beim Kinder- und Jugendlauf über 1,5 Kilometer war Simon Mitzschke (HSV Leichtathletik) mit 5:49 Minuten. Bei den Mädchen setzte sich Penélope Fernandez Echeverria vom Wiehltaler LC in 6:51 Minuten durch. Mit dem Ehrenpokal wurde Leichtathlet Bernd Kolbe ausgezeichnet, der zwischen 1981 und 2025 in insgesamt 39 Jahren als Helfer agierte.
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[Die Gewinner beim Kinder- und Jugendlauf: Simon Mitschke und Penélope Fernandez Echeverria.]


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