LOKALES

RB25: Bahn wird größtenteils pünktlich fertig

ks, Red; 27.07.2026, 14:05 Uhr
Fotos: Archiv (1), Michael Gauger (2) --- Die RB25 bei Ehreshoven.
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RB25: Bahn wird größtenteils pünktlich fertig

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ks, Red; 27.07.2026, 14:05 Uhr
Oberberg – Gute Nachrichten von der Deutschen Bahn: Ab dem 8. August fahren wieder Züge von Köln bis Lüdenscheid – Aber: Teilausfälle vom 10. bis 15. August (AKTUALISIERT).

Wer mit dem Zug aus dem Oberbergischen nach Köln fahren möchte, kann heute etwas aufatmen. Seit dem 27. März ist die Strecke der RB25 zwischen Dieringhausen und Köln-Hansaring für diverse Bauarbeiten gesperrt. Heute Mittag hat die Deutsche Bahn (DB) mitgeteilt, dass diese Bauarbeiten entlang der Oberbergischen Bahn „nun größtenteils abgeschlossen“ werden. Heißt: Wie geplant, werden ab Samstag, 8. August, wieder durchgehend Züge zwischen Köln, Gummersbach und Lüdenscheid fahren können. „Allerdings ist es bei einigen Baumaßnahmen zu Verzögerungen gekommen“, teilt die Bahn in ihrer heutigen Mitteilung mit – und liefert eine Übersicht zum aktuellen Sachstand.

 

Bahnhöfe

 

Seit Anfang Juni laufen der DB zufolge die Bauarbeiten für den neuen Haltepunkt „Overath-Vilkerath“ – und das planmäßig. Die ersten Züge sollen dort ab dem 13. Dezember 2026 halten können. Die DB investiert für den neuen Haltepunkt rund 3,7 Millionen Euro, gefördert vom Land NRW und go.Rheinland.

 

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Im Rahmen der sogenannten Modernisierungsoffensive „MOF 3“ wird derzeit auch der Bahnhof Rösrath für rund zehn Millionen Euro grundlegend modernisiert. „Leider ist es hier zu Verzögerungen bei der Umsetzung gekommen, so dass die Modernisierung bis Anfang August noch nicht abgeschlossen werden kann“, teilt die Bahn mit. Daher kann voraussichtlich bis zum 5. Oktober nur das Gleis 1 angefahren werden. Wenn der neue Bahnsteig an Gleis 2 fertig ist, soll bis zum Jahresende das Gleis 1 gesperrt und der „Hausbahnsteig“ erneuert werden.

 

Auch bei der Sanierung der Personenunterführung in Rösrath gab es laut Bahn eine Planänderung. Um die Erneuerung nach Ende der Sperrpause im laufenden Betrieb fortführen zu können, sollen in den nächsten Wochen zwei Gleishilfsbrücken eingebaut werden. Anschließend soll die Unterführung zunächst für den Rückbau gesperrt und mit Inbetriebnahme des Bahnsteigs 2 halbseitig wiedereröffnet und schrittweise neu gebaut werden. Voraussichtlich im ersten Quartal 2027 soll die Unterführung wieder auf ganzer Breite nutzbar sein. Außerdem soll der Bahnhof noch ein neues Bahnsteigdach erhalten. Dieses soll anschließend sukzessive während nächtlicher Zugpausen errichtet und ebenfalls im ersten Quartal 2027 fertiggestellt werden.

 

Auch beim Bahnhof Hoffnungsthal, der für über fünf Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln eine umfassende Modernisierung erhält, kommt es zu Verzögerungen. Unter anderem sollen dort zwei Aufzüge gebaut werden. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass es in Hoffnungsthal bis zum 7. September zu Haltausfällen kommen wird.

 

Außerdem hat die DB an der Bahnstation Ründeroth mit der Errichtung einer barrierefreien Anbindung der Park&Ride-Anlage an den Mittelbahnsteig begonnen. Diese soll bis Ende dieses Jahres fertiggestellt sein.

 

Fahrplanänderungen

 

Auch wenn die Strecke der RB25 am 8. August wieder für den Zugbetrieb freigegeben wird, ist das der Bahn zufolge nur eingeschränkt möglich. Als Grund dafür nennt die DB verringerte Gleiskapazitäten. Heißt: Die Züge werden zwischen Köln-Hansaring und Lüdenscheid nur stündlich fahren. Im Halbstundentakt werden die Bahnen nur montags bis freitags zwischen Rösrath und Gummersbach unterwegs sein. Es kommt zudem zu Anpassungen von Fahrzeiten.

 

Als Ersatz werden Schnellbusse eingesetzt. Diese werden einmal stündlich ohne Zwischenhalte zwischen Köln Messe/Deutz und Overath verkehren. Die Fahrplanänderungen werden in den Online-Auskunftssystemen der Deutschen Bahn und unter zuginfo.nrw zu finden sein. Außerdem wird es an den Bahnsteigen Aushänge geben.

 

Ergänzend dazu hat zuginfo.nrw heute mitgeteilt, dass es aufgrund von Bauarbeiten in den Abend- und Nachtstunden vom 10. bis zum 15. August jeweils zwischen 20:40 Uhr und 4:45 Uhr zu Teilausfällen zwischen Gummersbach-Dieringhausen und Engelskirchen kommt. Ein Ersatzverkehr (SEV) ist eingerichtet.

 

Brücken und Bahnübergänge

 

In Wiehlmünden in Engelskirchen wurde die bisherige Natursteinbrücke über einen Fußweg durch eine Betonbrücke ersetzt. Die Kosten hierfür betragen laut Bahn knapp 1,4 Millionen Euro. Hier sollen Anfang August noch abschließende Stopfarbeiten durchgeführt werden.

 

[Die neue Betonbrücke in Wiehlmünden.]

 

In Rösrath wird der Bahnübergang (Bü) „Brünsbacher Weg“ für rund 2,3 Millionen Euro komplett modernisiert. Ab dem 8. August kann der Bü wieder von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden. Die Arbeiten an einer dortigen Stützmauer sind laut Bahn aber noch nicht abgeschlossen. Für den Straßenverkehr kann der Bahnübergang voraussichtlich erst Ende Oktober 2026 freigegeben werden. Die Umleitungen sind weiterhin ausgeschildert. Die Arbeiten am Bahnübergang „Wiesenauel“ mit dem Einbau einer Gleisquerung für den späteren Umbau des Bü wurden der Bahn zufolge bereits pünktlich abgeschlossen.

 

Darüber hinaus konnten in Hoffnungsthal vorbereitende Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik sowie „umweltbegleitende Maßnahmen“ für die Brücke über die Lüghauser Straße durchgeführt werden. Zusätzlich hat die DB InfraGO entlang der gesamten Strecke Instandhaltungsarbeiten an den Gleisen durchgeführt.

 

Investitionen von über 20 Millionen Euro

 

Gemeinsam mit dem Bund und dem SPNV-Aufgabenträger go.Rheinland investiert die DB InfraGO auf der Strecke der Oberbergischen Bahn derzeit über 20 Millionen Euro. „Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte war und ist Baulärm leider nicht zu vermeiden“, heißt es in der Mitteilung. Die Deutsche Bahn bittet hierfür um Verständnis.

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