LOKALMIX

1.000 oberbergische Kurven bei Sonnenschein

mg; 12.07.2026, 12:00 Uhr
Fotos: Michael Gauger  --- Im Minutentakt schickte Lindlars Bürgermeister Sven Engelmann die Fahrzeuge auf die Etappe.
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1.000 oberbergische Kurven bei Sonnenschein

mg; 12.07.2026, 12:00 Uhr
Oberbergisch – Die Renngemeinschaft Oberberg führte die „Oberberg Klassik“ durch - Besitzer von über 110 Young- und Oldtimern nahmen die „Tour der 1.000 Kurven“ in drei Kategorien unter die Räder.

Von Michael Gauger

 

Punkt 10:01 Uhr am Samstagmorgen schickte Lindlars Bürgermeister Sven Engelmann den Ersten der über 110 Teilnehmer der Oberberg Classics bei bestem Wetter auf die Reise, dem die weiteren Teilnehmer im einminütigen Abstand folgten. Die Renngemeinschaft Oberberg (RGO) hatte wieder zur Orientierungsfahrt unter dem Namen „Tour der 1000 Kurven“ geladen. 116 Teilnehmer hatten zugesagt, doch leider kamen krankheitsbedingt in letzter Minute noch einige wenige Absagen. Gestartet wurde auch diesmal wieder in den Wertungen Sport, Tourensport und Touristik.


[Premiere für Sven Engelmann, der die Tour zum ersten Mal losschickte.]

 

Bereits dem Start wohnten sehr viele Besucher bei, man konnte Ohrenzeuge etlicher Fachgespräche werden. Mit großem Interesse wurde dem Stanzprozess gefolgt, welcher von RGO-Mitglied Fred Tiebe erneut sach- und fachkundig moderiert wurde. Nicht nur Details zum Fahrzeug, auch von Erfolgen vorangegangener Veranstaltungen wusste Tiebe zu berichten, nachdem Bürgermeister Engelsmann die letzten Minuten vor dem Start noch für einige persönliche Worte zur stets beliebten Veranstaltung der RGO in der Gemeinde nutzte. Wie in den vergangenen Jahren auch wurde der Marktplatz in Lindlar für die Startaufstellung der teilnehmenden Fahrzeuge genutzt. In der Bäckerei nebenan befand sich erneut das Nennbüro, wo man die notwendigen Startunterlagen ausgehändigt bekam.

 

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Ein weiteres Mal konnten die Offiziellen der RGO auf die Unterstützung diverser Institutionen, Kommunen und Unterstützer zählen. Die weiteste Anreise dürfte dieses Mal Ralph Emonts-Gast mit seinem Volvo Amazon, Baujahr 1966, aus dem belgischen Welkenraeth gehabt haben, über den sich der RGO-Vorsitzende Domenic Blumberg besonders freute. „Dank ihm sind wir nun eine internationale Veranstaltung“, erklärte Blumberg bei der Aufstellung der Fahrzeuge stolz. Ein späterer zweiter Platz in der Kategorie „Tourensport“ war die Anfahrt auf alle Fälle wert.


[Ein Blick ins "Roadbook" zeigt die Streckenkennzeichen für den Start der 2. Etappe.]

 

Das älteste Fahrzeug des Tages stellten Dennis Wiebel und Beifahrer Olaf Berghaus (Foto 3) aus Wipperfürth an den Start. Ihr Willys-Armee-Jeep Overland nahm die Tour als erste große Ausfahrt nach seiner aufwendigen Aufarbeitung unter die Räder. Das Fahrzeug selbst war im 2. Weltkrieg schon im Bergischen Land in Wipperfürth unterwegs, wurde Ende des Krieges nach Tennessee zurückgeschifft und kam 2023 in den Besitz des heutigen Eigentümers, der es liebevoll restaurierte und überarbeitete. Das Ziel erreichte das alte Schätzchen schließlich nicht mehr. Ein kleiner Brand unter dem Auto hatte die Fahrer noch vor der Mittagspause an der Erzquell-Brauerei ausgebremst. 


[Ebenfalls eine Premiere: der Army-Jeep kam zum ersten Mal bei  einer Orientierungsfahrt zum Einsatz.]

Bevor man sich in Wiehl-Bielstein stärken durfte, musste noch eine Gleichmäßigkeitsprüfung gefahren werden. Einmal in den Hinterhof der Brauerei, wenden und zurück in möglichst genau 38 Sekunden lautete die Herausforderung. Nach einer Stunde Rast wurden die Teilnehmer auf die zweite Runde geschickt. Diese führte über Engelskirchen, eine weitere Zeitprüfung bei der Firma Lenneper Leuchten unterhalb der Ortschaft Hahn, schließlich zum Ziel auf dem Marktplatz in Wipperfürth, wo auch die Siegerehrung stattfand. Auch dort waren viele Interessierte, die das bunt gemischte Starterfeld der liebevoll gepflegten Fahrzeuge beim Zieleinlauf beobachteten.

 

Neben den obligatorischen Stempelposten entlang der gesamten Strecke gab es auch kleine Sonderprüfungen. So zum Beispiel im Industriegebiet Lindlar. Dort musste der Fahrer sein Zeitgefühl unter Beweis stellen, galt es doch, einen elfsekündigen Countdown genau zu stoppen. Parallel wurde dem Beifahrer eine Frage aus dem Bereich Motorsport gestellt. Bei schlechtem Abschneiden wurden Minuspunkte notiert.

 

Die Ergebnisse gibt es hier.

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