LOKALMIX

„Demokratie braucht engagierte Frauen“

pra; 20.02.2025, 16:25 Uhr
Foto: Mika Härtel --- Die Mitorganisatorinnen des zweiten Oberbergischen Frauentags: Carmen Muñoz-Berz (l.) und Nina Sommer.
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„Demokratie braucht engagierte Frauen“

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pra; 20.02.2025, 16:25 Uhr
Gummersbach – Der Oberbergische Frauentag der „Regional AG Gleichstellung Oberberg“ geht in die zweite Runde – Am 6. März kommen Ausstellerinnen sowie Politikerinnen in die Halle 32.

Insgesamt 45 Ausstellerinnen aus dem gesamten Kreisgebiet kommen am Donnerstag, 6. März, zum zweiten Oberbergischen Frauentag der „Regional AG Gleichstellung Oberberg“ in die Gummersbacher Halle 32. Die kostenlose Veranstaltung soll wieder voll und ganz unter dem Motto „zuhören, informieren, stärken“ stehen. In 20 verschiedenen Schnupperkursen, Fachvorträgen sowie Workshops werden die Themen Gesundheit, Bewegung, Karriere, Finanzen, Kommunalpolitik, Kultur und Kreativität aus weiblicher Perspektive aufgegriffen und beleuchtet.

 

„Schon bei der Auftaktveranstaltung gab es durchweg positives Feedback von den Besuchern“, gab die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gummersbach, Nina Sommer, an. Schwerpunkt ist, wie im vergangenen Jahr, die politische Partizipation von Frauen. Mit Blick auf die Kommunalwahl am 14. September sei dies ein wichtiges Thema. „In acht von 13 Stadt- und Gemeinderäten im Oberbergischen ist der Anteil der politisch engagierten Frauen gesunken“, sagt die Sprecherin der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, Carmen Muñoz-Berz. „Deswegen wollen wir das mit gezielten Angeboten wieder stärken. Demokratie braucht engagierte Frauen“, so Muñoz-Berz weiter. Denn noch ist Zeit für die Kommunalwahl zu kandidieren. Wahlvorschläge können noch bis zum 7. Juli eingereicht werden.

 

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Eine große Podiumsdiskussion ab 17 Uhr, unter anderem mit der Bundestagsabgeordneten Sabine Grützmacher, der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Ina Albowitz sowie mit Larissa Weber, Bürgermeisterin der Stadt Waldbröl, ist ebenfalls geplant. Unter dem Motto „Demokratie und Frauenrechte in Gefahr?“ geben die Teilnehmerinnen ihre alltäglichen Erfahrungen weiter und tauschen sich gegenseitig aus.

 

Auch das Thema Schwangerschaftsabbrüche möchte Nina Sommer aufgreifen. „In Oberberg gibt es keine Möglichkeit, um einen Schwangerschaftsabbruch operativ oder medikamentös durchführen zu lassen“, erklärt sie. Dr. Amelie Kolandt von der Charité Berlin wird in einem Vortrag erklären, welche strukturellen Hürden es für die Versorgung von Patientinnen bei Schwangerschaftsabbrüchen gibt. Sie ist Expertin und forscht auf diesem Gebiet.

 

Dieses Jahr wolle man auch mehr jüngere Frauen und Mädchen ansprechen. „Da wollen wir ran. Wir brauchen die jungen Mädchen“, so Sommer. Die Regional AG ist jetzt auch mehr auf Social Media vertreten. Für den Frauentag wurden zum einen die Schülerinnen der 7. Klasse der Gesamtschule Derschlag eingeladen, um eine „Pop-up-Modenschau“ mit selbst gestalteten Kleidern zu präsentieren. Zum anderen wurde auch die Q1 eingeladen. Sie organisieren ein Buffet, unter anderem mit Kuchen und belegten Brötchen, um Geld für ihren Abiball zu sammeln. Eine Win-Win-Situation, erklärt Sommer.

 

Zusätzlich tritt Lijana Kaggwa mit ihrer Vortragsreihe „love always wins – wie man mit Liebe Hass bekämpfen kann“ auf. Sie kam bei der TV-Show „Germany’s Next Topmodel“ 2020 bis ins Finale, wo sie für Aufregung sorgte. Kaggwa wurde im Laufe der Sendung Opfer von Cybermobbing und stieg schließlich aus.

 

Gesponsort wird der Frauentag von der Sparkasse Gummersbach, der AggerEnergie sowie der Gummersbacher Wohnungsbaugesellschaft. Rund 9.000 Euro kostet die Veranstaltung, verraten Sommer und Muñoz-Berz. Die Hälfte der freien Plätze für die Angebote wird über eine Voranmeldung vergeben, die ab Samstag, 22. Februar, startet. Von 12 bis 18 Uhr können die Besucher bei den Fachvorträgen zuhören, Workshops absolvieren und an Schnupperkursen teilnehmen. Der Eintritt ist frei. Einen Flyer mit allen Ausstellern und Angeboten gibt es hier.

KOMMENTARE

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Interessante Themen, aber offensichtlich keine Veranstaltung für berufstätige Frauen... schade!

Sandra Pillgramm , 21.02.2025, 12:41 Uhr
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