LOKALMIX

„Wir erleben täglich das Leid der Straßenkatzen“

Red; 04.08.2026, 09:23 Uhr
Foto; Tierschutzverein Wipperfürth --- Immer mehr erkrankte Tiere, darunter viele Kitten, müssen im Tierheim aufgenommen werden.
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„Wir erleben täglich das Leid der Straßenkatzen“

Red; 04.08.2026, 09:23 Uhr
Wipperfürth – Der Tierschutzverein Wipperfürth appelliert anlässlich des Weltkatzentages, eine Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang einzuführen – Immer mehr Tiere müssen versorgt werden, was das Tierheim personell und finanziell an seine Grenzen bringt.

Zum Weltkatzentag am 8. August macht der Tierschutzverein Wipperfürth auf die Situation der Straßenkatzen im Oberbergischen Kreis aufmerksam. Nach Angaben des Vereins müssen immer mehr der Tiere müssen versorgt, medizinisch behandelt und kastriert werden. Gleichzeitig würden die Tierschützer personell und finanziell an ihre Grenzen stoßen.

 

In diesem Jahr seien bisher rund 50 Katzenbabys im Tierheim Wipperfürth aufgenommen und versorgt worden. Weitere Mutterkatzen mit Nachwuchs seien bereits gesichtet worden und sollen in den kommenden Wochen in die Obhut des Tierheims gegeben werden. Die Zahl der aufgenommenen Straßenkatzen wird daher weiter steigen.

 

„Wir erleben täglich das Leid der Straßenkatzen. Immer wieder finden wir Tiere, die schwer krank, völlig entkräftet oder verletzt sind. Viele Jungtiere sind so geschwächt, dass sie nicht überleben“, erklärt die Vereinsvorsitzende Nadine Hühnerbach. „Wir versorgen die Katzen an Futterstellen, organisieren Kastrationen und päppeln Tiere auf, doch unsere personellen und finanziellen Möglichkeiten sind längst erschöpft.“

 

Dass es sich nicht nur um ein regionales, sondern um ein bundesweites Tierschutzproblem handelt, zeige der neue „Große Katzenschutzreport“ des Deutschen Tierschutzbundes. Demnach leben in Deutschland mehrere Millionen Straßenkatzen. Hunger, Krankheiten, Parasiten und Verletzungen seien die Regel. Alle Straßenkatzen stammen ursprünglich von nicht kastrierten Tieren mit Freigang ab.

 

„Solange die Politik nicht handelt und Freigängerkatzen nicht konsequent kastriert werden, werden immer neue Katzen geboren, die auf der Straße um ihr Überleben kämpfen. Dieses Leid ist vermeidbar“, sagt Hühnerbach. Das Tierheim Wipperfürth schließt sich deshalb der Forderung des Deutschen Tierschutzbundes nach einer bundesweiten Kastrationspflicht für Freigängerkatzen an.

 

Laut Katzenschutzreport würden 92 Prozent der Katzenhalter würden ihre Katze kastrieren lassen, wenn dadurch das Leid der Straßenkatzen verringert und Tierheime entlastet würden. Zudem erwarten 95 Prozent der Tierschutzvereine, dass eine solche Regelung ihre Arbeit spürbar erleichtern würde. „Für den Tierschutzverein Wipperfürth belegen die Ergebnisse eindeutig, dass eine bundesweite Kastrationspflicht dringend notwendig ist und die Politik jetzt handeln muss“, hieß es in der Mitteilung abschließend.

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