LOKALMIX

Abenteuerspielplatz: Schaden auf rund 150.000 Euro geschätzt

ks; 04.02.2026, 15:55 Uhr
Foto: Gemeinde Lindlar --- In der Nacht auf den 15. Januar wurden im Lindlarer Freizeitpark einige Spielgeräte beschädigt.
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Abenteuerspielplatz: Schaden auf rund 150.000 Euro geschätzt

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ks; 04.02.2026, 15:55 Uhr
Lindlar – Die Kosten, um den zerstörten Spielplatz im Freizeitpark wieder aufzubauen, sind deutlich höher als bislang angenommen.

Vor drei Wochen wurde der Abenteuerspielplatz im Lindlarer Freizeitpark bei einer Nacht-und-Nebel-Aktion mutwillig zerstört (OA berichtete). Die Polizei ist in einer ersten Schätzung davon ausgegangen, dass der angerichtete Schaden bei rund 30.000 Euro liegt. Mittlerweile steht aber eine ganz andere Summe im Raum. Wie Bürgermeister Sven Engelmann heute auf Nachfrage von OA sagte, haben sich vergangene Woche Fachleute bei zwei Begehungen ein Bild von der Lage gemacht. Die Experten sollen den Schaden auf etwa 150.000 Euro geschätzt haben.

 

Etwas Schriftliches liegt dem Bürgermeister dazu noch nicht vor – doch wird das die Summe sein, mit der „wir wahrscheinlich zu rechnen haben“. Grund für die zwei deutlich höheren Schätzungen sei, dass die Schäden doch wesentlich größer sind, als sie auf den ersten Blick scheinen – so etwa beim Turm, der in der Mitte des Spielplatzes steht.

 

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Die Hilfsbereitschaft in Lindlar, um den Abenteuerspielplatz möglichst schnell wieder aufzubauen, ist enorm. Viele Menschen und auch Unternehmen haben bereits Geld gespendet oder angeboten, am Spielplatz mitzuarbeiten. „Die Gutmütigkeit ist total klasse“, sagte Engelmann. Aber anders, als beispielsweise bei einer Kita, die sich in privater Trägerschaft befindet, muss sich die Gemeinde an das Vergaberecht halten und ist damit an bestimmte Regularien gebunden.

 

„Es gibt bereits viele Anfragen und Angebote“, schilderte Engelmann. „Aber ab einer bestimmten Schwelle müssen wir ausschreiben – wie, wenn man eine Straße baut.“ Letztlich gehe es auch darum, damit die Chancengleichheit unter den Unternehmen zu wahren. „Deswegen können wir die Angebote leider nicht annehmen.“

 

Insgesamt gibt es in Lindlar 27 Spielplätze. Im Haushalt der Gemeinde ist für die Spielplätze in der Regel ein Budget im mittleren fünfstelligen Bereich vorgesehen. „Davon könnten wir etwas für den Abenteuerspielplatz nutzen, aber da sind wir bei Weitem nicht bei der Schadenshöhe“, erklärte Engelmann. Eine weitere Idee sei, Spielgeräte vom Spielplatz im Park Plietz, der in diesem Jahr modernisiert werden soll, im Sinne des „Zirkulären Bauens“ für den Spielplatz im Freizeitpark zu nutzen. „So kann man die Kosten etwas dämpfen“, sagte Engelmann.

 

Anfang oder Mitte März soll eine Informationsveranstaltung zum zerstörten Abenteuerspielplatz stattfinden. Dort soll über den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen gesprochen werden. Ein konkreter Termin soll in Kürze bekannt gegeben werden.

 

Wie ein Sprecher der oberbergischen Polizei heute auf Nachfrage von OA sagte, dauern die Ermittlungen nach wie vor an. Eine Festnahme habe es in diesem Fall – entgegen einiger Gerüchte – nicht gegeben.

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