LOKALMIX
Altes Handwerk und regionaler Genuss im LVR-Freilichtmuseum
Lindlar – Der Bauernmarkt lockte am Wochenende zahlreiche Besucher ins Freilichtmuseum.
Von Louisa Krüger
Am Wochenende fand der Bauernmarkt im LVR-Freilichtmuseum in Lindlar statt. Rund 120 Aussteller präsentierten am Samstag und Sonntag auf dem weitläufigen Gelände ihre Waren und Vorführungen. Bei beständigem Wetter zog der Sonntagnachmittag einige Familien und Interessierte an. Eine Mischung aus bekannten Klassikern und neuen Ständen sorgte für ein abwechslungsreiches Marktprogramm.
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[Im historischen Dörrofen werden Apfelscheiben in Holzfächern zubereitet.]
Das Angebot der Händler reichte von Pflegeseifen der Sapoluna Seifenmanufaktur über Silberschmuck, Keramik und Hausschuhe aus Filz bis hin zu Schürzen, Rucksäcken und Kissen. Ergänzt wurde die Auswahl durch kulinarische Produkte wie Obst, Gemüse, Käse, Kräuter, Senf, Fruchtaufstriche sowie Wildspezialitäten von Zöller Wild. Zudem stellte der Alpakazuchthof Oberberg Kleidung aus Alpakawolle vor und brachte eigene Tiere mit auf das Gelände.
Neben dem Marktgeschehen standen historische Handwerkstechniken im Mittelpunkt. An den verschiedenen Stationen zeigten Handwerker wie Schmied, Bäcker, Bandweber, Brauer und Weberin ihre Arbeit. Am Nordtor des Museums wurde das Korbflechten und Messerschmieden demonstriert, während an der Schule aus Waldbröl-Hermesdorf gedrechselt sowie an der Scheune aus Reichshof-Eckenhagen getöpfert und Blaudrucke angefertigt wurden. In der Schmiede führte der Handwerker das Formen von Metall vor und beantwortete die Fragen der Zuschauer. Zudem stießen die Ausstellungen „Volldampf in der Landwirtschaft“, „Textile Wege“ und „Land Frauen Arbeit“ auf großes Interesse. Auch neu integrierte Gebäude wie das Haus aus Radevormwald-Heide und die Kegelbahn aus Marienheide-Niederwette dienten als Anlaufpunkt.
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[Der Bauernmarkt lockte zahlreiche Besucher auf das Gelände.]
Insbesondere die jüngeren Besucher zeigten Begeisterung für die Traktorausstellung sowie die Vorführungen historischer Landmaschinen wie des Kartoffelroders und der Dreschmaschine. Auf dem Museumsacker am Nordtor führten Gespanne das Pflügen mit Pferden vor. Auf dem Feld beteiligten sich Groß und Klein an der interaktiven Kartoffelernte: Während ein Traktor voranfuhr, liefen die Gäste hinterher und sammelten die Kartoffeln ein. Die dabei gesammelten Spenden dienen der Finanzierung von neuem Saatgut. Für weitere Unterhaltung sorgten ein Strohballenparcours, eine Waschaktion, die Präsentation des Kaninchenzuchtvereins Frielingsdorf sowie die musikalische Begleitung durch die „Swingenden Gärtner“.
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[Ein Marktbesucher zeigt seine Ausbeute aus dem Museumsgarten.]
Für die Besucher bot die Veranstaltung Anlass für Ausflüge aus der gesamten Region. Ein Ehepaar aus Hennef war bereits zum zweiten Mal angereist: „Wir waren letztes Mal so begeistert, dass wir dieses Mal wiederkommen wollten“, erklärten die beiden Gäste zu Beginn ihres Rundgangs. Auch eine Familie aus Engelskirchen nutzte das Wochenende für einen Ausflug ins Freilichtmuseum. „Besonders die Ausstellungen und Vorführungen sind auch interessant für die Kinder“, erzählte der Vater.
Für das leibliche Wohl war auf dem gesamten Gelände gesorgt. Das kulinarische Angebot reichte von Spanferkelbrötchen an der Scheune aus Reichshof-Denklingen, Linsenburgern an der Schule aus Waldbröl-Hermesdorf und frittierten Champignons am Wohnstallhaus aus Windeck-Hoppengarten bis hin zu Flammkuchen, Fischspezialitäten, Bauernbrot aus dem Backhaus aus Overath-Kepplerburg und Eis vom Bauernhof Wingenbach.
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[Groß und Klein beteiligten sich an der interaktiven Kartoffelernte.]

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