LOKALMIX
Arbeitslosenquote steigt über sechs Prozent
Oberberg - Im Juli waren 355 Personen mehr arbeitslos gemeldet als noch im Juni - Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende.
Die Arbeitslosigkeit ist im Oberbergischen Kreis im August gestiegen. 9.297 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 355 Personen mehr (4,0 Prozent) als im Juli und 433 Personen beziehungsweise 4,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,8 Prozent. Dies teilt die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach mit.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.838 Personen (85 Personen mehr als im Vormonat und 356 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 5.459 Arbeitslose registriert (270 Personen mehr als im Vormonat und 77 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 59 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.936 Personen arbeitslos. Davon kamen 703 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.568 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 529 eine Erwerbstätigkeit auf. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 522 Stellen wurden im August neu gemeldet (100 weniger als im Vormonat, aber 127 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 2.413 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
„Die Arbeitslosenzahlen sind im August erneut im Vergleich zum Juli und zum Vorjahr gestiegen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt insgesamt konstant und zeigt sogar leicht steigende Tendenzen. Allerdings lassen die aktuellen globalen Entwicklungen noch keine verlässlichen Prognosen für die Zukunft unserer regionalen Wirtschaft zu“, wird Pascal Sahlmen, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach, zitiert.
Lage auf dem Ausbildungsmarkt im August
Im Oberbergischen Kreis waren bis August insgesamt 1.721 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet. Von den 1.721 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 70 Personen (4,2 Prozent) mehr als im August 2025 gemeldet. Aktuell suchen 477 Bewerber und Bewerberinnen aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Bewerber beziehungsweise Bewerberinnen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.
Es haben sich bislang 1.244 Jugendliche bei der Berufsberatung abgemeldet. Von ihnen begannen rund 44 Prozent eine Berufsausbildung beziehungsweise ein duales Studium. 17 Prozent der abgemeldeten Jugendlichen besuchen auch zukünftig die Schule. Weitere 1 Prozent starteten in ein Studium. 38 Prozent der Bewerber beziehungsweise Bewerberinnen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, begannen eine Fördermaßnahme zur Berufsvorbereitung oder leisten
gemeinnützige/soziale Dienste, schreibt die Agentur für Arbeit.