LOKALMIX

Augen auf beim Einkauf

pra; 08.10.2026, 17:00 Uhr
Fotos: Leyla Issa --- Sabrina Maar (li.) und Nadine Martin (re.) verweisen auf die Broschüre der Kriminalprävention.
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Augen auf beim Einkauf

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pra; 08.10.2026, 17:00 Uhr
Bergneustadt – Polizei warnt vor Taschendiebstählen – Die Kriminalprävention macht auf Risiken aufmerksam und gibt Tipps zum Schutz vor Dieben.

Von Leyla Issa

 

Im Rahmen der Schwerpunktwoche gegen Taschendiebstahl war die mobile Beratungsstelle der Kriminalprävention heute von 10 bis 12 Uhr auf dem Aldi-Parkplatz in der Kölner Straße in Bergneustadt. Sabrina Maar von der Kriminalprävention Opferschutz (KPO) der oberbergischen Polizei und ihre Kollegin Nadine Martin haben rund um die Themen Taschendiebstahl, „Gefahren unterwegs und an der Haustür“ und „Tatort Telefon“ informiert. Ziel war es, die Menschen unter anderem für Diebstähle beim Einkauf im Supermarkt zu sensibilisieren.

 

Im Oberbergischen finden die häufigsten Taschendiebstähle in Supermärkten „bei Lidl in der Poststraße in Radevormwald statt. Platz zwei belegen Lidl und Aldi in Bergneustadt in der Kölner Straße (Anm. d. Red.: gemeint ist nicht der Aldi in der Innenstadt) und auf dem dritten Platz ist der Aldi in der Olpener Straße in Engelskirchen“, schilderte die Polizistin. Beim Drittplatzierten war die mobile Beratungsstelle am Dienstag vor Ort. Einige der Passanten sind bereits Opfer von Diebstählen und Betrugsmaschen geworden oder hatten dazu Geschichten aus ihrem Bekanntenkreis zu berichten. Darunter waren Betrugsanrufe, E-Mails mit Gewinnbenachrichtigungen und Taschendiebstähle im Supermarkt. Doch laut Maar seien immer mehr Menschen für Betrugsmaschen sensibilisiert.

 

Maar hat das Ziel, den Menschen zu vermitteln, alles dafür zu tun, damit man kein Opfer einer Straftat wird – und falls es doch dazu kommt, zu wissen, an wen man sich wenden kann. „Am besten schützt man sich vor Taschendiebstählen, indem man Taschen körpernah trägt und auch nur das Nötigste im Portemonnaie mitnimmt – ausreichend Bargeld oder eine EC-Karte“, rät Maar. Außerdem sollten Taschen nicht abgestellt werden und geschlossen sein, da für den Dieb nur ein kurzer Moment der Ablenkung ausreicht, um unbemerkt etwas zu entwenden.

 

„Meine Motivation für diese Arbeit ist, dafür zu sorgen, dass weniger Straftaten passieren“, erklärte ihre Kollegin Nadine Martin. Sie machte darauf aufmerksam, dass niemand sich schämen muss, wenn er Opfer einer Straftat wird. Und wenn doch, ist die Polizei da, um zu helfen. Neben Einzeltätern sind es auch kleine reisende Tätergruppen, die Menschen in Supermärkten bestehlen. Eine Taktik der Taschendiebe sei es, künstlich einen Stau zu erzeugen, Gänge zu verengen, ein Ablenkungsmanöver zu inszenieren und dann zuzuschlagen, erklärte Maar.

 

[Das Logo vor dem Eingang des Supermarkts machte die Einkäufer auf die Warnung der Polizei vor Taschendiebstählen aufmerksam.]

 

Auch Claudia Waltereit wollte heute beim Aldi einkaufen, als ihr am Eingang das Logo auffiel. Die 62-Jährige erzählte, dass in dieser Filiale drei Personen aus ihrem Bekanntenkreis Opfer von Taschendiebstählen geworden sind. „Darunter waren auch Frauen in meinem Alter, die ihre Tasche im Einkaufswagen hatten“, sagte die Reichshoferin. Sie kam mit den Polizistinnen ins Gespräch und war empört über die „perfiden Ideen der Täter heutzutage, um an anderer Leute Geld zu kommen“.

 

Die Opferschutzbeauftragte für Kriminalität hält regelmäßig Vorträge, unter anderem in Seniorenheimen, und hat einige Ehrenamtliche dazu ausgebildet, diese Vorträge ebenfalls durchzuführen. Diese Ehrenamtlichen agieren im Rahmen der Ehrenamtsinitiative Weitblick des Oberbergischen Kreises. Wer eine Beratung wünscht, kann sich unter Tel.: 02261/8199-4711 oder per E-Mail an kpo.obk@polizei.nrw.de bei Sabrina Maar melden.

 

Weitere Informationen zum Thema Taschendiebstahl unter https://praevention.polizei.nrw/betrug-und-diebstahl/taschendiebstahl. Weitere Informationen zur Kriminalprävention unter https://www.polizei-beratung.de/. 

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