LOKALMIX

Das Thema psychische Gesundheit auch räumlich in den Fokus rücken

ls; 15.10.2026, 17:00 Uhr
Fotos: Leif Schmittgen --- Bei Heike Fröndt (li.) vom Jobcenter, Jörg Büscher vom Klinikum und Kerstin Mertes liefen die Fäden zusammen.
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Das Thema psychische Gesundheit auch räumlich in den Fokus rücken

ls; 15.10.2026, 17:00 Uhr
Gummersbach – 20 Aussteller berieten bei „Wegweiser – Messe für mentale Stärke und Chancen“ – Das Forum wurde vorab als der ideale Ort auserkoren.

Von Leif Schmittgen

 

Pina Heidt ist am Zentrum für seelische Gesundheit in Marienheide Teilnehmerin einer Maßnahme zur Wiedereingliederung. Die aus Wipperfürth stammende Frau ist auf der Suche nach möglichen Arbeit- und Lebenshilfegebern, um bald wieder einen Job zu finden und einem geregelten Alltag nachzugehen. Dabei findet sie im Gummersbacher Einkaufszentrum Forum bei „Wegweiser – Messe für mentale Stärke und Chancen“, veranstaltet im Rahmen der Woche der psychischen Gesundheit, ein breites Angebot an Informationsgebern, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.

 

Schnell hat sie mit Susanne Ufer (Foto, re.) eine kompetente Ansprechpartnerin gefunden, denn sie ist Geschäftsführerin bei RAPS, die Menschen mit seelischer und psychischer  Beeinträchtigung beschäftigt. „Hier könnte ich beschäftigt werden, bis ich wieder fit für den ersten Arbeitsmarkt bin“, so Heidts Erkenntnis nach dem Gespräch. Parallel informiert sie sich am Nachbarstand über Möglichkeiten der Haushalts- und Alltagshilfe. „Ich finde es super, dass man hier allumfängliche Informationen bekommt, die ich ansonsten mühsam einzeln zusammensuchen müsste“, ist Pina Heidts Resümee des Besuchs, der sich aus ihrer Sicht vollends gelohnt hat.

 

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Damit spricht sie dem Hauptorganisator der Messe, Jörg Büscher, aus der Seele. „Wir möchten das Thema seelische Gesundheit auch räumlich in den Fokus rücken und haben uns daher ganz bewusst für das Forum als Veranstaltungsort im Herzen der Stadt entschieden“, berichtet Büscher von den einjährigen Planungen im Vorfeld. Die Idee ist auf dem seit 2022 jährlich stattfindenden Symposium, einem Treffen einschlägiger Institutionen, entstanden. Der leitende Ergotherapeut am Klinikum Oberberg hatte mit Heike Fröndt vom Jobcenter Oberberg und Kerstin Mertes sogleich zwei Interessentinnen gefunden, die ihn tatkräftig bei der Planung unterstützten.

 

Die drei Einrichtungen fungieren zwar als Hauptorganisatoren, ohne viele weitere Mitstreiter aber hätte die Veranstaltung heute nicht funktioniert. „Ich habe jeden im Kreis angeschrieben, der mit dem Thema betreut ist, und habe großartige Resonanz erhalten“, erinnert sich Büscher. So sind bei der Messe auch Pflegeeinrichtungen, Mediziner und Gesundheitseinrichtungen beteiligt. Denn vielerorts spielt die seelische Gesundheit eine für den Laien gar nicht erkennbare, große Rolle bei der Reha, angefangen in der Ergotherapie, wie der Cheforganisator aus Erfahrung weiß. Die Mühe hat sich offensichtlich gelohnt, denn zahlreiche Menschen machten an einem der Stände Station, um sich beraten zu lassen.

 

Geplant ist die Wiederholung der Veranstaltung in zwei Jahren. „Dann hoffentlich mit vielen weiteren Akteuren, die sich bis dahin bei uns melden“, so die Hoffnung von Büscher.

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