LOKALMIX
Ein frisches Gesicht: Arbeiten im Park Plietz starten
Lindlar – Erster Spatenstich fand am heutigen Mittwoch statt – Neue Wege, schönere Zugänge und ein inklusiver Spielplatz.
Von Lars Weber
Es sind spannende Tage für Lindlar und das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) der Gemeinde. Am Dienstag erst feierten Verwaltung, OVAG, Stadteilmanagement und Baufirmen mit der neu gestalteten Bushaltestelle am Kulturzentrum pünktlich zum Schulbeginn den Abschluss eines Teilprojekts (OA berichtete). Am heutigen Mittwoch ist mit dem symbolischen ersten Spatenstich die zweite Maßnahme für das ISEK im Hauptort gestartet worden. Ab kommender Woche wird sich der Park Plietz verändern. Die Arbeiten sollen innerhalb der nächsten drei Monate über die Bühne gehen. In dieser Zeit bittet Bürgermeister Sven Engelmann um Verständnis, dass der Park der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung stehen wird. 360.000 Euro werden in die Hand genommen, 50 Prozent davon werden gefördert.
Der Park Plietz liegt oberhalb der Poststraße zwischen Kamper Straße und Eichenhofstraße. Mitten im Park liegt die Villa Plietz, die sich in Privatbesitz befindet. Mehr als 9.000 Quadratmeter ist das Areal im Zentrum groß. „Er hat eine besondere Lage“, sagte Bürgermeister Engelmann. Das zeigt sich unter anderem daran, dass dort viele unterschiedliche Interessen bei der Überarbeitung der Fläche überein gebracht werden mussten. Manche Lindlarerinnen und Lindlar nutzen den Park als Ruheoase, andere gehen mit ihren Hunden spazieren, Jugendliche suchen den Raum aber ebenso auf. Und nicht zuletzt hat der Verein Essbares Lindlar dort seinen Gemeinschaftsgarten und der zentrale Spielplatz lockt viele Kinder an. In dem Park würden die Menschen zusammengebracht, sagte der Bürgermeister. Bei der Planung des Architektenbüros B.A.S. sei es wichtig gewesen, all diese Interessen einzuarbeiten.
Juliane Kopperschmidt (B.A.S.) betonte, dass der Park Plietz bereits ein schöner Ort sei und wies beispielsweise auf den „tollen Baumbestand“ hin. Bei den Planungen sei es deshalb darum gegangen, den Ort noch etwas schöner zu machen. Dazu gehört, dass die Zugänge zum Park nun klarer und freundlicher gestaltet werden sollen. Diese seien noch etwas versteckt. Wichtig für die Mobilität im Park soll die Überarbeitung der Wege sein, einige werden dabei auch neu geschaffen. Beispielhaft stehen die Wege oder auch die Parkbänke für den Gedanken des zirkulären Bauens, der bei dem Projekt verfolgt werde, erklärte Nicole Mirgeler, Fachleiterin Bauen, Planen und Umwelt im Rathaus. „Was im Park ist, soll auch wieder in den Park kommen.“ Sprich: Die Materialien sollen - teils freilich nach einer Überarbeitung - wenn möglich weiter genutzt werden.
Auf dem Spielplatz sind ergänzend zum Spielhaus mit der Rutsche neue, auch inklusive Spielgeräte vorgesehen, darunter eine Schaukel, ein Kletterparcours sowie Sandspieltische. Letztere sollen beispielsweise auch mit Rollstühlen unterfahrbar sein. Generell solle den Kindern „viel Raum für ihre Fantasie“ gegeben werden, führte Kopperschmidt aus. Die vorhandenen Gemeinschaftsgärten sollen weiter um Hochbeete ergänzt und später in Workshops auch gemeinsam bepflanzt werden.
Nächste Maßnahme im ISEK ist die Umsetzung der Pläne für den Ortskern, die im kommenden Jahr starten soll. Weitere Informationen zu den Maßnahmen gibt die Gemeinde Lindlar auch hier.
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