LOKALMIX

Ein Tag für Frauen und Mädchen

ks; 20.02.2026, 19:25 Uhr
Fotos: Katharina Schmitz --- Nina Sommer (r.), Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gummersbach und Sprecherin der „Regional AG Gleichstellung Oberberg“, zusammen mit Uta Ufer, Gleichstellungsbeauftragte beim Aggerverband.
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Ein Tag für Frauen und Mädchen

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ks; 20.02.2026, 19:25 Uhr
Gummersbach – Am 7. März findet in der Halle 32 der „Oberbergische Mädchen- und Frauentag“ statt – Mit Messe, Schnupperkursen, Fachvorträgen und Workshops – Besonders im Fokus: Weibliche Gesundheit und Angebote für Mädchen.

Nach der Premiere in 2024 und einer Neuauflage im vergangenen Jahr veranstaltet die „Regional AG Gleichstellung Oberberg“ im März bereits zum dritten Mal den „Oberbergischen Frauentag“. Anlässlich des Weltfrauentags, der alljährlich am 8. März gefeiert wird, laden die Gleichstellungsbeauftragen erneut in die Gummersbacher Halle 32 ein. Am Samstag, 7. März, wird dort unter dem Motto „Zuhören, informieren, stärken“ von 11 bis 17 Uhr wieder ein vielfältiges Programm geboten. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der weiblichen Gesundheit. Besonders im Fokus haben die Gleichstellungsbeauftragten aber auch die Stärkung von Mädchen.

 

„Für Mädchen haben wir in diesem Jahr mehr Angebote (Anm.d.Red.: als bei den vergangenen Veranstaltungen)“, sagte Nina Sommer, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gummersbach und Sprecherin der „Regional AG Gleichstellung Oberberg“. So wird es etwa ein Selbstsicherheitstraining für Mädchen ab 14 Jahren und eine Mädchensprechstunde mit zwei Gynäkologinnen geben, in der die Jugendlichen zum Beispiel Fragen zu Pubertät, Zyklus oder auch Verhütung stellen können. Außerdem wird ein Rap-Workshop mit der Rapperin Ket alias Katrin Sonntag geboten. „Wir hoffen, dass das bei der Zielgruppe ankommt“, sagte Nina Sommer. Passend dazu wurde die Veranstaltung in den „Oberbergischen Mädchen- und Frauentag“ umbenannt.

 

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In der Halle 32 wird es wieder eine Frauenmesse mit rund 35 Ausstellerinnen aus der Region geben. Darüber hinaus werden über 20 Schnupperkurse, Fachvorträge und Workshops stattfinden – rund um die Themen Gesundheit, Bewegung, Karriere, Finanzen, Kommunalpolitik, Kultur und Kreativität. Geplant ist auch eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Gut versorgt? Weibliche Gesundheit in unserer Region“, die das diesjährige Schwerpunktthema „Weibliche Gesundheit im ländlichen Raum“ aufgreift. Experten aus Medizin und Praxis werden dabei über Herausforderungen, Versorgung und Prävention sprechen und auch darüber, was Frauen in der Region wirklich brauchen.

 

Mit Blick auf das Schwerpunktthema sagte Nina Sommer: „Frauen sind auch hier strukturell benachteiligt. Das fängt bei der Forschung an und hört im Behandlungszimmer auf.“ Viele Frauen machen beim Arzt die Erfahrung, dass Beschwerden nicht wirklich ernst genommen werden – so etwa beim Lipödem oder der Endometriose. Auch dazu wird es am 7. März Vorträge geben, so etwa von Sarah Kube von der Endometriose-Vereinigung Deutschland. Vor Ort sein werden auch Mitglieder vom Deutschen Rote Kreuz (DRK) – nicht nur für den Sanitätsdienst, sondern auch mit einem Vortrag zum Thema „Warum Krankheiten bei Frauen anders sind“. Außerdem werden sie einen kleinen Gesundheits-Check anbieten, so etwa Blutzucker- oder auch Blutdruckmessungen durchführen.

 

In diesem Jahr liefen die Vorbereitungen für den Frauentag etwas turbulenter ab, erzählte Nina Sommer heute bei einem Pressegespräch – denn die ehemalige NRW-Familienministerin Josefine Paul hatte die Schirmpatenschaft für die Veranstaltung übernommen und auch ihr Kommen zugesagt. Alles sei soweit geplant gewesen, und auch die Flyer waren bereits gedruckt – doch zwei Tage nach dem Druck, am 27. Januar, ist Paul zurückgetreten. Ihre Nachfolgerin Verena Schäffer will laut Sommer im nächsten Jahr nach Gummersbach kommen, um den Frauentag zu besuchen, und in diesem Jahr ein Grußwort in die Kreisstadt schicken. Zu Beginn sind auch Grußwörter von Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit und der Stellvertretenden Landrätin Heidrun Schmeis-Noack geplant. Offiziell eröffnet wird der Frauentag um 11:30 Uhr auf der Bühne in der Halle 32.

 

Nina Sommer hofft auch, dass in der Gesellschaft ein größeres Bewusstsein dazu entsteht, was Gleichstellungsbeauftragte überhaupt machen. Als Ansprechpartner seien sie nicht nur für ihre Kolleginnen und Kollegen da, sondern auch für die Bürgerinnen und Bürger – so etwa bei den Themen häusliche Gewalt oder auch der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Man kann uns jederzeit kontaktieren, wir beraten und vermitteln. Das vorzustellen, liegt uns wirklich am Herzen.“ Wichtig ist Sommer auch, erneut auf das Thema Schwangerschaftsabbrüche hinzuwiesen, die „seit 2016 nicht mehr im Oberbergischen Kreis durchgeführt“ werden.

 

[Der „Oberbergische Mädchen- und Frauentag“ findet in der Halle 32 statt.]

 

Im vergangenen Jahr wurde der „Oberbergische Frauentag“ von über 1.000 Frauen – und auch Männern – besucht. Auch in diesem Jahr machen die Organisatorinnen deutlich, dass auch Männer beim Frauentag willkommen sind. Gesponsort wird der Frauentag von der Sparkasse Gummersbach, der AggerEnergie sowie der Gummersbacher Wohnungsbaugesellschaft. Über 10.000 Euro kostet die Veranstaltung in diesem Jahr, verrieten Nina Sommer und Uta Ufer, Gleichstellungsbeauftragte beim Aggerverband. Für die Besucher ist der Eintritt frei. Die Q1 vom Lindengymnasium wird Kuchen und kleine Snacks anbieten. Anmeldungen für die Schnupperkurse, Workshops und Fachvorträge sind am Veranstaltungstag vor Ort möglich. Weitere Informationen gibt es hier.

 

Im Rahmen des Internationalen Frauentags wird in Kooperation mit der VHS Gummersbach und dem Forum XXelle außerdem ein Film im Kino Seven gezeigt. Am Mittwoch, 4. März, wird dort „In die Sonne schauen“ laufen. Los geht es um 17:30 Uhr. Der Eintritt kostet 11 Euro, ermäßigt 8 Euro.

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