LOKALMIX

Für 4,4 Millionen Euro: "Wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz"

Red; 28.08.2026, 13:33 Uhr
Fotos: Stadt Waldbröl.
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Für 4,4 Millionen Euro: "Wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz"

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Red; 28.08.2026, 13:33 Uhr
Waldbröl - Neue Retentionsbodenfilteranlage wird gebaut - Symbolischer Spatenstich ist erfolgt - Ziel: Wasserqualität des Brölbachs verbessern.

An der Ecke Wiehler Straße und L 339 entsteht auf einer Fläche von rund 11.000 Quadratmetern eine neue Retentionsbodenfilteranlage mit einem Fassungsvermögen von 7.150 Kubikmetern Wasser. Das 2,5 meter tiefe Becken wird dabei durch die benachbarten Industrie- und Gewerbegebiete gespeist. Kürzlich ist für das Projekt der Spatenstich erfolgt. Es ist die letzte der vier neuen Retentionsbodenfilteranlagen im Waldbröler Stadtgebiet.
 

Zurzeit erfolgt die Entwässerung des Industrie- und Gewerbegebiets im Trennsystem, erklärt die Stadt in einer Mitteilung: Das Schmutzwasser wird über öffentliche Kanäle gesammelt und zur Kläranlage Homburg-Bröl geleitet. Das Regenwasser läuft über sechs Einleitkanäle in den Brölbach und seine Nebengewässer. Im Zuge des Kanalumbaus des Gesamtsystems sollen letztere entfallen und das Regenwasser zukünftig zentral über die neue Retentionsbodenfilteranlage behandelt und in den Brölbach eingeleitet werden.

 

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Die Aufgabe einer solchen Retentionsbodenfilteranlage sei es, das eingeleitete Regenwasser aufzunehmen, auf natürliche Weise zu reinigen und anschließend in ein Gewässer wie hier den Brölbach abzugeben. Ziel sei es, dadurch die Wasserqualität des Brölbaches zu verbessern, um der ökologischen Bedeutung des Gewässers gerecht zu werden und hier Lachsen ein geeignetes Laichgewässer zu bieten.

 

„Das Wasser verlässt die Filterbecken zu 95 bis 98 Prozent gereinigt“, so Michael Hippe, Geschäftsführer des beauftragen Planungsbüros Teamplan. „Das alte Regenklärbecken erreicht hingegen nur 40 bis 50 Prozent.“ Zur Reinigung des Regenwassers wurde die Anlage (auch wegen der topographischen Gegebenheiten) in zwei Filterflächen unterteilt, welche höhenversetzt angeordnet und durch einen Damm getrennt sind, heißt es weiter. Zusammen bilden die beiden Filterflächen eine Gesamtfilterfläche von 4.245 Quadratmeter. Durch die gegebenen Höhenunterschiede können die Becken zudem im Freigefälle entleert werden.

 

 

Bei starken Regenfällen oder sonstigen großen Zuflussmengen ist durch automatische Durchflussmesser sichergestellt, dass das angestaute Wasser die Anlage mit gedrosselter Geschwindigkeit von 210 Liter pro Sekunde verlässt. So werden das Gewässer und dessen Lebewesen geschützt.

 

Betreiber dieser sowie der bereits bestehenden Anlagen sind Stadtwerke Waldbröl. Nach den Anlagen an der Vennstraße, der Wolfsschlucht sowie dem Biebelshofer Weg bilde diese Anlage an der Wiehler Straße den Abschluss der Neukonzeptionierung der Waldbröler Regenwasseraufbereitung.

 

Auch Waldbröls Bürgermeisterin Larissa Weber begrüßte diese Entwicklungen: „„Mit dem heutigen Spatenstich investieren wir in einen nachhaltigen und zukunftssicheren Umgang mit unserem Wasser und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz." Auch wenn solche Maßnahmen weniger sichtbar seien als ein neuer Park oder ein umgestalteter Platz, seien sie für die Infrastruktur, die Umwelt und damit für die langfristige Lebensqualität in Waldbröl von großer Bedeutung. "Ich freue mich, dass dieses wichtige Projekt nun umgesetzt wird, und danke allen Beteiligten, die dazu beitragen, unsere Stadt Schritt für Schritt moderner und zukunftsfähiger aufzustellen.“

 

Die Bauarbeiten werden durch die Firma Heinrich Weber aus Siegen durchgeführt. Die gesamte Baumaßnahme kostet dabei rund 4,4 Millionen Euro, wovon wiederrum 80 Prozent durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen eines Förderprogramms übernommen werden.

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