LOKALMIX
Fire Rock unter der Discokugel
Gummersbach – Die Löschgruppe Hunstig der Freiwilligen Feuerwehr Gummersbach hat erneut zum Open-Air-Konzert mit "Neverland" und der "SoulBand" eingeladen.
Von Katja Pohl
Seit 2001 gibt es am ersten Samstag im September den Fire Rock der Löschgruppe Hunstig. Und auch in diesem Jahr kamen hunderte Besucherinnen und Besucher, um bei Live-Musik am Feuerwehrgerätehaus eine gute Zeit zu haben, Freunde und Nachbarn zu treffen. So erzählt Thomas aus Nümbrecht lachend, er sei in Hunstig aufgewachsen und komme jedes Jahr, um „Leute wiederzusehen, die ich sonst nicht treffe“. Zu sechst standen er und seine Runde, allesamt aus der näheren Umgebung und mit Hunstig seit der Kindheit verbunden, um den Stehtisch und feierten ihre Freundschaft, die seit mehr als 50 Jahren hält, plauderten mit anderen Besuchenden und hatten einfach eine gute Zeit.
[Ein Feuerwerk bildete den Abschluss des Abends.]
Genau das ist es, was auch für Marcel Rüping, Hauptbrandmeister und Einheitsführer der „HunsTiger“ Feuerwehr den Fire Rock immer so besonders macht. „Hier werden langjährige Freundschaften gepflegt, aber es entstehen immer wieder auch neue Kontakte. Dieser Abend ist Familien- und Dorffest zugleich.“ Hätte man die vielen Umarmungen gezählt oder ein Messgerät für Lachen und Wiedersehensfreude gehabt, wäre er locker bestätigt worden.
Janine und Anton aus Erbland kommen ebenfalls seit mehr als zehn Jahren zum Open-Air. Ihre Kinder sind in Hunstig in den AWO-Kindergarten Lina Ege gegangen, und so hat die Familie über deren Kooperation mit der Löschgruppe Hunstig auch die Arbeit der Feuerwehr kennenlernen können. Anton betont: „Wir mochten das Konzert immer schon, sind jetzt aber auch hier, um die Freiwillige Feuerwehr zu unterstützen. Die leisten echt gute Arbeit.“
23 Mitglieder zählt die Löschgruppe derzeit, dazu kommen zwei Jungs in der Jugendfeuerwehr und vier Kinder in der Kinderfeuerwehr. Am Start waren alle, um zu helfen. Auch in der zweiwöchigen Vorbereitungszeit haben sich alle nach Kräften eingebracht. 2024, zum 125-jährigen Jubiläum, so berichtet Marcel Rüping, musste die Löschgruppe für die Feierlichkeiten ein umfangreiches Sicherheitskonzept ausarbeiten. Ein Sicherheitskonzept, das natürlich auch finanziell gestemmt werden musste und auch weiterhin greift.
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[Unterm Sternenzelt macht die Musik der Soulband besonders viel Spaß. Die zehn oberbergischen Musikerinnen und Musiker bereicherten den Fire Rock-Abend zum wiederholten Mal.]
Daher wird seit vorigem Jahr ein Eintritt von fünf Euro erhoben, der aber von zwei Wertmarken versüßt wird. Und für die Kids gab es außerdem Knicklichter in grün und gelb. Doch wer genauer hinsah als es dunkel wurde, erkannte schnell, dass auch viele Erwachsene Spaß an den leuchtenden Lichtern hatten. Aber natürlich konnte keins der Knicklichter mit der Discokugel mithalten, die unter dem riesigen Fallschirm für einen wunderschönen Sternenhimmel sorgte. „Die Discokugel muss sein!“, bestätigt Marcel Rüping schmunzelnd.
Mit „Neverland“, beheimatet in Wiehl-Marienhagen, gab es dann zum Einstieg in den Abend rockige Coversongs von den 1960ern bis heute. Die vierköpfige Band um Sängerin Ulli Seidel spielte Abba, die Ärzte, Melissa Etheridge und die Toten Hosen gleichermaßen mit Energie und Verve und sorgte so gute anderthalb Stunden lang für schwungvolle Tanzbeine.
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[Thomas (li.) aus Nümbrecht und seine Runde von alten Freunden nutzen das Fire Rock-Konzert jedes Jahr, um gemeinsamen einen schönen Abend zu verbringen.]
Im Anschluss daran eroberten die zehn Mitglieder der „SoulBand“ um Ernie Wirth die Bühne. Gefragt, wie oft sie schon beim Fire Rock waren, antwortet Sängerin Sabine Galuschka: „Gefühlt schon immer!“ Auch Marcel Rüping lacht und sagt: „Die 'SoulBand' ist eine feste Größe bei uns.“ Mit drei Bläsern, dreimal Gesang und fetter Instrumentierung interpretierte die Band schließlich auf ihre ganz eigene Art Klassiker wie „River deep, Mountain high“ oder „Long Train runnin'“ der Doobie Brothers von 1973 und bekam dafür viel Beifall.
Mit einem Feuerwerk endete der Abend. Ein Feuerwerk, das feuerwehrgerecht begann, denn zwei Mitglieder der Löschgruppe kamen in Einsatzuniform auf die Bühne, um zwei rote Bengalos abzubrennen, bevor es dann auch über dem Platz hell wurde. Wer noch bleiben wollte, konnte den Abend zur Musik von DJ Jürgen & Co. ausklingen lassen.

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