LOKALMIX

Großes Interesse an Pinktober-Brustkrebsforum

Red; 07.10.2026, 17:20 Uhr
Fotos: Klinikum Oberberg --- Dr. Anja Weishap und Prof. Dr. Freerk Baumann.
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Großes Interesse an Pinktober-Brustkrebsforum

Red; 07.10.2026, 17:20 Uhr
Oberberg – Bei der Veranstaltung in der Volksbank im Forum Gummersbach stand die Frage „Was kann ich bei einer Erkrankung selbst tun?“ im Mittelpunkt.

Volles Haus beim Pinktober-Brustkrebsforum Oberberg: Zahlreiche Menschen nutzten die Gelegenheit, sich in der Geschäftsstelle der Volksbank Oberberg im Forum Gummersbach über Brustkrebs, Therapie und unterstützende Angebote zu informieren. Vor allem Betroffene und Angehörige suchten das persönliche Gespräch mit den Expertinnen und Experten des Brustzentrums Oberberg, mit Selbsthilfevertreterinnen und weiteren Ansprechpartnern rund um die Versorgung bei einer Brustkrebserkrankung.

 

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand die Frage, die viele Patientinnen und Patienten während einer Krebstherapie beschäftigt: Was kann ich selbst tun? Die Antwort von Prof. Dr. Freerk Baumann, Leiter der AG Onkologische Bewegungsmedizin an der Uniklinik Köln, war eindeutig: „Bewegen Sie sich!“ Dabei gehe es keineswegs darum, sportliche Höchstleistungen zu erbringen oder sich zwingend im Fitnessstudio anzumelden. Ein bewegungsreicher Alltag sei ein wichtiger Anfang.

 

Schon ein täglicher Spaziergang kann viel bewirken. Als Orientierung nannte Baumann 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche. Auch Gartenarbeit könne dazu beitragen. Rund 20 bis 30 Minuten Spazierengehen am Tag könnten sich positiv auf die Lebensqualität auswirken. Wichtig sei, moderate Bewegung in den Alltag einzubauen und die körperliche Aktivität während einer Krebstherapie mit dem behandelnden Arzt abzustimmen. Bewegung könne unter anderem bei Fatigue, Ängsten, depressiven Beschwerden, Schlafstörungen und einem sekundären Lymphödem helfen.

 

Auch gegen Polyneuropathien, die als Nebenwirkung einer Tumortherapie auftreten können, gibt es Möglichkeiten, aktiv zu werden. Baumann stellte unter anderem sensomotorisches Training und Vibrationstraining vor. Wer Ostheoporose vorbeugen wolle, könne Belastungsformen wie Step-Aerobic oder Tanzen hilfreich sein.

 

Auch Dr. Anja Weishap, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Leiterin des Brustzentrums Oberberg, ermutigte die Betroffenen, eine Bewegungsform zu finden, die ihnen guttut. Parallel dazu sei eine gesunde Ernährung wichtig. Dorothee Richter, Diätassistentin am Klinikum Oberberg, erläuterte anhand zahlreicher Beispiele, welche Lebensmittel den Genesungsprozess unterstützen und informierte über Nahrungsergänzungsmittel.

 

Dr. Weishap stellte zudem die Arbeit des Brustzentrums Oberberg am Kreiskrankenhaus Gummersbach vor. Gemeinsam mit dem Brustzentrum des Klinikums Leverkusen bildet es das Kooperative Brustzentrum Leverkusen und Oberberg. Im Mittelpunkt steht eine umfassende Begleitung der Patientinnen – von der Diagnostik über die operative und medikamentöse Behandlung sowie die Strahlentherapie bis hin zur Nachsorge. Auch Psychoonkologie, soziale Beratung und weitere unterstützende Angebote gehören zur Versorgung.

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