LOKALMIX

In der Praxis Appetit aufs Land machen

ls; 30.07.2026, 11:20 Uhr
Foto: Leif Schmittgen --- Dr. Christian Franchy (3. v. li.) freute sich über regen Zuspruch seines Angebots.
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In der Praxis Appetit aufs Land machen

ls; 30.07.2026, 11:20 Uhr
Lindlar – Dr. Christian Franchy möchte mit moderner Sonografietechnik Kölner Medizinstudenten für die Arbeit auf dem Land begeistern.

Von Leif Schmittgen

 

Das Angebot von Dr. Christian Franchy scheint erste Früchte zu tragen. Gestern lud er Kölner Medizinstudenten in seine Lindlarer Hausarztpraxis ein, um ihnen praktische Übungen an der Sonografie zu vermitteln – und das bereits zum dritten Mal: „Wir freuen uns in diesem Jahr über fünf Praktikanten, in der Vergangenheit hatten wir oft keine“, sagte sich der Arzt. Die jungen Nachwuchsmediziner rekrutierten sich jeweils aus den schon zweimal vom Allgemeinmediziner angebotenen Praxisvorführungen in seinen Behandlungsräumen.

 

Und auch gestern schauten zehn Freiwillige von der Universität interessiert zu, als sie in die Geheimnisse der Sonografie eingeführt wurden. Der Laie spricht von Ultraschalluntersuchungen. Drei hochmoderne Geräte hält Franchy in seinen Behandlungsräumen für die Patienten vor. Die Grundtechnik ist jeweils identisch, die Feineinstellungen aber unterscheiden sich je nach zu untersuchendem Organ. „An der Uni kommen diese praktischen Einblicke oft zu kurz“, weiß der Mediziner. Er verfügt selbst über einen Lehrauftrag an der Fakultät in der Domstadt.  Doch was steckt hinter der Intention des Arztes? „Das Gewinnen von Fachkräften für die Arbeit auf dem Land“, verrät er. Denn aktiv gegen die Ausdünnung der ärztlichen Versorgung außerhalb der Großstädte aktiv etwas zu unternehmen, ist Franchy nach eigener Aussage eine Herzensangelegenheit.

 

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Und er steht mit seiner Intention nicht alleine da. Dr. Jessica Möltken, Projektleiterin der Kreisinitiative „FAIRnetzte Gesundheit Oberberg“, stand den jungen Leuten für Fragen zur Verfügung. Der Kreis hatte zudem den Bus gesponsert, mit dem die Studenten von der Rheinmetropole in das 35 Kilometer entfernte Lindlar gebracht wurden.  

 

Zur Erläuterung der hochmodernen Geräte hatte der „Landarzt“ zudem zwei Vertreter der Herstellerfirma eingeladen, die den Protagonisten die komplexe Technik im Detail schmackhaft machten. Ob sich durch das Engagement der Beteiligten beim medizinischen Nachwuchs tatsächlich Appetit für die Arbeit auf dem Land gemacht wurde, ist offen. Langzeitstudien gibt es bislang nicht.

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