LOKALMIX

Jubiläum: 100 Jahre AggerEnergie

ks, pra; 26.03.2026, 20:45 Uhr
Foto: Katharina Schmitz --- (v. l.) Geschäftsführer Jörg Bukowski, Anna Galati (Social Media), Peter Lenz (Unternehmenskommunikation), Vera Zielberg (PR, Events und Schulen) und Geschäftsführer Frank Röttger mit Plakaten zum 100-jährigen Bestehen.
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Jubiläum: 100 Jahre AggerEnergie

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ks, pra; 26.03.2026, 20:45 Uhr
Gummersbach – Der oberbergische Energieversorger feiert runden Geburtstag – Mit Aktionskalender, Musical, Küchenpartys und einer Matinee.

Ob mit der Straßenbeleuchtung auf dem Heimweg, dem Strom aus der Steckdose, einer warmen Heizung im Haus, als Sponsor in Sport und Kultur oder auch, weil man im Kochstudio auf der Berstig erste Erfahrungen in der Küche gesammelt hat: Berührungspunkte mit der AggerEnergie gibt es im Oberbergischen viele. Am 15. März 1926 als Gasgesellschaft Aggertal in Gummersbach gegründet, besteht das Unternehmen seit nunmehr 100 Jahren – und das soll in diesem Jahr groß gefeiert werden. Bei einem Pressegespräch im Verwaltungsgebäude auf der Gummersbacher Berstig haben die Geschäftsführer Frank Röttger und Jörg Bukowski heute einen Blick zurück, auf aktuelle Themen und auf künftige Herausforderungen geworfen – und dabei nicht zuletzt darüber gesprochen, wie dieses besondere Jubiläum gefeiert werden soll.

 

Im Auftrag von acht oberbergischen Kommunen, dem Oberbergischen Kreis und der Stadt Overath versorgt die AggerEnergie rund 100.000 Menschen mit Strom, Gas, Wärme und Trinkwasser. 226 Mitarbeiter zählt das Unternehmen heute, inklusive Azubis. Das Jubiläum der AggerEnergie fällt in eine Zeit, in der das Thema „Energie“ erneut in aller Munde ist. „Die Verknappung der Energie ist mittelfristig das Thema, das uns beschäftigt“, sagte Frank Röttger. Doch bei dem Energieversorger blickt man derzeit relativ gelassen auf die Entwicklungen – weil langfristig geplant und aus der Ukrainekrise gelernt worden sei. „Wir haben vor der Irankrise Gas einkaufen können“, sagte Jörg Bukowski. Dem Unternehmen stehe damit ein gewisses Kontingent zur Verfügung. Strom und Gas könnten deshalb bis zum 30. September 2027 zu recht günstigen Preisen abgegeben werden: Bei den Fixprodukten gibt es Strom für rund 25 Cent und Erdgas für rund 9 Cent – brutto.

 

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Ein Blick auf die Historie

 

Auch wenn die Gasgesellschaft 1926 gegründet worden ist: die Wurzeln der AggerEnergie reichen noch weiter zurück. Im Zuge der Industrialisierung wurde 1908 das Kreiselektrizitätswerk in Dieringhausen errichtet. Heute liegt an der dortigen Lichtstraße der Technikstandort des Unternehmens, der in den vergangenen Jahren umfangreich modernisiert worden ist (OA berichtete). Nach Ende des Ersten Weltkrieges ist Kohle in den 1920er Jahren knapp und teuer. An der Agger wurden deshalb mehrere Wasserkraftwerke gebaut, die für die Erzeugung von Strom genutzt wurden. Als die Kreise Gummersbach und Waldbröl 1932 zum Oberbergischen Kreis vereinigt wurden, wurde auch das Wasserkraftwerk an der Aggertalsperre fertiggestellt. Drei Jahre später übernahm das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk (RWE) das Kreiselektrizitätswerk; die Stromversorgung in der Region wurde in den folgenden Jahren weiter ausgebaut.

 

[Foto: AggerEnergie --- Die Erdgastankstelle Jaeger im Jahr 2005.]

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg zog die Gasgesellschaft in ein neues Verwaltungs- und Vertriebsgebäude in der Moltkestraße. 1988 bezog das Unternehmen ein neues Verwaltungsgebäude auf der Berstig. Anfang der 1990er Jahre wurde das erste Erdgasauto in Betrieb genommen und mit AggerStrom die Stromversorgung Aggertal gegründet; Anfang der 2000er wurde die erste Erdgastankstelle eröffnet. 2006 haben sich die Gasgesellschaft Aggertal und AggerStrom zur AggerEnergie zusammengeschlossen. Anteilsträger waren Bergneustadt, Engelskirchen, Gummersbach, Marienheide, Morsbach, Overath, Reichshof, Wiehl und die RheinEnergie. Größter Anteilseigner an der AggerEnergie ist heute die „rhenag Rheinische Energie“ mit fast 62 Prozent.

 

Aktionen und Veranstaltungen zum Jubiläum

 

Gefeiert wird unter anderem mit einem Jubiläumsaktionskalender – 100 Tage lang. Alle paar Tage wird ein Türchen geöffnet; 30 sind es insgesamt. Los ging es am 15. März mit der Verlosung für eine Fahrt im AggerEnergie-Heißluftballon. Zu gewinnen gibt es aber auch Rabatte auf eine Wärmepumpe oder auch Photovoltaikanlage, Karten für ein Heimspiel des VfL Gummersbach oder auch Gutscheine für AggerTicket, Heimatjoker oder zum Grillen. Außerdem lädt die AggerEnergie zum Familienmusical „Schwalbe Sterni rettet die Welt“ in die Halle32 in Gummersbach ein. Dort werden am Samstag, 9. Mai, zwei Veranstaltungen geboten. Die erste Vorstellung beginnt um 11 Uhr, die zweite um 15 Uhr. Kostenlose Tickets dafür gibt es – solange der Vorrat reicht – bei AggerTicket. Pro Familie werden bis zu vier Tickets ausgegeben.

 

Außerdem sucht die AggerEnergie die drei ältesten noch betriebenen Gas- oder Ölheizungen im Versorgungsgebiet. Die Heizungen sollten mindestens 20 Jahre alt sein. Als Gewinn gibt es Prämien in Höhe von 1.000 Euro beim Einbau einer neuen Wärmepumpe. Gesucht wird außerdem der älteste Kunde oder die älteste Kundin der AggerEnergie. Zu gewinnen gibt es einen Heimatjoker-Gutschein im Wert von 500 Euro. Darüber hinaus gibt es Aktionen wie den „Tarifcheck mit kleinem Geschenk“ oder Kochkurse für alle Altersklassen. Am Mittwoch, 6. Mai, wird im Kinocenter Seven zudem eine Matinee für geladene Gäste veranstaltet. Key-Speaker Sascha Lobo wird einen Vortrag zum Thema „Von der Kohle zur KI“ halten. Außerdem wird Dr. Andreas Esser vorgestellt, der in diesem Jahr den Posten von Geschäftsführer Frank Röttger übernehmen wird.

 

[Foto: AggerEnergie --- Der Fuhrpark der ehemaligen Gasgesellschaft.]

 

Künftige Themen und Herausforderungen

 

Ein großes Thema für die kommenden Jahre und Jahrzehnte sei das Vorantreiben der Energiewende – sowohl im Kleinen wie mit PV-Dachanlagen, Wärmepumpen und Wallboxen, als auch im Großen, so etwa mit Freiflächen-PV und Wärmenetzen. Laut Klimaschutzgesetz muss Deutschland bis 2045 klimaneutral sein. Gas- und Ölheizungen, die mit fossilen Brennstoffen bedient werden, müssen spätestens dann ersetzt werden. „Diese Transformation ist eine Herkulesaufgabe. Dazu müssen wir uns schon jetzt Gedanken machen“, sagte Röttger. „Es kann nicht sein, dass der letzte Gas-Kunde alle Netzentgelte trägt.“ Neben der Zukunft der Gasnetze und der Kommunalen Wärmeplanung will sich die AggerEnergie künftig auch um eine Bergische Netzgesellschaft, regionale Kooperationen und den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur kümmern. Hier soll es schon bald – passend zum Jubiläum – den 100. E-Ladepunkt geben.

 

Mehr zum 100-jährigen Bestehen der AggerEnergie und den diversen Aktionen ist hier auf der Website des Unternehmens zu finden.

KOMMENTARE

1

Herzlichen Glückwusch zum 100-Jährigen bestehen.

Mit Gottes Segen
Udo Döring

Udo Döring, 27.03.2026, 07:35 Uhr
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