LOKALMIX

Klimafreundliche Mobilität für Morsbach

us; 22.09.2022, 11:54 Uhr
Foto: Ute Sommer --- Morsbachs Klimaschutzmanagerin Michelle Zimmermann (li.) freute sich über die produktive Resonanz auf den Workshop zum Thema "Klimafreundliche Mobilität".
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Klimafreundliche Mobilität für Morsbach

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us; 22.09.2022, 11:54 Uhr
Morsbach - Mit der Auftaktveranstaltung zum Klimaschutzkonzept "Klimafreundliche Mobilität" startete die Reihe der Dialogabende, in denen Bürger und Verwaltung, in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Fachbüro, Ideen für Konzepte nachhaltiger Mobilität entwickeln.

Von Ute Sommer

 

"Klimaschutz ist Teamarbeit". Schon in der Einladung zur ersten Veranstaltung der Reihe "Klimafreundliche Mobilität" unterstrich die Gemeindeverwaltung die große Relevanz, die sie der aktiven Bürgerbeteiligung im Entwicklungsprozess beimisst. Umso mehr freute sich Morsbachs Bürgermeister Jörg Bukowski gestern Abend über 45 interessierte Bürger, Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Ehrenamt, die den Weg in die Kulturstätte gefunden hatten, um ihre Erfahrungen und Wünsche ins künftige Konzept einfließen zu lassen.

 

 "Das Thema verspricht nur in der Breite Erfolg", unterstrich der Rathauschef mit Verweis auf rund 4.000 Ein-und Auspendler, die täglich per motorisiertem Individualverkehr (MIV) den Ort erreichen oder verlassen. Als Fachberater stehen den Bürgern und Morsbachs Klimaschutzmanagerin Michelle Zimmermann die Experten des Münsteraner Fachbüros "energielenker" zur Seite. Deren Mitarbeiter Olav Hunting informierte darüber, dass die deutschen Treibhausgasemissionen in den Bereichen Energie, Landwirtschaft, Industrie und Abfall seit 1990 um 41 Prozent reduziert worden seien, der Verkehrssektor allerdings null Reduktion beigetragen habe. In Oberberg würden 67 Prozent aller Wege per Pkw erledigt, 29 Prozent mit dem ÖPNV und nur 3,8 Prozent mit dem Rad.

 

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Aus diesen Zahlen resultiere die Notwendigkeit eines nachhaltigen Klimaschutzkonzeptes auch für Morsbach, für dessen Maßnahmenerarbeitung und Umsetzung ein Zeitraum von fünf bis zehn Jahren veranschlagt werde. Am Anfang stehe die Ermittlung der Energie-und Treibhausgasbilanz, sowie der Potentialanalyse durch die "energielenker", danach erfolge unter Beteiligung mehrere Bürgerworkshops bis Juli 2023 die Erstellung eines Maßnahmenkataloges, der danach in Abstimmung mit der Gemeinde auf seine Umsetzbarkeit geprüft, bzw. realisiert würde.

 

Mit der Aufteilung in Arbeitsgruppen startete dann die aktive Beteiligung der Morsbacher Bürgerschaft, die sich an drei Stellwänden zu den Fragen "Was ist an der Mobilität in Morsbach schon nachhaltig? Was noch nicht? Welche Chancen und Risiken sehen Sie in einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung?" positionieren sollte. Moderiert von Michelle Zimmermann, sowie Olav Hunting und Josua Akimoto von den "energielenkern" entspannen sich lebhafte Diskussionen unter den Teilnehmern.

 

Am Ende des zweistündigen Bürgerworkshops offenbarten Pinnwände, gespickt mit Stichworten und Stellungnahmen, das rege Interesse und die konstruktive Mitarbeit der Besucher. Neben vielen anderen wurden die effiziente ÖPNV/Zuganbindung, e-Ladesäulen, Radwegeausbau, Barrierefreiheit, Car-Sharing, Fußgängerüberwege, Mitfahrgelegenheiten oder On-demand-Verkehre als Handlungsfelder benannt. Als zentralen Kernpunkt zum Gelingen des Konzeptes definierten alle unisono die Sensibilisierung der Bürger für den Stellenwert der Eigenmobilität und die individuelle Umweltverantwortung. Ab sofort ist auch die "digitale Gemeindekarte" online, auf der Anregungen und Beispiele für gelingenden Klimaschutz in Morsbach eingetragen werden können.

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