LOKALMIX

Mehr Grün für ein besseres Schulhofklima

lw; 08.06.2026, 16:00 Uhr
Fotos: Lars Weber --- Die Schülerinnen und Schüler freuen sich gemeinsam mit Schulleitung, den Mitarbeitern des Gartenbauunternehmens Peter Eyberg sowie der Stadtverwaltung um Bürgermeister Ulrich Stücker auf die Umsetzung des Projekts.
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Mehr Grün für ein besseres Schulhofklima

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lw; 08.06.2026, 16:00 Uhr
Wiehl – Projekt Klimaschulhof ist an der TOB in Bielstein gestartet – Symbolischer Spatenstich war zugleich Startschuss für die NaturErlebnisTage – Programm bis Sonntag.

Von Lars Weber

 

Mehr Grün, mehr Klimaschutz, mehr Nachhaltigkeit – die Umsetzung des Wiehler Projekts „Klimaschulhof“ ist heute mit dem symbolischen Spatenstich für den ersten Bauabschnitt gestartet worden. Auf dem mittleren Schulhof der TOB-Sekundarschule (ab dem kommenden Schuljahr eine Gesamtschule) wird in diesem Zuge eine Böschung ganz neu gestaltet und zu einem grünen Klassenzimmer umgebaut. Bei der Planung waren auch die Schülerinnen und Schüler dabei. Der Spatenstich am Montagmorgen bildete zugleich den Auftakt der Wiehler NaturErlebnisTage, die bis Sonntag, 14. Juni, ein umweltpädagogisches Programm für die ganze Familie bereithalten.

 

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Organisiert werden die NaturErlebnisTage von der Stadt gemeinsam mit der Biologischen Station Oberberg und der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft (BAK). Und auch für das erste Projekt auf dem TOB-Schulhof arbeitete man Hand in Hand gemeinsam mit der Schülerschaft. So sei im Lehrplan extra ein wenig Platz freigeschaufelt worden, um einen Workshop des Regionalzentrums für Bildung für nachhaltige Entwicklung „Landschaftshaus“ (BNE) durchführen zu können. Zusammen mit den Jugendlichen des MINT-Kurses habe man sich den Schulhof angeschaut, der seit mehr als 20 Jahren keine Veränderung erfahren hat, erzählte Lehrer Axel Hemcke. Die Schülerinnen und Schüler haben daraufhin Ideen gesammelt, Bilder gemacht und mithilfe von KI Vorschläge generiert, was auf der Fläche möglich ist.

 

Besonders gut gefiel die Idee der Schülerinnen Charlotte Gebser und Alexandra Hlushchenko, die sich an der Böschung stufenweise angeordnete Findlingssteine vorstellen können. Die so entstehenden Ebenen sollen dann klimaresilient bepflanzt werden. So soll nicht nur ein Rückzugsort entstehen, sondern auch ein grünes Klassenzimmer, in dem Unterricht stattfinden soll. Um die Ausführung kümmert sich in den nächsten Wochen das Gartenbauunternehmen von Peter Eyberg, einst selbst Schüler an der TOB. Alle vorhandenen Bäume werden dabei erhalten. Welche Pflanzen dort einmal blühen werden, plant die Bergische Agentur für Kulturlandschaft. Nach den Sommerferien sollen die Pflanzen von den Schülerinnen und Schülern eingebracht werden. 40.000 Euro nimmt die Stadt in die Hand, um die Ideen sofort umzusetzen.

 

[Die Schülerinnen Alexandra Hlushchenko (li.) und Charlotte Gebser mit ihrem Entwurf: So soll es auf dem Schulhof bald aussehen.]

 

Es soll aber nur der erste Schritt sein, die Höfe des Bielsteiner Schulzentrums klimagerecht umzugestalten, sagte Klimaschutzmanager Torsten Richling, der das Projekt „Klimaschulhof“ mit Sandra Heibach vom Umweltamt betreut. Erarbeitet wurde dieses im Rahmen des Klimawandelanpassungskonzepts, auch der Leitfaden WiehlKlima 2035 soll berücksichtigt werden. Für die weitere Realisierung werde gerade ein Planungsbüro gesucht, das die Ideen der Schülerinnen und Schüler in der Fachplanung aufgreifen soll. Außerdem möchte die Stadt sich für Förderprogramme bewerben, um die Projekte finanzieren zu können. Die stark versiegelten Schulhöfe sollen besser auf die Folgen des Klimawandels – größere Hitze und mehr Starkregenereignisse – eingestellt und die Aufenthaltsqualität verbessert werden. „Wir möchten hier auch Erfahrungen sammeln für andere Schulen“, sagte Richling.

 

Denn wie auch Bürgermeister Ulrich Stücker betonte, beziehe sich das Gesamtkonzept der Klimaschulhöfe auf sämtliche Bildungseinrichtungen der Stadt. Er freute sich über das Engagement und die Ideen der Schülerinnen und Schüler. Außerdem lud er dazu ein, die Aktionen im Rahmen der NaturErlebnisTage zu besuchen. Zusammen mit der Biologischen Station und der BAK sei ein tolles Programm für Jung und Alt entstanden. „Man muss die Natur erleben, um sie zu schätzen und sie zu schützen. Wir müssen behutsam mit ihr umgehen“, sagte Stücker. Das Programm finden Interessierte hier.

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